Kurz gesagt: 234 Fragen aus 39 Themen. Lösung aufklappen, Erklärung lesen, bei Lücken direkt zur Themenseite springen.
Hier findest du alle 234 Übungsfragen zum Sachgebiet Umgang mit Menschen, sortiert nach Themen. Wie in der IHK-Prüfung sind bei jeder Frage eine oder zwei Antworten richtig. Überleg dir deine Antwort, bevor du die Lösung aufklappst. Unter jeder Themenüberschrift kommst du zur ausführlichen Erklärung.
Wenn du lieber unter Prüfungsbedingungen üben willst, starte die Übung nur für dieses Sachgebiet oder gleich die Prüfungssimulation mit 82 Fragen in 120 Minuten.
Wie die schriftliche Prüfung bewertet wird
Seit dem 1. Juli 2025 besteht der schriftliche Teil aus 82 Fragen. Es gibt Teilpunkte: Bei einer Frage mit zwei richtigen Antworten bringt jede richtig angekreuzte Antwort einen Punkt. Insgesamt sind 120 Punkte möglich, zum Bestehen brauchst du 60. Mehr dazu auf der Seite zur Prüfung.
Was bedeutet Umgang mit Menschen im Sicherheitsdienst?
Auf welche Sachgebiete soll sich der mündliche Teil der Sachkundeprüfung nach §11 BewachV schwerpunktmäßig beziehen?
- A) Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung mit Gewerberecht
- B) Umgang mit Waffen
- C) Umgang mit Menschen
- D) Grundzüge der Sicherheitstechnik
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Richtig: A und C. Der mündliche Teil hat seinen Schwerpunkt im Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung samt Gewerberecht und im Umgang mit Menschen. Waffen und Sicherheitstechnik werden vor allem schriftlich geprüft.
Warum ist Kommunikation für eine Wachperson das wichtigste Werkzeug?
- A) Weil ihr der Auftraggeber polizeiähnliche Weisungsbefugnisse übertragen hat
- B) Weil sie keine hoheitlichen Befugnisse hat und meist überzeugen muss
- C) Weil Zwang im Sicherheitsdienst grundsätzlich verboten ist
- D) Weil der Auftraggeber jedes Gespräch vorher genehmigt
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Richtig: B. Die Wachperson hat nur Jedermannsrechte, übertragenes Hausrecht und Rechte aus dem Vertrag. Deshalb erreicht sie das meiste über Gespräche. Zwang ist nicht völlig verboten, etwa in Notwehr, aber eng begrenzt.
Ein Besucher will ohne Anmeldung zu den Aufzügen. Wie reagierst du am besten?
- A) Du stellst dich wortlos in den Weg und wartest, bis er von selbst aufgibt
- B) Du lässt ihn gehen, um keinen Ärger zu riskieren
- C) Du erklärst den Grund und bietest an, seinen Termin anzurufen
- D) Du drohst ihm mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs
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Richtig: C. Begründen und eine Lösung anbieten setzt die Regel durch, ohne den Besucher bloßzustellen. Nachgeben ist keine Deeskalation, und vorschnelle Drohungen verschärfen die Lage.
Welche Inhalte nennt Anlage 2 der BewachV ausdrücklich im Sachgebiet Umgang mit Menschen?
- A) Das Selbstwertgefühl und übersteigerte Selbstwert- und Minderwertigkeitsgefühle
- B) Die Klassifizierung von Feuerlöschern nach Brandklassen
- C) Den Umgang mit besonders schutzbedürftigen Geflüchteten
- D) Die Speicherfristen für Videoaufnahmen
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Richtig: A und C. Anlage 2 nennt unter anderem das Selbstwertgefühl, Konflikte, Stress, Gesprächsführung und den Umgang mit schutzbedürftigen Geflüchteten. Brandklassen gehören zur Unfallverhütung, Speicherfristen zum Datenschutz.
Welche Aussage über die Rolle der Wachperson ist richtig?
- A) Freundlichkeit schwächt die Autorität und sollte vermieden werden
- B) Wer freundlich ist, muss Regelverstöße dulden
- C) Gegenüber Besuchern zählt allein die Durchsetzung der Hausordnung, nicht der Ton
- D) Sie kann höflich auftreten und Regeln trotzdem konsequent durchsetzen
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Richtig: D. Die Wachperson ist Dienstleister und Sicherheitskraft zugleich. Höflichkeit und Konsequenz ergänzen sich. Nachgiebigkeit ist ebenso falsch wie barsches Auftreten.
Wie viele Unterrichtsstunden entfallen in der 40-stündigen Unterrichtung etwa auf den Umgang mit Menschen?
- A) Etwa 5 Stunden
- B) Etwa 6 Stunden
- C) Etwa 11 Stunden
- D) Etwa 20 Stunden
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Richtig: C. Anlage 2 der BewachV sieht für dieses Sachgebiet etwa 11 Unterrichtsstunden vor. Damit ist es der größte Block der Unterrichtung.
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Was ist Kommunikation? Sender, Empfänger, Botschaft
Welche Bestandteile gehören zum Sender-Empfänger-Modell?
- A) Codierung und Decodierung der Nachricht
- B) Die Bedürfnisstufen des Empfängers
- C) Ein Kanal, über den die Nachricht läuft
- D) Die Eskalationsstufen des Gesprächs
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Richtig: A und C. Zum Modell gehören Sender, Codierung, Nachricht, Kanal, Decodierung, Empfänger, Störungen und Rückmeldung. Bedürfnisstufen stammen von Maslow, Eskalationsstufen von Glasl.
Von wem stammt der Satz "Man kann nicht nicht kommunizieren"?
- A) Friedemann Schulz von Thun
- B) Abraham Maslow
- C) Paul Watzlawick
- D) Edward T. Hall
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Richtig: C. Es ist das erste Axiom von Paul Watzlawick. Schulz von Thun hat das Vier-Ohren-Modell entwickelt, Maslow die Bedürfnispyramide, Hall die Distanzzonen.
Wer entscheidet letztlich, wie eine Nachricht verstanden wird?
- A) Der Sender durch die Wahl seiner Worte
- B) Der Empfänger durch seine Deutung
- C) Der Kanal, über den sie übertragen wird
- D) Der Vorgesetzte, der das Gespräch beobachtet
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Richtig: B. Der Sender kann nur seine Absicht codieren. Was ankommt, hängt von der Decodierung des Empfängers ab. Deshalb ist Rückmeldung so wichtig.
Du funkst eine wichtige Meldung an die Leitstelle. Wie stellst du am sichersten fest, dass sie richtig angekommen ist?
- A) Du wiederholst die Meldung dreimal hintereinander
- B) Du sprichst besonders laut und langsam
- C) Du schickst zusätzlich eine Textnachricht ohne Rückfrage
- D) Du lässt dir die Kernaussage von der Leitstelle bestätigen
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Richtig: D. Erst die Rückmeldung des Empfängers zeigt, was angekommen ist. Wiederholen oder lauter sprechen kann helfen, ersetzt aber nicht die Bestätigung.
Welche Beispiele sind innere Störungen der Kommunikation?
- A) Starker Stress beim Gegenüber
- B) Laute Musik am Einlass
- C) Vorurteile gegenüber Sicherheitskräften
- D) Funkrauschen bei schlechtem Empfang
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Richtig: A und C. Stress und Vorurteile wirken im Kopf und verzerren, wie eine Nachricht gedeutet wird. Musik und Funkrauschen sind äußere oder technische Störungen.
Eine Wachperson schaut am Einlass ständig auf ihr Handy und sagt nichts. Was sagt Watzlawicks erstes Axiom dazu?
- A) Sie kommuniziert nicht, weil sie nicht spricht
- B) Sie kommuniziert nur auf der Sachebene
- C) Sie kommuniziert trotzdem, etwa Desinteresse
- D) Sie kommuniziert erst, wenn ein Gast sie anspricht
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Richtig: C. Auch Schweigen und Wegschauen werden gedeutet. Die Gäste lesen daraus Desinteresse oder Unhöflichkeit.
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Verbale und nonverbale Kommunikation
Was gehört zur paraverbalen Kommunikation?
- A) Die Lautstärke der Stimme
- B) Die Wahl der Fachbegriffe
- C) Das Sprechtempo
- D) Der Abstand zum Gegenüber
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Richtig: A und C. Paraverbal ist alles, was die Stimme mitliefert, etwa Lautstärke, Tempo, Tonhöhe und Pausen. Die Wortwahl ist verbal, der Abstand nonverbal.
Ein Gast sagt mit zitternder Stimme und geballten Fäusten: "Alles gut, ich bin ganz ruhig." Wie ist diese Botschaft?
- A) Kongruent, weil die Worte eindeutig sind
- B) Inkongruent, weil Worte und Körper sich widersprechen
- C) Paraverbal unauffällig, weil er nicht schreit
- D) Rein verbal, weil er seinen Zustand selbst in Worten beschreibt
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Richtig: B. Inkongruent heißt, dass Worte, Stimme und Körper nicht übereinstimmen. In solchen Fällen geben die nichtsprachlichen Signale meist die echte Stimmung wieder.
Wofür gelten die Zahlen 7, 38 und 55 Prozent nach Mehrabian?
- A) Für jede Kommunikation, auch für reine Sachinformationen
- B) Für die Wirkung von Lautstärke, Tempo und Pausen
- C) Für die Wahrnehmung von Botschaften am Telefon
- D) Für die Deutung von Gefühlen bei widersprüchlichen Signalen
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Richtig: D. Mehrabian untersuchte, wie Menschen Gefühle und Einstellungen deuten, wenn Worte, Stimme und Mimik nicht zusammenpassen. Eine allgemeine Regel für jede Kommunikation ist das nicht.
Ein Besucher versteht kaum Deutsch. Was hilft am ehesten?
- A) Kurze, einfache Sätze und Zeigen
- B) Lauter sprechen, damit er besser hört
- C) Langsamer sprechen und einen Gedanken pro Satz
- D) Viele Fachbegriffe, damit es korrekt ist
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Richtig: A und C. Einfache Sprache, langsames Sprechen und Zeigen erleichtern das Verstehen. Lautstärke ändert am Sprachproblem nichts und wirkt schnell aggressiv.
Welche Aussage zu Gesten trifft zu?
- A) Daumen hoch bedeutet weltweit Zustimmung
- B) Gesten sind angeboren und überall gleich
- C) Gesten können in anderen Kulturen anders gedeutet werden
- D) Gesten spielen im Dienst kaum eine Rolle, entscheidend sind die Worte
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Richtig: C. Viele Gesten sind kulturell geprägt. Was bei uns freundlich ist, kann anderswo beleidigend wirken. Deshalb sind offene, einfache Zeigegesten sicherer.
Dein Kollege sagt am Einlass inhaltlich korrekt, dass Rucksäcke verboten sind, rollt dabei aber die Augen. Welcher Kanal stört hier die Botschaft?
- A) Der verbale Kanal
- B) Der nonverbale Kanal
- C) Der schriftliche Kanal
- D) Gar keiner, der Inhalt war korrekt
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Richtig: B. Das Augenrollen ist ein nonverbales Signal. Es sendet Abwertung und überlagert den korrekten Inhalt. Inhaltlich richtig heißt nicht, dass die Botschaft richtig ankommt.
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Aktives Zuhören
Was versteht man beim aktiven Zuhören unter Paraphrasieren?
- A) Den Inhalt mit eigenen Worten wiedergeben
- B) Das Gesagte wörtlich wiederholen
- C) Dem Gegenüber einen Rat geben
- D) Das Gefühl hinter den Worten des anderen benennen
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Richtig: A. Paraphrasieren gibt den Sachinhalt mit eigenen Worten wieder. Das Benennen des Gefühls heißt Verbalisieren, wörtliches Wiederholen wirkt wie Nachplappern.
Ein Besucher schimpft über eine lange Wartezeit. Welche Reaktion ist Verbalisieren?
- A) "Sie haben also zwanzig Minuten gewartet."
- B) "Andere warten auch, das ist hier am Wochenende ganz normal."
- C) "Das hat Sie richtig geärgert, weil Sie einen Termin haben."
- D) "Kommen Sie doch nächstes Mal früher."
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Richtig: C. Verbalisieren spricht das Gefühl hinter den Worten an. Die erste Antwort ist Paraphrasieren des Inhalts, die anderen sind Bewertung und Ratschlag.
Welche Verhaltensweisen stören aktives Zuhören?
- A) Den anderen unterbrechen, um schneller zum Punkt zu kommen
- B) Nachfragen, was genau passiert ist
- C) Am Ende kurz zusammenfassen
- D) Sofort bewerten, ob die Beschwerde berechtigt ist
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Richtig: A und D. Unterbrechen und vorschnelles Bewerten zeigen, dass du nicht wirklich zuhörst. Nachfragen und Zusammenfassen sind dagegen Techniken des aktiven Zuhörens.
Auf wen geht das aktive Zuhören zurück?
- A) Paul Watzlawick
- B) Abraham Maslow
- C) Friedrich Glasl
- D) Carl Rogers
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Richtig: D. Carl Rogers hat das aktive Zuhören für die Gesprächstherapie entwickelt. Thomas Gordon hat es später für Alltag und Beruf bekannt gemacht.
Du hörst einem aufgebrachten Gast aktiv zu. Was folgt daraus?
- A) Du musst seiner Forderung danach nachgeben
- B) Du zeigst, dass du seine Sicht verstanden hast
- C) Ein Nein fällt ihm danach oft leichter zu akzeptieren
- D) Du übernimmst die Verantwortung für sein Problem
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Richtig: B und C. Aktives Zuhören zeigt Verständnis, ist aber keine Zustimmung. Wer sich ernst genommen fühlt, akzeptiert eine Absage meist besser.
In welcher Situation tritt ausführliches aktives Zuhören zurück?
- A) Bei einer Beschwerde über Lärm
- B) Bei einem Gespräch mit einer Anwohnerin
- C) Bei einer akuten Räumung wegen Feuer
- D) Bei der Aufnahme einer Verlustmeldung
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Richtig: C. In akuten Gefahrenlagen gehen kurze, klare Anweisungen vor. Bei Beschwerden und Meldungen ist aktives Zuhören dagegen besonders hilfreich.
Das Eisbergmodell
Was liegt beim Eisbergmodell über der Wasserlinie?
- A) Gefühle und Bedürfnisse
- B) Die Sachebene mit Fakten und Argumenten
- C) Werte, Vorurteile und frühere Erfahrungen der Beteiligten
- D) Die Beziehung der Gesprächspartner
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Richtig: B. Über der Wasserlinie liegt der sichtbare Teil, die Sachebene. Gefühle, Bedürfnisse, Werte, Erfahrungen und die Beziehung liegen unsichtbar darunter.
Welche Aufteilung wird beim Eisbergmodell üblicherweise genannt?
- A) Etwa 50 Prozent Sachebene, 50 Prozent Beziehungsebene
- B) Etwa 80 Prozent Sachebene, 20 Prozent Beziehungsebene
- C) Etwa 20 Prozent Sachebene, 80 Prozent Beziehungsebene
- D) Etwa 7 Prozent Sachebene, 93 Prozent Körpersprache
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Richtig: C. Üblich ist das Bild von etwa 20 Prozent Sachebene und 80 Prozent Beziehungsebene. Die Zahlen veranschaulichen das Verhältnis, sie sind kein Messergebnis. Die 7 Prozent stammen aus Mehrabians Versuchen.
Was gehört zur Beziehungsebene unter der Wasserlinie?
- A) Ängste und Stimmungen
- B) Uhrzeit und Ort eines Vorfalls
- C) Vorurteile und frühere Erfahrungen
- D) Der Wortlaut der Hausordnung
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Richtig: A und C. Unter der Wasserlinie liegen Gefühle, Ängste, Stimmungen, Vorurteile und Erfahrungen. Uhrzeit, Ort und Wortlaut einer Regel sind Sachinformationen.
Ein Mitarbeiter reagiert an der Pforte heftig auf eine kurze Ausweiskontrolle. Was folgt aus dem Eisbergmodell?
- A) Du wiederholst die Regel so lange ruhig, bis er sie akzeptiert
- B) Der Konflikt liegt wahrscheinlich auf der Beziehungsebene
- C) Du lässt die Kontrolle weg, damit es ruhig bleibt
- D) Er hat die Regel sachlich nicht verstanden
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Richtig: B. Ist die Reaktion viel stärker als der Anlass, liegt der Grund meist unter der Wasserlinie, etwa Zeitdruck oder das Gefühl, misstraut zu werden. Die Regel bleibt, aber zuerst beruhigst du die Beziehungsebene.
Mit welchem Wissenschaftler wird das Eisbergmodell meist in Verbindung gebracht?
- A) Abraham Maslow
- B) Edward T. Hall
- C) Carl Rogers
- D) Sigmund Freud
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Richtig: D. Das Modell knüpft an Freuds Einteilung in Bewusstes und Unbewusstes an. Das Eisbergbild selbst wurde später von anderen geprägt.
Welche Aussagen zum Umgang mit Konflikten nach dem Eisbergmodell treffen zu?
- A) Beziehungskonflikte lassen sich mit Sachargumenten allein kaum lösen
- B) Wer im Recht ist, muss auf Gefühle keine Rücksicht nehmen
- C) Ist die Beziehungsebene beruhigt, wird das Gegenüber für Sachargumente offener
- D) Die Sachebene ist immer der größere und wichtigere Teil
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Richtig: A und C. Konflikte auf der Beziehungsebene brauchen zuerst Verständnis und Respekt. Danach kann die Sache geklärt werden. Die Sachebene ist im Modell der kleinere Teil.
Das Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
Welche vier Seiten einer Nachricht unterscheidet Schulz von Thun?
- A) Sachinhalt, Gefühl, Inhalt, Forderung
- B) Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung, Appell
- C) Sender, Empfänger, Nachricht, Kanal und Rückmeldung
- D) Verbal, paraverbal, nonverbal, schriftlich
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Richtig: B. Das Kommunikationsquadrat besteht aus Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Sender, Empfänger und Kanal gehören zum Sender-Empfänger-Modell.
Ein Gast sagt: "Ich stehe hier seit einer halben Stunde und friere." Welche Seite drückt am deutlichsten aus, dass er ungeduldig ist?
- A) Der Appell
- B) Die Beziehung
- C) Der Sachinhalt
- D) Die Selbstoffenbarung
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Richtig: D. Die Selbstoffenbarung verrät etwas über den Sender, hier seine Ungeduld und dass ihm kalt ist. Die Beziehungsseite würde zeigen, wie er die Wachperson sieht.
Welche Aussagen zum Vier-Ohren-Modell sind richtig?
- A) Jede Nachricht enthält alle vier Seiten gleichzeitig
- B) Eine Nachricht hat immer genau eine der vier Seiten
- C) Der Empfänger entscheidet mit, auf welchem Ohr er eine Nachricht hört
- D) Das Modell stammt von Paul Watzlawick
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Richtig: A und C. Alle vier Seiten sind immer zugleich vorhanden, und der Empfänger kann jede davon betonen. Das Modell stammt von Schulz von Thun, Watzlawick lieferte mit dem Inhalts- und Beziehungsaspekt eine Grundlage.
Du sagst zu einer Mitarbeiterin: "Um 20 Uhr wird abgeschlossen." Sie fühlt sich gedrängt. Mit welchen Ohren hat sie vor allem gehört?
- A) Mit dem Appell-Ohr
- B) Mit dem Sach-Ohr
- C) Mit dem Beziehungs-Ohr
- D) Mit dem Selbstoffenbarungs-Ohr
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Richtig: A und C. Sie hörte eine Aufforderung (Appell) und eine Abwertung (Beziehung: Du traust mir nichts zu). Gemeint war eine Sachinformation.
Ein betrunkener Gast beschimpft dich. Mit welchem Ohr hilft es dir am meisten zu hören, um ruhig zu bleiben?
- A) Mit dem Beziehungs-Ohr, um die Kränkung genau zu verstehen
- B) Mit dem Appell-Ohr, um seiner Forderung schnell nachzukommen
- C) Mit dem Selbstoffenbarungs-Ohr, das hört, wie es ihm geht
- D) Mit keinem Ohr, Beschimpfungen hört man am besten gar nicht
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Richtig: C. Wer mit dem Selbstoffenbarungs-Ohr hört, erkennt: Die Beschimpfung sagt vor allem etwas über den Zustand des Gastes. Das hilft, sie nicht persönlich zu nehmen.
Welche Seite der Nachricht enthält, wozu der Sender den Empfänger bewegen möchte?
- A) Der Sachinhalt
- B) Die Selbstoffenbarung
- C) Die Beziehung
- D) Der Appell
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Richtig: D. Der Appell ist die Seite, mit der der Sender etwas erreichen will, offen oder versteckt. Der Sachinhalt enthält nur die Fakten.
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Ich-Botschaften und Du-Botschaften
Welche Aussage ist eine Ich-Botschaft?
- A) "Ich finde, Sie sind ziemlich rücksichtslos."
- B) "Sie halten sich nie an die Hausordnung."
- C) "Ihr Fahrrad steht im Fluchtweg, ich muss den freihalten."
- D) "Sie wollen doch nur provozieren."
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Richtig: C. Die Ich-Botschaft beschreibt das Verhalten und die Wirkung, ohne die Person zu bewerten. Der erste Satz beginnt zwar mit ich, enthält aber ein Urteil über den Charakter.
Welche Bestandteile hat eine vollständige Ich-Botschaft?
- A) Eine sachliche Beschreibung des Verhaltens
- B) Eine Bewertung des Charakters
- C) Die Wirkung auf dich oder dein Gefühl
- D) Eine Drohung für den Fall der Weigerung
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Richtig: A und C. Zur Ich-Botschaft gehören die Beschreibung des Verhaltens, die Wirkung oder das Gefühl und meist ein Wunsch. Bewertungen und Drohungen machen daraus wieder einen Angriff.
Warum lösen Du-Botschaften häufig Abwehr aus?
- A) Weil sie zu leise gesprochen werden
- B) Weil sie das Gegenüber bewerten oder beschuldigen
- C) Weil sie grundsätzlich keine Sachinformation enthalten dürfen
- D) Weil im Dienst nur gesiezt werden darf
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Richtig: B. Du-Botschaften enthalten oft Vorwürfe oder Urteile. Wer sich angegriffen fühlt, verteidigt sich oder greift zurück an.
Auf wen geht die Unterscheidung von Ich- und Du-Botschaften zurück?
- A) Thomas Gordon
- B) Friedrich Glasl
- C) Edward T. Hall
- D) Sigmund Freud
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Richtig: A. Thomas Gordon hat die Ich-Botschaft bekannt gemacht. Glasl beschreibt Eskalationsstufen, Hall Distanzzonen, Freud das Unbewusste.
Welche Aussagen zu Ich-Botschaften im Wachdienst treffen zu?
- A) Sie bedeuten, dass du dein Gegenüber duzen solltest
- B) Die Forderung bleibt bestehen, sie wird nur anders formuliert
- C) Sie ersetzen in jeder Lage auch klare Kommandos
- D) Statt Gefühlen kann die konkrete Wirkung im Mittelpunkt stehen
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Richtig: B und D. Ich-Botschaften ändern die Form, nicht das Ziel. Im Dienst passt oft die Wirkung besser als ein Gefühl. Mit Duzen haben sie nichts zu tun, und in akuter Gefahr gehen klare Kommandos vor.
Ein Ordner ruft einem Besucher zu: "Sind Sie blind? Das ist eine Rettungsgasse!" Was ist das Problem?
- A) Er nennt den Grund für die Sperrung nicht deutlich genug
- B) Er spricht den Besucher nicht mit Namen an
- C) Er hätte die Polizei rufen müssen
- D) Er greift die Person an und erzeugt Abwehr
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Richtig: D. Die Frage "Sind Sie blind?" ist eine abwertende Du-Botschaft. Der Besucher verteidigt sich dann eher, als den Weg freizumachen.
Zum Thema Ich-Botschaften und Du-Botschaften →
Fragetechniken: offene und geschlossene Fragen
Welche Fragen sind offene Fragen?
- A) "Was ist hier passiert?"
- B) "Haben Sie einen Ausweis dabei?"
- C) "Wie sind Sie auf das Gelände gekommen?"
- D) "Sie waren doch vorhin schon hier, oder?"
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Richtig: A und C. Offene Fragen beginnen mit einem W-Wort und verlangen eine ausführliche Antwort. Die zweite Frage ist geschlossen, die vierte eine Suggestivfrage.
Du befragst eine Zeugin zu einem Diebstahl. Welche Frage ist am besten geeignet?
- A) "Der Mann hatte doch eine rote Jacke an, oder?"
- B) "Wie sah die Person aus, die Sie gesehen haben?"
- C) "War der Täter groß und kräftig?"
- D) "Sie haben ihn doch sicher ganz genau erkannt, nicht wahr?"
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Richtig: B. Eine offene Frage lässt die Zeugin selbst beschreiben. Die anderen Fragen geben Antworten vor und können die Aussage verfälschen.
Bei einer Räumung musst du schnell wissen, ob noch jemand im Büro ist. Welche Frageform passt am besten?
- A) Eine rhetorische Frage
- B) Eine offene Frage mit W-Wort
- C) Eine Suggestivfrage
- D) Eine geschlossene Frage
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Richtig: D. In Notfällen zählt Zeit. Eine geschlossene Frage wie "Ist noch jemand im Raum?" bringt eine klare Antwort. Offene Fragen sind hier zu langsam.
"Möchten Sie die Flasche austrinken oder hier am Eingang abgeben?" Was trifft auf diese Frage zu?
- A) Es ist eine Alternativfrage
- B) Es ist eine Suggestivfrage
- C) Sie lässt dem Gast eine Wahl und hilft, sein Gesicht zu wahren
- D) Sie ist unzulässig, weil sie den Gast unter Druck setzt
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Richtig: A und C. Die Alternativfrage gibt zwei zulässige Möglichkeiten vor. Der Gast entscheidet selbst, das senkt Widerstand. Eine Suggestivfrage würde dagegen eine Antwort in den Mund legen.
Warum ist die Frage "Warum sind Sie über den Zaun gestiegen?" im Dienst oft ungünstig?
- A) Weil sie eine geschlossene Frage ist
- B) Weil Wachpersonen keine Fragen stellen dürfen
- C) Weil sie wie ein Vorwurf klingt und Rechtfertigung auslöst
- D) Weil man nach dem Grund nie fragen sollte
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Richtig: C. Warum-Fragen sind offen, klingen aber schnell anklagend. Neutraler wirkt etwa "Was wollten Sie auf dem Gelände?".
Welche Aussagen zu geschlossenen Fragen treffen zu?
- A) Sie eignen sich gut zur schnellen Klärung von Fakten
- B) Viele davon hintereinander können wie ein Verhör wirken
- C) Sie bringen immer mehr Informationen als offene Fragen
- D) Sie sind im Umgang mit Betrunkenen ungeeignet
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Richtig: A und B. Geschlossene Fragen klären schnell, liefern aber nur das, wonach gefragt wurde. Gereiht wirken sie wie ein Verhör. Bei stark Betrunkenen sind sie oft gerade hilfreich.
Zum Thema Fragetechniken: offene und geschlossene Fragen →
Kritik richtig äußern und annehmen
Welche Regeln gelten für das Äußern von Kritik?
- A) Kritik möglichst zeitnah ansprechen
- B) Fehler sammeln und einmal im Monat gesammelt besprechen
- C) Das konkrete Verhalten beschreiben
- D) Kritik vor dem Team äußern, damit alle davon lernen
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Richtig: A und C. Gute Kritik ist zeitnah und konkret. Gesammelte Vorwürfe überfordern, und Kritik vor anderen lässt den Betroffenen das Gesicht verlieren.
Welche Formulierung entspricht den Regeln für gute Kritik?
- A) "Du bist total unzuverlässig."
- B) "Du machst nie deine Rundgänge."
- C) "Gestern um 23 Uhr fehlte der Rundgang durch Halle 4."
- D) "Alle beschweren sich über dich."
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Richtig: C. Sie beschreibt eine konkrete Situation ohne Wertung der Person. Die anderen Sätze bewerten den Charakter oder verallgemeinern.
Dein Objektleiter kritisiert, dass du einen Besucher zu barsch abgewiesen hast. Was ist die beste erste Reaktion?
- A) Sofort erklären, warum der Besucher selbst schuld war
- B) Zuhören und nachfragen, was genau gestört hat
- C) Das Gespräch beenden, weil die Kritik unfair ist
- D) Auf die Fehler anderer Kollegen hinweisen
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Richtig: B. Wer Kritik annimmt, hört erst zu und fragt nach. Sofortiges Rechtfertigen oder Ablenken auf andere verhindert, dass du die Rückmeldung verstehst.
Was ist ein Risiko der Sandwich-Methode?
- A) Sie ist nur bei Vorgesetzten erlaubt
- B) Sie darf nur in schriftlichen Beurteilungen eingesetzt werden
- C) Sie verhindert jede Form von Lob
- D) Mechanisch eingesetzt wirkt das Lob unehrlich
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Richtig: D. Wird das Lob nur als Verpackung genutzt, durchschaut das Gegenüber das schnell. Ehrliche Anerkennung wirkt besser als ein starres Schema.
Welche Aussagen zum Annehmen von Kritik treffen zu?
- A) Jede Kritik muss ohne Prüfung übernommen werden
- B) Nachfragen hilft, die Kritik richtig zu verstehen
- C) Kritik am Verhalten ist kein Urteil über den eigenen Wert
- D) Wer sich bedankt, gibt automatisch zu, im Unrecht zu sein
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Richtig: B und C. Nachfragen klärt, was gemeint ist, und Kritik betrifft das Verhalten, nicht den Menschen. Ob die Kritik berechtigt ist, prüfst du danach in Ruhe.
Ein Kollege führt das Wachbuch trotz deines Hinweises weiterhin lückenhaft. Was tust du?
- A) Du trägst heimlich alles für ihn nach
- B) Du informierst direkt den Ansprechpartner beim Auftraggeber
- C) Du gibst den Sachverhalt an den Objektleiter weiter
- D) Du sprichst ihn vor allen Kollegen erneut darauf an
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Richtig: C. Wenn ein Gespräch unter vier Augen nichts ändert, ist der Vorgesetzte der richtige Weg. Heimliches Nachtragen verdeckt das Problem, und öffentliche Kritik verschärft es.
Zum Thema Kritik richtig äußern und annehmen →
Selbstbild und Fremdbild
Was bezeichnet im Johari-Fenster der blinde Fleck?
- A) Was nur du über dich weißt und anderen verschweigst
- B) Was andere an dir wahrnehmen, du selbst aber nicht
- C) Was weder du noch andere über dich wissen
- D) Was du und andere gleichermaßen gut über dich wissen
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Richtig: B. Der blinde Fleck umfasst Verhalten und Wirkungen, die andere sehen, du selbst aber nicht. Was nur du kennst, ist der private Bereich oder das Geheimnis.
Wie lässt sich der blinde Fleck verkleinern?
- A) Durch Feedback von Kollegen und Vorgesetzten
- B) Durch Schweigen über eigene Gefühle
- C) Durch Nachfragen, wie das eigene Verhalten wirkt
- D) Durch strengeres Auftreten gegenüber Gästen
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Richtig: A und C. Nur andere können dir zeigen, was du an dir selbst nicht siehst. Deshalb helfen Feedback und gezieltes Nachfragen. Schweigen vergrößert eher den privaten Bereich.
Von wem stammt das Johari-Fenster?
- A) Von Friedemann Schulz von Thun
- B) Von Paul Watzlawick und Janet Beavin
- C) Von Joseph Luft und Harry Ingham
- D) Von Abraham Maslow
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Richtig: C. Luft und Ingham entwickelten das Modell 1955. Der Name setzt sich aus ihren Vornamen zusammen.
Ein Kollege hält sich für korrekt, mehrere Mitarbeiter finden ihn aber unhöflich. Was ist die beste Deutung?
- A) Die Mitarbeiter haben ein falsches Fremdbild, das er ignorieren kann
- B) Sein Selbstbild ist richtig, weil er sich selbst am besten kennt
- C) Er sollte sein Verhalten sofort komplett ändern, ohne nachzufragen
- D) Die Bilder weichen ab, Nachfragen kann den blinden Fleck aufdecken
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Richtig: D. Das Fremdbild zeigt, wie Verhalten ankommt. Es ist nicht einfach falsch. Nachfragen klärt, welches Verhalten diese Wirkung auslöst.
Welche Aussagen zur Wirkung der Dienstkleidung treffen zu?
- A) Manche Reaktionen gelten der Rolle, nicht der Person
- B) Dienstkleidung soll der Polizeiuniform möglichst ähnlich sein
- C) Sie verstärkt die Wirkung von Gesten und Auftreten
- D) Sie hat auf das Fremdbild keinen Einfluss
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Richtig: A und C. Mit Dienstkleidung verbinden Menschen Erwartungen und Vorurteile. Nach §19 BewachV muss sie sich deutlich von Uniformen der Polizei und des Militärs unterscheiden.
Du hast nachts auf Streife manchmal Angst, zeigst das aber nie. In welchem Bereich des Johari-Fensters liegt das?
- A) Öffentliche Person
- B) Blinder Fleck
- C) Private Person
- D) Unbekanntes
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Richtig: C. Was du über dich weißt, anderen aber nicht zeigst, gehört zur privaten Person, auch Geheimnis genannt.
Zum Thema Selbstbild und Fremdbild →
Selbstwertgefühl
Woran erkennst du ein gesundes Selbstwertgefühl bei einer Wachperson?
- A) Sie zeigt bei jeder Gelegenheit, wer das Sagen hat
- B) Sie kann Kritik anhören und Fehler zugeben
- C) Sie vermeidet jeden Konflikt, um Ärger zu umgehen
- D) Sie bleibt ruhig, wenn sie beleidigt wird
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Richtig: B und D. Ein stabiles Selbstwertgefühl zeigt sich in Gelassenheit und Offenheit für Kritik. Dominanz und Konfliktscheu sind eher Zeichen eines übersteigerten oder geringen Selbstwertgefühls.
Was versteht man unter Maßstabsverlust?
- A) Die Wachperson verliert das Gefühl für eine angemessene Reaktion
- B) Die Wachperson vergisst die Maße des bewachten Objekts
- C) Die Wachperson verliert ihre Erlaubnis nach §34a GewO wegen fehlender Sachkunde
- D) Die Wachperson hält sich streng an jede Dienstanweisung
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Richtig: A. Maßstabsverlust heißt, dass das richtige Maß verloren geht. Die Reaktion orientiert sich dann am verletzten oder aufgeblähten Ego statt an der Lage.
Ein unsicherer Kollege tritt gegenüber Gästen besonders hart und laut auf. Wie lässt sich das erklären?
- A) Durch ein besonders gesundes Selbstwertgefühl
- B) Durch die Vorgaben der Bewachungsverordnung
- C) Durch Überkompensation eines Minderwertigkeitsgefühls
- D) Durch eine besondere Befugnis, die ihm seine Dienstkleidung verleiht
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Richtig: C. Nach Alfred Adler gleichen Menschen Minderwertigkeitsgefühle oft durch betontes Stärkezeigen aus. Härte ist dann kein Zeichen von Stärke.
Welche Folgen kann Maßstabsverlust im Dienst haben?
- A) Eine Strafbarkeit wegen Nötigung oder Körperverletzung
- B) Eine automatische Beförderung zum Objektleiter
- C) Den Verlust des Auftrags nach Beschwerden
- D) Eine Erweiterung der eigenen Befugnisse
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Richtig: A und C. Überzogenes Auftreten kann strafbar sein und führt oft zu Beschwerden. Befugnisse wachsen dadurch nicht, im Gegenteil, eine Verurteilung kann die Zuverlässigkeit kosten.
Wodurch wird das Selbstwertgefühl vor allem geprägt?
- A) Es ist angeboren und bleibt ein Leben lang gleich
- B) Allein durch die Ausbildung im Beruf
- C) Vor allem durch Rang und Dienstkleidung
- D) Durch Erfahrungen und Rückmeldungen anderer
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Richtig: D. Das Selbstwertgefühl entsteht aus Erfahrungen, Erfolgen, Misserfolgen und Rückmeldungen anderer. Es kann sich ein Leben lang verändern.
Ein Jugendlicher ruft dir "Möchtegern-Polizist" hinterher. Was zeigt ein stabiles Selbstwertgefühl?
- A) Du verlangst sofort seinen Ausweis
- B) Du gehst nicht darauf ein und bleibst sachlich
- C) Du erklärst ihm lautstark deine Befugnisse
- D) Du antwortest mit einem Spruch, damit er Respekt lernt
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Richtig: B. Wer in sich ruht, nimmt den Spruch nicht persönlich. Einen Ausweis kannst du ohnehin nicht erzwingen, und ein Gegenspruch heizt die Lage an.
Körpersprache
Welche Signale können auf einen unmittelbar bevorstehenden Angriff hindeuten?
- A) Die Person nickt und schaut dich freundlich an
- B) Die Person ballt die Fäuste und verringert den Abstand
- C) Die Person lehnt sich entspannt an die Wand
- D) Die Person wird nach lautem Schimpfen plötzlich still und blass
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Richtig: B und D. Fäuste, Annäherung, plötzliche Ruhe und Blässe gelten in Trainings als typische Vorzeichen. Mehrere solcher Signale zusammen sind ein deutliches Alarmzeichen.
Ein Gast steht mit verschränkten Armen vor dir. Was kannst du daraus sicher schließen?
- A) Er lehnt dich und das ganze Gespräch innerlich ab
- B) Er bereitet einen Angriff vor
- C) Für sich allein lässt das Signal keinen sicheren Schluss zu
- D) Er hat etwas zu verbergen und will Abstand halten
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Richtig: C. Ein einzelnes Signal ist nicht eindeutig. Vielleicht ist ihm kalt. Aussagekräftig werden erst mehrere Signale und Veränderungen im Verhalten.
Welche eigene Haltung empfiehlt sich in einer angespannten Situation?
- A) Frontal und breitbeinig vor dem Gegenüber stehen
- B) Die Hände in die Hosentaschen stecken, um entspannt zu wirken
- C) Leicht schräg stehen, Hände sichtbar vor dem Körper
- D) Mit dem Zeigefinger auf den Ausgang deuten
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Richtig: C. Der leicht schräge Stand mit sichtbaren Händen wirkt ruhig und schützt zugleich. Frontales Aufbauen wirkt provozierend, Hände in den Taschen sind ein Sicherheitsrisiko.
Was gilt für den Blickkontakt im Dienst?
- A) Ruhiger Blickkontakt zeigt Aufmerksamkeit
- B) Ständiges Fixieren signalisiert Stärke und deeskaliert
- C) Starren kann als Herausforderung verstanden werden
- D) Blickkontakt sollte grundsätzlich vermieden werden
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Richtig: A und C. Ein ruhiger, natürlicher Blick zeigt Aufmerksamkeit. Starren wird leicht als Provokation gedeutet, völliges Wegschauen wirkt unsicher.
Welcher Forscher ist für die Arbeit zu Basisemotionen und Mimik bekannt?
- A) Paul Ekman
- B) Edward T. Hall
- C) Thomas Gordon
- D) Abraham Maslow
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Richtig: A. Paul Ekman hat Basisemotionen wie Freude, Wut, Angst und Ekel untersucht. Hall erforschte Distanzzonen, Gordon die Ich-Botschaft, Maslow die Bedürfnisse.
Ein Mann mit Hausverbot wird plötzlich blass und schaut zu deinem Kollegen. Was tust du zuerst?
- A) Du gehst nah an ihn heran, um ihn mit leiser Stimme zu beruhigen
- B) Du vergrößerst den Abstand und gehst in eine Schutzhaltung
- C) Du drehst dich weg, um ihm keine Angriffsfläche zu bieten
- D) Du hältst ihn vorsorglich am Arm fest
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Richtig: B. Bei Warnsignalen schaffst du Abstand und bist bereit, dich zu schützen. Annäherung oder Festhalten erhöhen die Gefahr, Wegdrehen nimmt dir die Kontrolle.
Der erste Eindruck
Wie schnell entsteht nach heutigem Wissen ein erster Eindruck von einem Menschen?
- A) Erst nach etwa fünf Minuten Gespräch
- B) Nach etwa einer Stunde Beobachtung
- C) In Sekundenbruchteilen bis wenigen Sekunden
- D) Erst nach mehreren Begegnungen
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Richtig: C. Studien zeigen, dass schon nach Sekundenbruchteilen ein Urteil über ein Gesicht entsteht. Mit mehr Zeit wird das Urteil sicherer, ändert sich aber oft kaum.
Was beschreibt der Primacy-Effekt?
- A) Zuerst erhaltene Informationen prägen das Urteil besonders stark
- B) Zuletzt erhaltene Informationen bleiben am besten im Gedächtnis haften
- C) Eine auffällige Eigenschaft überstrahlt alle anderen
- D) Menschen bevorzugen Personen, die ihnen ähnlich sind
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Richtig: A. Primacy heißt, das Erste wirkt am stärksten. Die zweite Antwort beschreibt den Recency-Effekt, die dritte den Halo-Effekt.
Ein gepflegt gekleideter Besucher wird automatisch auch für ehrlich und kompetent gehalten. Welche Wahrnehmungsfehler können dahinterstecken?
- A) Der Halo-Effekt
- B) Der Recency-Effekt
- C) Ein vorschneller erster Eindruck
- D) Das Vier-Ohren-Modell
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Richtig: A und C. Beim Halo-Effekt überstrahlt eine Eigenschaft, hier das gepflegte Äußere, das Gesamturteil. Das ist typisch für vorschnelle erste Eindrücke.
Was gilt nach §19 BewachV für die Dienstkleidung?
- A) Sie muss der Polizeiuniform ähneln, damit sie bei Gästen Respekt erzeugt
- B) Sie muss sich deutlich von Polizei- und Militäruniformen unterscheiden
- C) Sie muss immer schwarz sein
- D) Sie darf nur bei Großveranstaltungen getragen werden
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Richtig: B. Dienstkleidung muss sich deutlich von der Kleidung staatlicher Vollzugskräfte und des Militärs unterscheiden. Eine bestimmte Farbe schreibt die Verordnung nicht vor.
Welches Verhalten an der Pforte schadet dem ersten Eindruck?
- A) Besucher mit Blickkontakt und Gruß empfangen
- B) Beim Ankommen eines Besuchers weiter aufs Handy schauen
- C) Aufrecht und zugewandt sitzen
- D) Am Tresen essen, während Besucher warten
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Richtig: B und D. Handy und Essen am Platz signalisieren Desinteresse. Gruß, Blickkontakt und eine zugewandte Haltung wirken dagegen professionell.
Du hast bei einem Jugendlichen im Trainingsanzug sofort ein ungutes Gefühl. Wie gehst du damit um?
- A) Du kontrollierst ihn besonders streng, weil das Gefühl meist stimmt
- B) Du verweigerst ihm vorsorglich den Zutritt
- C) Du ignorierst ihn völlig, um nicht unfair zu sein
- D) Du prüfst den Eindruck an seinem tatsächlichen Verhalten
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Richtig: D. Der erste Eindruck ist eine Vermutung, kein Urteil. Entscheidend ist das Verhalten. Wer nach Äußerlichkeiten kontrolliert, übersieht andere und behandelt Menschen unfair.
Zum Thema Der erste Eindruck →
Vorurteile und Wahrnehmungsfehler
Was unterscheidet ein Vorurteil von einer Diskriminierung?
- A) Ein Vorurteil ist immer positiv, eine Diskriminierung immer negativ
- B) Das Vorurteil ist ein Urteil, die Diskriminierung eine Handlung
- C) Es gibt keinen Unterschied, beide Begriffe meinen dasselbe
- D) Ein Vorurteil ist strafbar, eine Diskriminierung nur unhöflich
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Richtig: B. Das Vorurteil spielt sich im Kopf ab, meist mit negativer Wertung. Diskriminierung ist das Handeln danach, etwa eine Abweisung wegen der Herkunft.
Du erwartest Ärger von einer Gruppe und bemerkst jede laute Bemerkung, übersiehst aber, dass sie sich sonst ruhig verhält. Welche Wahrnehmungsfehler sind das?
- A) Selektive Wahrnehmung
- B) Recency-Effekt
- C) Bestätigungsfehler
- D) Kontrasteffekt
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Richtig: A und C. Du nimmst vor allem wahr, was deine Erwartung bestätigt, und blendest Widersprüche aus. Der Kontrasteffekt entsteht dagegen durch den Vergleich mit einer vorherigen Person.
Ein Club lässt nüchterne, ordentlich gekleidete Gäste wegen ihrer vermuteten Herkunft nicht ein. Was gilt?
- A) Das ist vom Hausrecht uneingeschränkt gedeckt
- B) Das ist nur verboten, wenn es sich um Staatsbeamte handelt
- C) Das ist erlaubt, solange die Abweisung höflich formuliert wird
- D) Das ist eine nach dem AGG unzulässige Benachteiligung
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Richtig: D. §19 AGG verbietet bei Massengeschäften wie dem Clubeinlass Benachteiligungen wegen ethnischer Herkunft. Das Hausrecht erlaubt nur sachliche Kriterien.
Welche Einlasskriterien sind grundsätzlich sachlich und zulässig?
- A) Starke Alkoholisierung des Gastes
- B) Die Hautfarbe des Gastes
- C) Ein bestehendes Hausverbot
- D) Die vermutete Religion des Gastes
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Richtig: A und C. Alkoholisierung und ein Hausverbot sind sachliche, verhaltensbezogene Gründe. Hautfarbe und Religion sind Merkmale, nach denen das AGG keine Benachteiligung erlaubt.
Was beschreibt eine sich selbst erfüllende Prophezeiung im Dienst?
- A) Wer einen Gast als Störer behandelt, provoziert genau das erwartete Verhalten
- B) Eine Wachperson sagt einen Vorfall voraus und meldet ihn vorab
- C) Ein Gast erfüllt freiwillig alle Regeln der Hausordnung
- D) Die Leitstelle bestätigt eine Meldung der Streife
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Richtig: A. Erwartung und Verhalten beeinflussen sich. Wer misstrauisch und abwertend auftritt, ruft oft die Reaktion hervor, die er befürchtet hat.
Welche Aussage zum Gleichheitssatz in Artikel 3 GG und zum AGG ist richtig?
- A) Artikel 3 GG gilt für private Sicherheitsdienste genauso unmittelbar wie für die Polizei
- B) Das AGG gilt nur für Behörden
- C) Artikel 3 GG bindet unmittelbar den Staat, das AGG regelt auch private Geschäfte
- D) Weder Artikel 3 GG noch das AGG spielen am Einlass eine Rolle
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Richtig: C. Grundrechte binden unmittelbar den Staat. Für Private schafft das AGG eigene Benachteiligungsverbote, etwa beim Zugang zu Massengeschäften.
Zum Thema Vorurteile und Wahrnehmungsfehler →
Territorien und Distanzzonen
Bis zu welchem Abstand reicht nach Hall ungefähr die intime Distanz?
- A) Bis etwa 15 cm
- B) Bis etwa 45 cm
- C) Bis etwa 1,20 m
- D) Bis etwa 3,60 m
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Richtig: B. Die intime Zone reicht bis etwa 45 cm. Bis etwa 1,20 m folgt die persönliche, bis etwa 3,60 m die soziale Distanz.
In welcher Zone findet ein Gespräch mit einem fremden Besucher am Empfang normalerweise statt?
- A) In der intimen Distanz
- B) In der öffentlichen Distanz
- C) In der persönlichen Distanz
- D) In der sozialen Distanz
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Richtig: D. Gespräche mit Fremden und geschäftliche Kontakte laufen typischerweise in der sozialen Distanz von etwa 1,20 bis 3,60 m. Die persönliche Zone ist eher Freunden und Bekannten vorbehalten.
Welche Aussagen zu den Distanzzonen treffen zu?
- A) Sie wurden von Edward T. Hall beschrieben
- B) Sie gelten weltweit in genau gleicher Größe
- C) Ungebetenes Eindringen in die intime Zone löst oft Stress aus
- D) Sie wurden von Abraham Maslow als Teil der Bedürfnispyramide entwickelt
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Richtig: A und C. Hall hat die Zonen beschrieben, und das Eindringen von Fremden in die intime Zone löst Abwehr aus. Die Abstände sind kulturabhängig, mit Maslow haben sie nichts zu tun.
Ein obdachloser Mann schläft seit Wochen auf derselben Bank im Bahnhof. Um welche Art von Territorium handelt es sich für ihn?
- A) Primäres Territorium
- B) Öffentliches Territorium ohne Bedeutung
- C) Sekundäres Territorium
- D) Gar kein Territorium, weil die Bank ihm nicht gehört
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Richtig: C. Ein regelmäßig genutzter Platz, der einem nicht gehört, ist ein sekundäres Territorium, ähnlich einem Stammplatz. Er wird trotzdem als eigener Bereich erlebt und verteidigt.
Wie verhältst du dich in einer angespannten Situation mit Blick auf die Distanz?
- A) Du gehst nah heran, um Entschlossenheit zu zeigen
- B) Du hältst mindestens etwa zwei Armlängen Abstand
- C) Du kreist die Person mit Kollegen von allen Seiten ein
- D) Du lässt ihr einen erkennbaren Weg frei
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Richtig: B und D. Abstand schützt dich und wirkt weniger bedrohlich. Ein freier Weg verhindert, dass sich die Person eingekesselt fühlt und aus Angst angreift.
Warum solltest du eine Taschenkontrolle vorher ankündigen und das Einverständnis einholen?
- A) Weil sie dich in die intime Zone der Person führt
- B) Weil die Kontrolle sonst als polizeiliche Maßnahme gilt
- C) Weil du ohne Ankündigung den Inhalt nicht notieren darfst
- D) Weil die Person dann zur Kontrolle verpflichtet ist
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Richtig: A. Die Kontrolle bringt dich sehr nah an die Person heran. Ankündigen und Einverständnis senken den Stress. Eine Pflicht zur Kontrolle entsteht dadurch nicht, die Person kann ablehnen und dann den Zutritt verlieren.
Zum Thema Territorien und Distanzzonen →
Menschenkenntnis
Worauf beruht Menschenkenntnis vor allem?
- A) Auf genauer Beobachtung und Erfahrung
- B) Auf einer angeborenen Begabung, die man nicht lernen kann
- C) Auf Wissen über Körpersprache und typisches Verhalten
- D) Auf der Einteilung von Menschen nach ihrem Aussehen
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Richtig: A und C. Menschenkenntnis ist erlernbar und beruht auf Beobachtung, Erfahrung und Wissen. Einteilung nach Aussehen führt zu Vorurteilen, nicht zu richtigen Einschätzungen.
Welcher Begriff gehört nicht zu den vier Temperamenten der antiken Typenlehre?
- A) Choleriker
- B) Phlegmatiker
- C) Extravertierter
- D) Melancholiker
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Richtig: C. Die vier Temperamente sind Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker und Phlegmatiker. Extraversion ist ein Merkmal aus dem modernen Fünf-Faktoren-Modell.
Ein Kunde schaut im Laden mehr auf Personal und Kameras als auf die Ware. Was folgt daraus?
- A) Du darfst ihn sofort nach §127 StPO festhalten
- B) Du darfst seine Tasche kontrollieren
- C) Du darfst seine Personalien verlangen und notieren
- D) Es ist ein Anlass, genauer hinzusehen
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Richtig: D. Auffälliges Verhalten begründet eine Vermutung, die du durch weitere Beobachtung prüfst. Für eine Festnahme braucht es eine Tat auf frischer Tat.
Was unterscheidet gute Menschenkenntnis von einem Vorurteil?
- A) Sie bildet Vermutungen und prüft sie am Verhalten
- B) Sie verlässt sich vor allem auf den ersten Eindruck
- C) Sie ist bereit, eine Einschätzung zu verwerfen
- D) Sie ordnet Menschen nach Kleidung und Herkunft
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Richtig: A und C. Menschenkenntnis bleibt offen für Korrektur und achtet auf Verhalten. Wer nach erstem Eindruck, Kleidung oder Herkunft urteilt, folgt einem Vorurteil.
Wie wird die Lehre von den vier Temperamenten heute wissenschaftlich bewertet?
- A) Als bewiesenes Standardmodell der heutigen Persönlichkeitspsychologie
- B) Als historische Typenlehre ohne wissenschaftlichen Beleg
- C) Als gesetzliche Grundlage für Personenkontrollen
- D) Als Teil der Bewachungsverordnung
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Richtig: B. Die Temperamentenlehre geht auf die Antike zurück und ist nicht wissenschaftlich belegt. Die moderne Psychologie arbeitet eher mit Merkmalsmodellen wie den fünf Faktoren.
Warum ist es wichtig, zuerst das Grundverhalten eines Menschen oder einer Umgebung zu kennen?
- A) Weil sich Abweichungen erst im Vergleich dazu erkennen lassen
- B) Weil man danach jeden Menschen sicher in eine Schublade einordnen kann
- C) Weil das Grundverhalten im Wachbuch stehen muss
- D) Weil Menschen ihr Verhalten nie verändern
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Richtig: A. Aussagekräftig sind Veränderungen und Abweichungen vom Normalen. Ein lauter Mensch ist nicht automatisch aggressiv, ein plötzlich stiller vielleicht schon eher auffällig.
Motivation
Welche Beispiele beschreiben intrinsische Motivation?
- A) Du machst den Rundgang gründlich, weil du dich für das Objekt verantwortlich fühlst
- B) Du machst den Rundgang nur, weil jeder Kontrollpunkt aufgezeichnet wird
- C) Du arbeitest sorgfältig, weil dir die Tätigkeit Freude macht
- D) Du arbeitest mehr, weil es dafür einen Zuschlag gibt
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Richtig: A und C. Intrinsische Motivation kommt aus der Tätigkeit selbst, aus Freude, Sinn oder Verantwortungsgefühl. Kontrolle und Zuschläge sind äußere Anreize, also extrinsisch.
Wozu zählt der Lohn nach der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg?
- A) Zu den Motivatoren
- B) Zu den Wachstumsbedürfnissen
- C) Zu den Hygienefaktoren
- D) Zu den Selbstverwirklichungsbedürfnissen
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Richtig: C. Lohn ist ein Hygienefaktor. Er verhindert Unzufriedenheit, erzeugt aber keine dauerhafte Zufriedenheit. Das leisten Motivatoren wie Anerkennung und Verantwortung.
Welche Faktoren sind nach Herzberg Motivatoren?
- A) Anerkennung für gute Arbeit
- B) Ein beheizter Pförtnerraum
- C) Übernahme von Verantwortung
- D) Ein sicherer Arbeitsvertrag
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Richtig: A und C. Anerkennung und Verantwortung schaffen echte Zufriedenheit. Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit sind Hygienefaktoren.
Was unterscheidet ein Motiv von Motivation?
- A) Motiv und Motivation bedeuten genau dasselbe
- B) Das Motiv ist ein Beweggrund, Motivation der Zustand, der zum Handeln führt
- C) Ein Motiv entsteht nur durch Geld, Motivation dagegen nur durch Lob und Anerkennung
- D) Motivation ist angeboren, Motive werden im Beruf erlernt
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Richtig: B. Ein Motiv ist ein einzelner, eher stabiler Beweggrund. Motivation entsteht, wenn Motive in einer konkreten Lage angesprochen werden und Verhalten auslösen.
Ein Kollege lässt nach Monaten im selben Revier Kontrollen aus, weil dort "eh nie was passiert". Wie nennt man die Gefahr, dass Ungewöhnliches nicht mehr auffällt?
- A) Halo-Effekt
- B) Überkompensation
- C) Projektion
- D) Betriebsblindheit
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Richtig: D. Betriebsblindheit entsteht durch Routine. Das Auge erwartet nur noch Bekanntes und übersieht Veränderungen. Gerade das macht monotone Dienste riskant.
Wie bringst du einen Besucher am ehesten dazu, sein Fahrrad aus dem Rettungsweg zu stellen?
- A) Mit einer kurzen Begründung, warum der Weg frei bleiben muss
- B) Mit einer lauten Aufforderung ohne Erklärung
- C) Mit dem Hinweis, dass du das Rad sonst selbst zur Seite räumen lässt
- D) Indem du wortlos auf das Fahrrad zeigst
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Richtig: A. Eine Begründung erhöht die Bereitschaft, einer Bitte zu folgen. Drohungen und unerklärte Befehle erzeugen eher Widerstand.
Die Bedürfnispyramide nach Maslow
Welche Reihenfolge der Stufen nach Maslow ist von unten nach oben richtig?
- A) Sicherheit, physiologische Bedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Wertschätzung, Selbstverwirklichung
- B) Physiologische Bedürfnisse, Sicherheit, soziale Bedürfnisse, Wertschätzung, Selbstverwirklichung
- C) Physiologische Bedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Sicherheit, Selbstverwirklichung, Wertschätzung
- D) Physiologische Bedürfnisse, Sicherheit, Wertschätzung, soziale Bedürfnisse, Selbstverwirklichung
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Richtig: B. Die Stufen folgen von unten: physiologische Bedürfnisse, Sicherheit, soziale Bedürfnisse, Wertschätzung und Selbstverwirklichung. Häufigster Fehler ist das Vertauschen von sozialen Bedürfnissen und Wertschätzung.
Welche Bedürfnisse zählen nach Maslow zu den Defizitbedürfnissen?
- A) Sicherheitsbedürfnisse
- B) Selbstverwirklichung
- C) Soziale Bedürfnisse
- D) Ausschließlich Hunger und Durst
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Richtig: A und C. Defizitbedürfnisse sind die Stufen eins bis vier, also auch Sicherheit und soziale Bedürfnisse. Selbstverwirklichung ist das Wachstumsbedürfnis.
Ein Gast wird vor seinen Freunden lautstark abgewiesen und reagiert aggressiv. Welche Stufe ist vor allem verletzt?
- A) Die physiologischen Bedürfnisse
- B) Die Sicherheitsbedürfnisse, weil er sich vor den Ordnern fürchtet
- C) Die Selbstverwirklichung
- D) Das Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung
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Richtig: D. Wer vor anderen bloßgestellt wird, verliert Ansehen. Das betrifft die vierte Stufe. Deshalb solltest du Menschen möglichst ohne Publikum ansprechen und ihnen einen Ausweg lassen.
Welche Stufe ist nach Maslow ein Wachstumsbedürfnis und kein Defizitbedürfnis?
- A) Die physiologischen Bedürfnisse
- B) Die Sicherheitsbedürfnisse
- C) Die Selbstverwirklichung
- D) Die sozialen Bedürfnisse
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Richtig: C. Nur die Selbstverwirklichung ist ein Wachstumsbedürfnis, das mit der Erfüllung weiter wächst. Die Stufen eins bis vier sind Defizitbedürfnisse, die nach ihrer Befriedigung an Kraft verlieren.
Welche Aussagen zur Bedürfnispyramide treffen zu?
- A) Unerfüllte Grundbedürfnisse drängen höhere Bedürfnisse in den Hintergrund
- B) Jede Stufe muss zu hundert Prozent erfüllt sein, bevor die nächste wirkt
- C) Maslow selbst hat die Pyramidenform gezeichnet und vorgeschrieben
- D) Das Modell wird kritisiert, weil es empirisch schwer zu belegen ist
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Richtig: A und D. Die Kernaussage lautet: Grundbedürfnisse zuerst. Eine starre Treppe ist das Modell aber nicht, und die Pyramidenform stammt von späteren Autoren. Kritisiert wird unter anderem die schwache empirische Grundlage.
Bei einem Sommerkonzert stehen Besucher seit zwei Stunden ohne Wasser in der Sonne und werden gereizt. Was hilft nach Maslow am ehesten?
- A) Den Besuchern noch einmal ausführlich die Hausordnung erklären
- B) Lautere Durchsagen zur Ruhe
- C) Wasser und kürzere Wartezeiten organisieren lassen
- D) Die gereiztesten Besucher abweisen
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Richtig: C. Durst und Hitze betreffen die unterste Stufe. Solange sie drücken, wirken Regeln und Appelle kaum. Wer die Grundbedürfnisse entlastet, senkt die Reizbarkeit.
Zum Thema Die Bedürfnispyramide nach Maslow →
Provokation: erkennen und nicht darauf eingehen
Ein abgewiesener Gast beleidigt dich schwer und geht dann zwei Schritte zurück. Du schlägst ihm ins Gesicht. Wie ist das rechtlich zu bewerten?
- A) Als Notwehr, weil die Ehre ein geschütztes Rechtsgut ist und verteidigt werden darf
- B) Als Körperverletzung, weil die Beleidigung vorbei und der Schlag Vergeltung war
- C) Als straflos nach §199 StGB, weil die Beleidigung erwidert wurde
- D) Als erlaubte Selbsthilfe nach dem Hausrecht
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Richtig: B. Die Ehre ist zwar notwehrfähig, aber nach dem Aussprechen ist die Beleidigung kein gegenwärtiger Angriff mehr. Der Schlag ist eine Körperverletzung nach §223 StGB. §199 StGB betrifft nur erwiderte Beleidigungen, nicht Körperverletzungen.
Welche Reaktionen auf eine verbale Provokation sind im Dienst richtig?
- A) Ruhig bleiben und kurz auf die Sache zurückführen
- B) Mit einer schlagfertigen Gegenbeleidigung antworten
- C) Bei Bedarf einen Kollegen übernehmen lassen
- D) Dem Provokateur das Handy abnehmen, wenn er filmt
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Richtig: A und C. Ruhe, Sachlichkeit und notfalls Ablösung nehmen der Provokation die Wirkung. Gegenbeleidigungen sind strafbar, das Wegnehmen des Handys kann eine Nötigung oder Sachbeschädigung sein.
Was gilt für die Beleidigung nach §185 StGB?
- A) Sie wird immer von Amts wegen verfolgt
- B) Sie ist eine Ordnungswidrigkeit
- C) Sie berechtigt zur vorläufigen Festnahme durch jedermann in jedem Fall
- D) Sie wird grundsätzlich nur auf Strafantrag verfolgt
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Richtig: D. Die Beleidigung ist nach §194 StGB ein Antragsdelikt. Ohne Strafantrag des Verletzten wird sie grundsätzlich nicht verfolgt.
Eine Wachperson reizt einen Gast absichtlich so lange, bis er sie schubst, um dann kräftig zurückschlagen zu können. Was gilt?
- A) Sie kann sich wegen der Absichtsprovokation nicht auf Notwehr berufen
- B) Sie handelt in Notwehr, weil der Gast zuerst angegriffen hat
- C) Sie handelt rechtmäßig, weil sie ihr Hausrecht durchsetzt
- D) Ihre Handlung ist eine Nothilfe zugunsten des Auftraggebers
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Richtig: A. Wer einen Angriff gezielt herausfordert, um den anderen verletzen zu können, verliert das Notwehrrecht. Das ist ein klassischer Fall fehlender Gebotenheit.
Welche Motive stecken häufig hinter Provokationen gegenüber Wachpersonen?
- A) Status vor der eigenen Gruppe
- B) Der Wunsch, der Wachperson zu helfen
- C) Eine gezielte Überreaktion für ein Video herbeiführen
- D) Die Pflicht, die Hausordnung zu prüfen
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Richtig: A und C. Viele provozieren, um vor Freunden Stärke zu zeigen oder eine Überreaktion vor laufender Kamera zu erzeugen. Wer das erkennt, lässt sich weniger leicht treffen.
Welche berufliche Folge kann eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung für eine Wachperson haben?
- A) Keine, weil es sich um eine Privatsache handelt
- B) Nur eine Verwarnung durch die IHK
- C) Eine Pflicht zur Wiederholung der Sachkundeprüfung
- D) Den Verlust der Zuverlässigkeit nach §34a GewO
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Richtig: D. §34a GewO nennt die vorsätzliche Körperverletzung als Regelbeispiel für fehlende Zuverlässigkeit, wenn bestimmte Strafhöhen erreicht sind. Dann ist die Tätigkeit im Bewachungsgewerbe nicht mehr möglich.
Zum Thema Provokation: erkennen und nicht darauf eingehen →
Frustration und Aggression
Was besagt die Frustrations-Aggressions-Hypothese in ihrer heute anerkannten, abgeschwächten Form?
- A) Frustration führt immer und ausnahmslos zu Aggression
- B) Frustration kann zu Aggression führen, aber auch zu anderen Reaktionen
- C) Aggression ist ein angeborener Trieb, der auch ohne äußeren Auslöser entsteht
- D) Aggression entsteht ausschließlich durch Nachahmung
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Richtig: B. Die ursprünglich strenge Fassung von 1939 wurde bald korrigiert. Frustration ist ein wichtiger Auslöser, führt aber nicht zwangsläufig zu Aggression. Triebtheorie und Lerntheorie sind andere Erklärungsansätze.
Ein abgewiesener Gast ist wütend auf den Clubbetreiber, schreit aber die Wachperson an und tritt gegen einen Mülleimer. Wie nennt man diese Reaktion?
- A) Rationalisierung
- B) Regression
- C) Verschiebung
- D) Resignation
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Richtig: C. Bei der Verschiebung richtet sich die Aggression gegen ein Ersatzziel, weil der eigentliche Verursacher nicht greifbar ist. Die Wachperson wird so häufig zur Zielscheibe.
Welche Reaktionen auf Frustration gibt es neben Aggression?
- A) Regression, also Rückfall in kindliches Verhalten
- B) Rationalisierung, also das Umdeuten der Enttäuschung
- C) Kontrasteffekt, also der Vergleich mit dem vorherigen Gast
- D) Panik als zwingende Folge jeder Enttäuschung
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Richtig: A und B. Regression und Rationalisierung sind typische Reaktionen auf Frust, ebenso Resignation oder eine konstruktive Lösung. Der Kontrasteffekt ist ein Wahrnehmungsfehler, und Panik ist keine zwingende Folge von Enttäuschung.
Wodurch unterscheidet sich instrumentelle von feindseliger Aggression?
- A) Instrumentelle Aggression richtet sich ausschließlich gegen Sachen, nie gegen Menschen
- B) Feindselige Aggression ist immer geplant
- C) Instrumentelle Aggression ist geplant und dient als Mittel zum Zweck
- D) Feindselige Aggression ist nur verbal
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Richtig: C. Instrumentelle Aggression wird kühl als Mittel eingesetzt, etwa bei einem Raub. Feindselige Aggression entsteht aus Wut und Erregung und ist eher spontan.
Wie kannst du Frustration beim Einlass einer ausverkauften Veranstaltung verringern?
- A) Die Absage möglichst früh in der Schlange bekanntgeben
- B) Erst an der Tür ohne Begründung abweisen
- C) Einen nachvollziehbaren Grund nennen
- D) Die Wartenden bis zuletzt hoffen lassen
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Richtig: A und C. Frühe Information verkleinert die Fallhöhe, und eine Begründung nimmt der Absage den Anschein von Willkür. Wer erst kurz vor der Tür ohne Grund abgewiesen wird, ist besonders frustriert.
Auf wen geht die ursprüngliche Frustrations-Aggressions-Hypothese zurück?
- A) Auf Abraham Maslow
- B) Auf John Dollard und Kollegen
- C) Auf Friedemann Schulz von Thun
- D) Auf Edward T. Hall
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Richtig: B. John Dollard und Kollegen an der Yale-Universität stellten die Hypothese 1939 auf. Neal Miller schwächte sie 1941 ab.
Zum Thema Frustration und Aggression →
Was ist ein Konflikt?
Welche Merkmale gehören zu einem sozialen Konflikt?
- A) Mindestens zwei Parteien mit unvereinbaren Zielen oder Interessen
- B) Es muss bereits zu körperlicher Gewalt gekommen sein
- C) Mindestens eine Partei erlebt die Lage als Beeinträchtigung
- D) Eine neutrale dritte Person muss beteiligt sein
Lösung anzeigen
Richtig: A und C. Ein Konflikt besteht aus unvereinbaren Zielen, Interessen oder Werten und dem Erleben einer Beeinträchtigung. Gewalt oder ein Dritter sind keine Voraussetzung.
Zwei Kollegen wollen beide, dass das Objekt sicher ist. Der eine will den Rundgang links herum, der andere rechts herum gehen. Welche Konfliktart liegt vor?
- A) Wertekonflikt
- B) Verteilungskonflikt
- C) Beurteilungskonflikt
- D) Konflikt zwischen Gruppen
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Richtig: C. Das Ziel ist gleich, nur der Weg wird unterschiedlich beurteilt. Das ist ein Beurteilungskonflikt. Ein Wertekonflikt betrifft Überzeugungen, nicht die Route.
Was versteht man unter einem inneren Konflikt?
- A) Einen Streit innerhalb des eigenen Teams
- B) Widerstreitende Wünsche oder Pflichten in einer einzelnen Person
- C) Einen Konflikt, der verdeckt hinter verschlossenen Türen ausgetragen wird
- D) Einen Konflikt zwischen Auftraggeber und Bewachungsunternehmen
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Richtig: B. Beim inneren oder intrapersonalen Konflikt liegen beide Seiten in einer Person. Streit im Team ist ein Konflikt in einer Gruppe.
Woran erkennst du einen kalten Konflikt nach Glasl?
- A) Die Parteien gehen sich aus dem Weg
- B) Es wird laut und offen gestritten
- C) Die Parteien reden nur noch das Nötigste
- D) Eine Partei bittet sofort um Vermittlung
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Richtig: A und C. Kalte Konflikte laufen verdeckt: Rückzug, Schweigen, Sabotage. Laute, offene Auseinandersetzungen kennzeichnen heiße Konflikte.
Der Auftraggeber erwartet von dir freundlichen Service, die Dienstanweisung verlangt strenge Kontrollen jedes Besuchers. Wie nennt man deine Lage?
- A) Verteilungskonflikt
- B) Beziehungskonflikt
- C) Konflikt zwischen Gruppen
- D) Rollenkonflikt
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Richtig: D. Widersprüchliche Erwartungen an dieselbe Rolle ergeben einen Rollenkonflikt. Ein Beziehungskonflikt betrifft Gefühle zwischen Personen.
Welche Aussage über Konflikte trifft zu?
- A) Konflikte sind immer schädlich und müssen unterdrückt werden
- B) Ein Konflikt hängt auch davon ab, wie die Beteiligten die Lage wahrnehmen
- C) Ein Konflikt liegt nur vor, wenn alle Beteiligten ihn bemerken und offen ansprechen
- D) Sachkonflikte haben nie einen Beziehungsanteil
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Richtig: B. Konflikte entstehen auch durch Wahrnehmung, und oft steckt hinter dem Sachstreit ein Beziehungsthema. Konflikte sind nicht per se schlecht, schädlich ist die Eskalation.
Zum Thema Was ist ein Konflikt? →
Wann eskaliert ein Konflikt? Eskalationsstufen nach Glasl
Wie viele Eskalationsstufen umfasst das Modell nach Glasl?
- A) Sieben Stufen in zwei Ebenen
- B) Neun Stufen in drei Ebenen
- C) Zehn Stufen in fünf Ebenen
- D) Sechs Stufen in drei Ebenen
Lösung anzeigen
Richtig: B. Glasl beschreibt neun Stufen, zusammengefasst in drei Ebenen zu je drei Stufen.
Welche Stufen gehören zur Ebene, auf der noch beide Parteien gewinnen können?
- A) Debatte und Polemik
- B) Gesichtsverlust
- C) Verhärtung
- D) Drohstrategien
Lösung anzeigen
Richtig: A und C. Verhärtung (1), Debatte und Polemik (2) und Taten statt Worte (3) bilden die Win-win-Ebene. Gesichtsverlust und Drohstrategien gehören zur Win-lose-Ebene.
Ein Gast sagt zum Türsteher: Wenn du mich nicht reinlässt, warte ich nach deiner Schicht auf dich. Welcher Stufe nach Glasl entspricht das am ehesten?
- A) Stufe 2: Debatte und Polemik
- B) Stufe 9: Gemeinsam in den Abgrund
- C) Stufe 6: Drohstrategien
- D) Stufe 1: Verhärtung
Lösung anzeigen
Richtig: C. Ein Ultimatum mit angedrohter Folge ist typisch für Stufe 6, die Drohstrategien. Eine Debatte arbeitet noch mit Argumenten, nicht mit Drohungen.
Was kennzeichnet die dritte Ebene (Stufe 7 bis 9)?
- A) Beide Parteien suchen gemeinsam nach einem Kompromiss
- B) Eigener Schaden wird in Kauf genommen, wenn der Gegner mehr verliert
- C) Die Parteien werben vor allem um Verbündete
- D) Der Gegner wird nicht mehr als Mensch wahrgenommen
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Richtig: B und D. Auf der Lose-lose-Ebene wird der Gegner entmenschlicht und eigener Schaden hingenommen. Das Werben um Verbündete gehört zu Stufe 4.
Welche Hilfe ist nach Glasl auf den untersten Stufen (7 bis 9) noch geeignet?
- A) Eine Moderation, in der beide frei reden
- B) Ein klärendes Gespräch unter den Beteiligten
- C) Ein Machteingriff von außen
- D) Ein freundlicher Hinweis auf die Hausordnung
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Richtig: C. Auf den untersten Stufen hilft nach Glasl nur noch ein Machteingriff. Im Dienst bedeutet das bei Gewalt die Polizei. Moderation passt zu den ersten Stufen.
Ein Besucher wird vor anderen Gästen lautstark als Lügner und Betrüger vorgeführt. Welche Stufe wird damit erreicht?
- A) Stufe 3: Taten statt Worte
- B) Stufe 5: Gesichtsverlust
- C) Stufe 8: Zersplitterung
- D) Stufe 4: Sorge um Image und Koalitionen
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Richtig: B. Die öffentliche Bloßstellung und moralische Herabsetzung kennzeichnet Stufe 5, den Gesichtsverlust. Bei Stufe 4 geht es um Feindbilder und das Werben um Verbündete.
Zum Thema Wann eskaliert ein Konflikt? Eskalationsstufen nach Glasl →
Wie löst man einen Konflikt?
Worin unterscheidet sich ein Konsens von einem Kompromiss?
- A) Beim Konsens gibt eine Partei vollständig nach und verzichtet auf jede Forderung
- B) Beim Konsens entscheidet ein Gericht über den Streit
- C) Beim Konsens finden beide eine Lösung, die die Interessen beider erfüllt
- D) Beim Konsens treffen sich beide genau in der Mitte ihrer Forderungen
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Richtig: C. Beim Konsens muss im Idealfall niemand verzichten, weil eine gemeinsame Lösung gefunden wird. Das Treffen in der Mitte mit beidseitigem Verzicht ist ein Kompromiss.
Welche Konfliktlösungsmuster beenden zwar den Streit, lassen den Konflikt aber meist ungelöst?
- A) Flucht
- B) Konsens
- C) Unterordnung
- D) Kompromiss mit fairem Ausgleich
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Richtig: A und C. Wer flieht oder sich unterordnet, beendet die Auseinandersetzung, aber die gegensätzlichen Interessen bleiben bestehen. Konsens und Kompromiss lösen den Konflikt zumindest teilweise.
Ein Streit zwischen zwei Mietern wird an die Hausverwaltung abgegeben, die dann entscheidet. Welches Muster ist das?
- A) Vernichtung
- B) Delegation
- C) Flucht
- D) Unterordnung
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Richtig: B. Wenn ein Dritter die Entscheidung trifft, spricht man von Delegation. Im Dienst ist sie oft der richtige Weg, weil die Wachperson keine Entscheidungsbefugnis hat.
Was meint das Harvard-Konzept mit dem Grundsatz Interessen statt Positionen?
- A) Man soll auf die Gründe hinter einer Forderung schauen
- B) Man soll die eigene Position nie aufgeben
- C) Positionen sind wichtiger als die Gefühle der Beteiligten
- D) Forderungen sind oft unvereinbar, die Interessen dahinter häufig nicht
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Richtig: A und D. Die Position ist die Forderung, das Interesse der Grund dafür. Wer auf Interessen schaut, findet oft Lösungen, die bei starren Positionen unmöglich wirken.
Nach einer Rangelei im Foyer bietet der Täter dem Verletzten 100 Euro an, wenn er auf die Polizei verzichtet. Beide bitten dich, das so zu regeln. Wie verhältst du dich richtig?
- A) Du vermittelst den Deal, weil sich beide einig sind
- B) Du lässt beide gehen und vermerkst nichts, weil kein Schaden geblieben ist
- C) Du dokumentierst den Fall und rufst nach Dienstanweisung die Polizei
- D) Du entscheidest selbst, ob die Summe angemessen ist
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Richtig: C. Eine Körperverletzung ist keine Verhandlungssache für die Wachperson. Du dokumentierst und gibst an Polizei und Vorgesetzte ab. Ob der Verletzte später einen Strafantrag stellt, entscheidet er selbst.
Welcher Schritt gehört in ein gutes Klärungsgespräch auf den unteren Eskalationsstufen?
- A) Beide gleichzeitig reden lassen, damit es schneller geht
- B) Das Gespräch bewusst vor Publikum führen, damit Zeugen da sind
- C) Das Gesagte zusammenfassen und nach den eigentlichen Interessen fragen
- D) Sofort eine eigene Lösung vorgeben und keine Rückfragen der Beteiligten zulassen
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Richtig: C. Zusammenfassen und nach Interessen fragen zeigt, dass du zuhörst, und öffnet Lösungen. Publikum und vorgegebene Lösungen verhärten die Fronten.
Zum Thema Wie löst man einen Konflikt? →
Deeskalation: Grundregeln für den Dienst
Welche Verhaltensweisen wirken deeskalierend?
- A) Leicht seitlich stehen und mehr als eine Armlänge Abstand halten
- B) Die Person von mehreren Seiten umstellen, damit sie nicht wegkann
- C) Mit kurzen, einfachen Sätzen beim Sie bleiben
- D) Die Person beruhigend an der Schulter fassen
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Richtig: A und C. Abstand, seitliche Position und klare, respektvolle Sprache senken den Druck. Einkreisen und unangekündigte Berührungen wirken dagegen bedrohlich.
Was ist das Ziel der Deeskalation?
- A) Die Hausordnung im Zweifel aufzugeben, damit Ruhe herrscht
- B) Die Lage zu beruhigen, ohne die Regel aufzugeben
- C) Dem Gegenüber zu zeigen, wer das Sagen hat
- D) Die Person so lange zu beschäftigen, bis sie freiwillig aufgibt
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Richtig: B. Deeskalation heißt nicht nachgeben. Die Sache bleibt klar, nur die Form wird ruhig. Machtdemonstrationen wirken eskalierend.
Ein Gast beschimpft dich und deinen Kollegen. Dein Kollege und du redet gleichzeitig auf ihn ein. Was ist daran problematisch?
- A) Nichts, zwei Stimmen überzeugen schneller als eine
- B) Es fehlt eine schriftliche Ermahnung
- C) Der Gast könnte sich bedrängt fühlen, weil mehrere auf ihn einreden
- D) Mit beleidigenden Gästen dürfen nur Vorgesetzte oder die Objektleitung sprechen
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Richtig: C. Bei der Deeskalation spricht immer nur eine Person. Mehrere Sprecher erhöhen den Druck und verwirren das Gegenüber.
Welche Aussagen zur Körpersprache in einer angespannten Lage sind richtig?
- A) Offene, sichtbare Hände wirken beruhigend
- B) Verschränkte Arme zeigen Ruhe und Gelassenheit
- C) Ein ausgestreckter Zeigefinger unterstreicht die Anweisung sinnvoll
- D) Hektische Bewegungen sollten vermieden werden
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Richtig: A und D. Sichtbare, offene Hände und ruhige Bewegungen signalisieren, dass von dir keine Gefahr ausgeht. Verschränkte Arme und der Zeigefinger wirken abweisend oder belehrend.
Warum solltest du einem aufgebrachten Besucher einen Ausweg lassen?
- A) Weil er sonst Anspruch auf Schadensersatz hat
- B) Weil das Hausrecht dies ausdrücklich vorschreibt
- C) Weil du ihn sonst festhalten müsstest, bis die Polizei eintrifft
- D) Weil Menschen, die sich eingeengt fühlen, eher angreifen
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Richtig: D. Wer keinen Ausweg sieht, wehrt sich eher. Ein offener Weg und die Möglichkeit, das Gesicht zu wahren, machen den Rückzug leichter.
Ein Besucher holt plötzlich zum Schlag gegen dich aus. Was gilt?
- A) Du musst zuerst weiter versuchen, ihn verbal zu beruhigen
- B) Du darfst dich im Rahmen der Notwehr verteidigen
- C) Du darfst erst handeln, wenn der erste Schlag getroffen hat
- D) Du musst ihn vorher förmlich verwarnen
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Richtig: B. Bei einem gegenwärtigen Angriff darfst du dich nach §32 StGB verteidigen. Ein vorheriger Deeskalationsversuch ist dafür keine Voraussetzung, und abwarten musst du nicht.
Zum Thema Deeskalation: Grundregeln für den Dienst →
Deeskalation in der Praxis: Beispiele aus dem Wachdienst
Am Einlass wirft dir ein abgewiesener Gast Rassismus vor. Der echte Grund ist, dass die zulässige Gästezahl erreicht ist. Wie reagierst du am besten?
- A) Du lachst den Vorwurf weg, damit er nicht ernst genommen wird
- B) Du nennst ruhig den echten Grund und machst deutlich, dass er für alle gilt
- C) Du lässt ihn ausnahmsweise doch rein, damit vor dem Club wieder Ruhe einkehrt und niemand filmt
- D) Du erteilst ihm wegen des Vorwurfs sofort ein dauerhaftes Hausverbot
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Richtig: B. Ein sachlicher, für alle geltender Grund entkräftet den Vorwurf. Weglachen wirkt kränkend, und eine Ausnahme würde die Regel und die Sicherheit untergraben.
Ein Lkw-Fahrer mit wenig Deutschkenntnissen wird an der Pforte laut. Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
- A) Selbst lauter sprechen, damit er besser versteht
- B) Mit einfachen Wörtern, Zeigen oder einer Übersetzungs-App arbeiten
- C) Die Scheibe schließen und ihn warten lassen, bis er sich beruhigt
- D) Ihm konkret zeigen, wo er warten kann und welches Papier fehlt
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Richtig: B und D. Oft ist Lautstärke ein Verständigungsproblem. Einfache Verständigung und ein konkreter Lösungsweg senken den Druck, Lautwerden und Abweisen erhöhen ihn.
Du sprichst als Ladendetektiv eine Kundin nach einem beobachteten Diebstahl an. Sie wird laut, flieht aber nicht. Was ist richtig?
- A) Du bittest sie, ohne Publikum mit ins Büro zu kommen
- B) Du forderst sie vor allen Kunden auf, sofort die Tasche zu leeren
- C) Du hältst sie vorsorglich am Arm fest
- D) Du durchsuchst ihre Jacke, um die Ware sicherzustellen
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Richtig: A. Ein Gespräch ohne Publikum lässt ihr die Möglichkeit, das Gesicht zu wahren. Festhalten ist erst bei Fluchtverdacht oder fehlender Identität erlaubt, und eine Durchsuchung gegen ihren Willen deckt das Festnahmerecht nicht.
Ein Angehöriger in der Notaufnahme tritt aus Sorge gegen Stühle. Welche Reaktion entspricht guter Deeskalation?
- A) Ihm sofort vor allen Wartenden Hausverbot androhen
- B) Ihm versprechen, dass seine Mutter als Nächste behandelt wird, wenn er sich jetzt beruhigt
- C) Ihn ohne Ansprache an beiden Armen aus dem Wartebereich führen
- D) Die Sorge ansprechen und gleichzeitig die Grenze klar benennen
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Richtig: D. Gefühl spiegeln und Grenze setzen gehören zusammen. Versprechen über die Behandlung darfst du nicht geben, und Drohungen vor Publikum verschärfen die Lage.
Warum ist es oft sinnvoll, einen Konflikt vom Publikum wegzuholen?
- A) Weil Zuschauer Zeugen sind und das nicht erlaubt ist
- B) Weil vor Zuschauern niemand gern nachgibt
- C) Weil die Person dann leichter ihr Gesicht wahren kann
- D) Weil das Hausrecht nur in Nebenräumen gilt
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Richtig: B und C. Vor Freunden oder Fremden fällt Nachgeben schwer. Abseits kann sich jemand zurückziehen, ohne sein Gesicht zu verlieren. Das Hausrecht gilt im ganzen Objekt.
Während eines Gesprächs am Einlass zieht ein Gast ein Messer. Was hat jetzt Vorrang?
- A) Das Gespräch fortsetzen, bis er sich beruhigt
- B) Das Messer sofort selbst entwenden
- C) Eigenschutz, Abstand, Warnung der Kollegen und Notruf
- D) Ihn zur Rede stellen und deutlich fragen, warum er ein Messer bei sich trägt
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Richtig: C. Mit einer Waffe ist die Lage keine Gesprächssituation mehr. Abstand, Deckung, Warnen und Polizei gehen vor, ein Entwaffnungsversuch bringt dich in große Gefahr.
Zum Thema Deeskalation in der Praxis: Beispiele aus dem Wachdienst →
Eigensicherung
Was hat bei der Eigensicherung Vorrang?
- A) Der Schutz der Sachwerte des Auftraggebers
- B) Die Festnahme des Täters
- C) Der Schutz der eigenen Gesundheit
- D) Die vollständige Dokumentation
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Richtig: C. Eigenschutz geht vor Sachschutz. Sachwerte sind ersetzbar und meist versichert, die eigene Gesundheit nicht.
Du stellst bei einer Alarmverfolgung eine aufgebrochene Tür fest. Was ist richtig?
- A) Du gehst hinein und forderst eventuelle Täter auf, herauszukommen
- B) Du ziehst dich auf eine sichere Position zurück und rufst die Polizei
- C) Du schließt die Tür von außen ab, damit niemand aus dem Gebäude fliehen kann
- D) Du informierst die Leitstelle und beobachtest aus sicherer Entfernung
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Richtig: B und D. Täter können noch im Objekt sein. Rückzug, Notruf, Meldung und Beobachtung aus sicherer Position sind richtig. Einschließen kann Täter in die Enge treiben und gefährlich werden.
Warum solltest du bei einer angespannten Person vor allem auf die Hände achten?
- A) Weil Angriffe von den Händen ausgehen
- B) Weil man an den Händen die Herkunft eines Menschen erkennt
- C) Weil Handbewegungen zeigen, ob jemand die Wahrheit sagt
- D) Weil die Hände die Lautstärke der Stimme beeinflussen
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Richtig: A. Schläge, Stiche und das Ziehen von Gegenständen gehen von den Händen aus. Deshalb sind sie das wichtigste Warnsignal.
Was unterscheidet Deckung von Sichtschutz?
- A) Es gibt keinen Unterschied, beide Begriffe meinen dasselbe
- B) Deckung bietet Schutz vor Angriffen, Sichtschutz verbirgt dich nur
- C) Sichtschutz ist sicherer, weil dich ein Angreifer dahinter gar nicht erst sehen kann
- D) Deckung gibt es nur in Gebäuden, Sichtschutz nur im Freien
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Richtig: B. Eine Glastür oder ein Busch verbergen dich, halten aber nichts ab. Deckung, etwa eine massive Wand, schützt tatsächlich.
Du kontrollierst mit einer Kollegin einen Gast. Wie teilt ihr die Rollen sinnvoll auf?
- A) Beide sprechen abwechselnd auf den Gast ein
- B) Eine Person spricht, die andere beobachtet versetzt Umfeld und Hände
- C) Ihr nehmt den Gast in die Mitte, damit er nicht weggehen kann
- D) Ihr vereinbart vorher ein Zeichen für Abbruch und Rückzug
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Richtig: B und D. Ein Sprecher und eine sichernde Person, dazu ein vereinbartes Abbruchzeichen, sind die Grundlage der Eigensicherung im Team. Einkreisen erhöht die Angriffsgefahr.
Bei einer Taschenkontrolle am Einlass: Wie schützt du dich vor Verletzungen?
- A) Du greifst zügig in die Tasche, damit es schnell geht
- B) Du schüttest den Inhalt auf den Tisch aus
- C) Du lässt den Besitzer die Tasche selbst öffnen und den Inhalt zeigen
- D) Du tastest die Tasche vorher von außen kräftig ab, um Gegenstände zu erfühlen
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Richtig: C. Wer selbst öffnet und zeigt, schützt dich vor Spritzen, Klingen und Glas. Kräftiges Abtasten kann zu Stichverletzungen führen, Ausschütten oder Hineingreifen ohne Einwilligung ist zudem rechtlich nicht gedeckt.
Stress im Dienst und Stressbewältigung
Was versteht man unter einem Stressor?
- A) Die körperliche Reaktion auf eine Belastung
- B) Ein Medikament gegen Stress
- C) Den Auslöser einer Stressreaktion
- D) Eine Phase der Erholung nach dem Dienst
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Richtig: C. Der Stressor ist der Auslöser, etwa Lärm oder eine Bedrohung. Die Reaktion darauf ist der Stress selbst.
Welche Aussagen zu Eustress und Distress sind richtig?
- A) Eustress kann die Leistungsfähigkeit steigern
- B) Distress ist auf Dauer gesundheitsschädlich
- C) Eustress entsteht nur bei körperlicher Arbeit
- D) Distress tritt nur bei Großschadenslagen auf
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Richtig: A und B. Eustress ist positiver Stress, der aktiviert. Distress ist negativer Stress, der bei Dauer oder Überforderung schadet. Beide sind nicht an bestimmte Tätigkeiten gebunden.
Welche Folgen hat starker akuter Stress häufig auf deine Wahrnehmung?
- A) Ein erweitertes Blickfeld
- B) Tunnelblick
- C) Eingeschränktes Hören
- D) Bessere Feinmotorik
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Richtig: B und C. Unter akutem Stress verengt sich das Blickfeld, Geräusche werden ausgeblendet und die Feinmotorik leidet. Deshalb müssen Abläufe vorher geübt werden.
In welcher Reihenfolge laufen die Phasen der Stressreaktion nach Selye ab?
- A) Widerstand, Alarm, Erschöpfung
- B) Erschöpfung, Alarm, Widerstand
- C) Alarm, Erschöpfung, Widerstand
- D) Alarm, Widerstand, Erschöpfung
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Richtig: D. Zuerst mobilisiert der Körper seine Kräfte (Alarmreaktion), dann passt er sich an (Widerstand), bei anhaltender Belastung folgt die Erschöpfung.
Ein Kollege trinkt vor der Nachtschicht zwei Bier, um entspannter zu sein. Wie ist das zu bewerten?
- A) Unbedenklich, solange er nicht betrunken wirkt und seinen Dienst normal verrichtet
- B) Zulässig, wenn der Auftraggeber zustimmt
- C) Unzulässig, bei Dienstantritt muss Nüchternheit gegeben sein
- D) Erlaubt, wenn er keine Waffe führt
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Richtig: C. Die DGUV Vorschrift 23 verbietet berauschende Mittel im Dienst und verlangt Nüchternheit bei Dienstantritt. Alkohol ist zudem kein geeignetes Mittel zur Stressbewältigung.
Was hilft dir am meisten, um in einer plötzlichen Alarmsituation handlungsfähig zu bleiben?
- A) Sofort loslaufen, um keine Zeit zu verlieren
- B) Abläufe, die du vorher in Unterweisungen geübt hast
- C) Ein Energydrink zu Beginn jeder Schicht
- D) Den Alarm erst einmal zu ignorieren, bis der Puls sinkt
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Richtig: B. Unter Stress greift man auf Gewohntes zurück. Eingeübte Abläufe und ein kurzer Moment zum Durchatmen sichern sinnvolles Handeln.
Zum Thema Stress im Dienst und Stressbewältigung →
Gruppe, Menge und Masse
Welche Merkmale kennzeichnen eine Gruppe?
- A) Ein Wir-Gefühl der Mitglieder
- B) Eine sehr große Zahl von Personen
- C) Verteilte Rollen und gemeinsame Normen
- D) Zufälliges Zusammentreffen ohne Beziehung
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Richtig: A und C. Gruppen sind überschaubar, haben ein Zusammengehörigkeitsgefühl, Rollen und Normen. Zufälliges Zusammentreffen beschreibt die Menge.
Fahrgäste warten auf dem Bahnsteig auf verschiedene Züge. Wie nennt man diese Ansammlung?
- A) Gruppe
- B) Masse
- C) Menge
- D) Versammlung
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Richtig: C. Die Wartenden sind zufällig am selben Ort und verfolgen eigene Ziele. Das ist eine Menge. Erst ein gemeinsamer Fokus mit emotionaler Verbindung macht daraus eine Masse.
Was bedeutet Verantwortungsdiffusion in einer großen Menschenmenge?
- A) Jeder Einzelne übernimmt besonders viel Verantwortung
- B) Die Verantwortung liegt automatisch beim Veranstalter
- C) Die Polizei trägt die alleinige Verantwortung für alle Anwesenden
- D) Jeder verlässt sich darauf, dass ein anderer eingreift
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Richtig: D. Bei vielen Zuschauern fühlt sich der Einzelne weniger zuständig. Deshalb hilft in großen Mengen oft niemand, obwohl viele etwas sehen.
Welche Merkmale beschreibt Le Bon für den Menschen in der Masse?
- A) Gefühle übertragen sich schnell auf andere
- B) Die Hemmschwelle sinkt
- C) Das kritische Denken wird geschärft
- D) Jeder fühlt sich stärker persönlich verantwortlich
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Richtig: A und B. Gefühlsansteckung und sinkende Hemmschwellen sind zentrale Merkmale nach Le Bon. Kritisches Denken und Verantwortungsgefühl nehmen in der Masse eher ab.
Eine Gruppe von fünf jungen Männern pöbelt am Einlass. Wie gehst du sinnvoll vor?
- A) Du sprichst alle fünf gleichzeitig mit erhobener Stimme an
- B) Du sprichst gezielt den Wortführer an
- C) Du stellst den Lautesten vor seinen Freunden bloß
- D) Du gehst allein mitten in die Gruppe, um Präsenz zu zeigen
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Richtig: B. Der Wortführer hat Einfluss auf die anderen. Bloßstellen vor der Gruppe provoziert Widerstand, und allein mitten in eine Gruppe zu gehen, gefährdet dich.
Vor einer Bühne stehen die Besucher immer dichter, einige heben hilfesuchend die Arme. Was ist zu tun?
- A) Abwarten, weil Gedränge vor der Bühne bei Konzerten normal ist
- B) Selbst in die Menge gehen und Leute herausziehen
- C) Sofort die Einsatzleitung über die Lage informieren
- D) Die Eingänge schließen und ansonsten das Konzert weiterlaufen lassen
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Richtig: C. Zu hohe Dichte ist eine akute Gefahr. Die Einsatzleitung kann Programm unterbrechen und Durchsagen veranlassen. Allein in die Menge zu gehen, bringt dich selbst in Gefahr.
Zum Thema Gruppe, Menge und Masse →
Panik: Entstehung und richtiges Verhalten
Welche Umstände begünstigen die Entstehung einer Massenpanik?
- A) Gut sichtbare und offene Notausgänge
- B) Das Gefühl, der Ausweg schließe sich
- C) Fehlende Information über das Geschehen
- D) Ruhige, klare Durchsagen der Einsatzleitung
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Richtig: B und C. Panik entsteht vor allem bei vermuteter Gefahr, scheinbar versperrtem Ausweg und fehlender Information. Offene Ausgänge und klare Durchsagen wirken vorbeugend.
Wie sollte eine Anweisung an eine flüchtende Menschenmenge formuliert sein?
- A) Ausführlich, damit alle den Grund verstehen
- B) Kurz, klar und mit konkreter Richtung
- C) Möglichst leise, um niemanden zu erschrecken
- D) Nur auf Englisch, damit sie international verständlich ist
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Richtig: B. Menschen unter Angst nehmen nur kurze, klare Botschaften auf. Eine konkrete Richtung gibt Orientierung.
Welche Aussagen zu Durchsagen und Alarmierung bei einer Veranstaltung sind richtig?
- A) Begriffe wie Feuer oder Bombe können über Lautsprecher eine Fluchtwelle auslösen
- B) Durchsagen bei Veranstaltungen sind ohne Genehmigung der Polizei verboten
- C) Für das Personal werden oft Codewörter vereinbart
- D) Durchsagen sollten den Grund möglichst ausführlich erklären
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Richtig: A und C. Alarmierende Begriffe können Panik auslösen. Codewörter informieren das Personal, ohne die Besucher zu beunruhigen. Lange Erklärungen werden unter Angst nicht aufgenommen.
Eine Besucherin atmet sehr schnell, zittert und ist nach einem lauten Knall wie erstarrt. Was tust du?
- A) Du lässt sie in Ruhe, damit sie sich allein fängt
- B) Du forderst sie streng auf, sich zusammenzureißen und sofort allein zum Ausgang zu gehen
- C) Du gibst ihr etwas Alkohol zur Beruhigung
- D) Du sprichst langsam, bleibst bei ihr und führst sie an einen ruhigeren Ort
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Richtig: D. Menschen in Panik brauchen Nähe, Ruhe und einfache Führung. Allein lassen oder Druck machen verschlimmert die Lage, Alkohol ist ungeeignet.
Welche Aussage zu Massenunglücken bei Großveranstaltungen trifft nach heutigem Wissen zu?
- A) Sie entstehen fast immer durch kopflose Panik
- B) Viele entstehen durch zu hohe Dichte an Engstellen
- C) Gedränge ist ungefährlich, solange die Menschen ruhig sind
- D) Sie lassen sich durch Absperrgitter allein verhindern
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Richtig: B. Viele Unglücke entstehen durch Gedränge an Engstellen, selbst wenn die Menschen ruhig sind. Deshalb sind Besucherlenkung und freie Wege so wichtig.
Welche Maßnahmen dienen der Vorbeugung gegen Panik?
- A) Fluchtwege bei Rundgängen auf freie Zugänglichkeit prüfen
- B) Notausgänge gegen unbefugtes Hinausgehen abschließen
- C) Zulässige Besucherzahlen einhalten
- D) Gegenströme zulassen, damit Besucher ihre Sachen holen können
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Richtig: A und C. Freie Fluchtwege und eingehaltene Besucherzahlen nehmen der Panik die Grundlage. Verschlossene Notausgänge und Gegenströme erhöhen die Gefahr.
Zum Thema Panik: Entstehung und richtiges Verhalten →
Verhalten in Gefahrensituationen
Was steht im Grundschema für Gefahrensituationen vor dem Helfen und Retten?
- A) Der Eigenschutz
- B) Die schriftliche Dokumentation
- C) Das Alarmieren
- D) Die Information der Presse
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Richtig: A und C. Nach dem Erkennen kommen Eigenschutz und Alarmierung, dann Helfen und Retten. Dokumentiert wird am Ende, die Presse ist nicht Aufgabe der Wachperson.
Du nimmst einen telefonischen Drohanruf entgegen. Was ist richtig?
- A) Sofort auflegen, um die Leitung freizuhalten
- B) Den Anrufer reden lassen und alles notieren, was er sagt
- C) Selbst entscheiden, ob das Gebäude geräumt wird
- D) Den Anrufer unter Druck setzen, damit er seinen Namen und seine Adresse nennt
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Richtig: B. Je mehr der Anrufer sagt, desto mehr Hinweise hat die Polizei. Über eine Räumung entscheiden Verantwortliche und Polizei.
Im Foyer steht ein herrenloser Koffer, aus dem Drähte ragen. Wie verhältst du dich?
- A) Du öffnest ihn vorsichtig, um den Besitzer zu finden
- B) Du hältst Abstand und bringst Personen aus dem Bereich
- C) Du trägst ihn ins Freie, damit niemand gefährdet wird
- D) Du verständigst die Polizei und nutzt Funk nicht in unmittelbarer Nähe
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Richtig: B und D. Verdächtige Gegenstände werden nicht berührt oder bewegt. Abstand, Räumung des Bereichs und Polizei sind richtig, Funk und Handy nicht direkt am Gegenstand benutzen.
Ein bewaffneter Täter überfällt den Kassenbereich, den du bewachst. Was hat Vorrang?
- A) Den Täter sofort mit dem Schlagstock abwehren
- B) Den Alarm lautstark vor den Augen des Täters auslösen
- C) Den Täter unauffällig bis zu seinem Fluchtfahrzeug verfolgen, sobald er flieht
- D) Keinen Widerstand leisten und sich Merkmale einprägen
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Richtig: D. Bei einem bewaffneten Überfall hat das Leben Vorrang. Alarm wird nur ausgelöst, wenn es gefahrlos geht, eine Verfolgung bringt dich und andere in Gefahr.
Welche Angaben gehören in einen Notruf?
- A) Wo ist es passiert
- B) Wie lange du schon im Dienst bist
- C) Wie viele Betroffene es gibt
- D) Wer der Auftraggeber des Objekts ist
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Richtig: A und C. Die W-Fragen umfassen Ort, Ereignis, Zahl der Betroffenen, Art der Verletzungen und das Warten auf Rückfragen. Deine Dienstzeit und der Auftraggeber sind für die Leitstelle zunächst unwichtig.
Bei einer Amoklage hörst du Schüsse im Nachbargebäude. Flucht ist nicht möglich. Was tust du?
- A) Du gehst mit Reizstoffsprühgerät in Richtung der Schüsse
- B) Du stellst dich an den Haupteingang deines Gebäudes, um alle ankommenden Personen zu kontrollieren
- C) Du versteckst dich, verschließt die Tür und alarmierst, sobald es gefahrlos geht
- D) Du schaltest das Licht ein, damit die Polizei dich findet
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Richtig: C. Wenn Flucht nicht möglich ist, gilt: verstecken, verbarrikadieren, still sein und alarmieren. Auf den Täter zuzugehen, ist lebensgefährlich und nicht deine Aufgabe.
Zum Thema Verhalten in Gefahrensituationen →
Umgang mit Jugendlichen
Wer ist Jugendlicher im Sinne des Jugendschutzgesetzes?
- A) Wer 12, aber noch nicht 16 Jahre alt ist
- B) Wer 16, aber noch nicht 21 Jahre alt ist
- C) Wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist
- D) Wer 14, aber noch nicht 21 Jahre alt ist
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Richtig: C. Nach §1 JuSchG sind Jugendliche Personen ab 14 und unter 18 Jahren. Die 18- bis 20-Jährigen heißen nach dem JGG Heranwachsende.
Eine 15-Jährige möchte an der Bar eines Festivals ohne Begleitung ein Bier kaufen. Was gilt?
- A) Das ist erlaubt, Bier gibt es ab 14 Jahren
- B) Das ist nicht erlaubt, ohne Eltern gibt es Bier erst ab 16
- C) Das ist erlaubt, wenn sie ein Formular ihrer Eltern dabei hat
- D) Das ist erlaubt, wenn sie in Begleitung einer volljährigen Freundin ist
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Richtig: B. Bier, Wein und Sekt dürfen an unter 16-Jährige nicht abgegeben werden. Ausnahme ist nur die Begleitung durch eine personensorgeberechtigte Person ab 14 Jahren, nicht durch eine Freundin oder ein Formular.
Ein 17-Jähriger ohne Begleitung ist in einer Diskothek. Bis wann darf er bleiben?
- A) Bis 22 Uhr
- B) Bis 2 Uhr
- C) Ohne zeitliche Grenze
- D) Bis 24 Uhr
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Richtig: D. Nach §5 JuSchG dürfen Jugendliche ab 16 ohne Begleitung höchstens bis 24 Uhr an öffentlichen Tanzveranstaltungen teilnehmen.
Welche Verhaltensweisen sind im Umgang mit einer Gruppe Jugendlicher sinnvoll?
- A) Den Wortführer möglichst ohne Publikum ansprechen
- B) Den Lautesten vor seinen Freunden zurechtweisen
- C) Jugendsprache nachahmen, um Nähe zu zeigen
- D) Für alle Gruppen dieselbe Regel anwenden
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Richtig: A und D. Ansprache ohne Bloßstellung und gleiche Regeln für alle schaffen Akzeptanz. Bloßstellen provoziert, nachgeahmte Jugendsprache wirkt unglaubwürdig.
Was gilt für Tabak und E-Zigaretten bei Jugendlichen in der Öffentlichkeit?
- A) Rauchen ist ab 16 Jahren erlaubt
- B) Nikotinfreie E-Zigaretten sind für Jugendliche erlaubt
- C) Abgabe und Konsum sind für alle unter 18 verboten
- D) Mit Einverständnis der Eltern ist Rauchen ab 14 erlaubt
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Richtig: C. §10 JuSchG verbietet, Tabak und nikotinhaltige Produkte an Kinder und Jugendliche abzugeben oder ihnen den Konsum in der Öffentlichkeit zu gestatten. Das gilt ausdrücklich auch für nikotinfreie E-Zigaretten und E-Shishas.
Ein 12-Jähriger steckt im Laden eine Tafel Schokolade ein. Wie gehst du vor?
- A) Du nimmst ihn nach §127 StPO mit Zwang fest
- B) Du sprichst ihn an und informierst Eltern oder Polizei
- C) Du behältst ihn ohne Zwang bei dir, bis jemand übernimmt
- D) Du lässt ihn gehen, weil Kinder nichts falsch machen können
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Richtig: B und C. Kinder unter 14 sind schuldunfähig. Nach überwiegender Ansicht greift das Festnahmerecht deshalb nicht. Du sprichst das Kind an, informierst Eltern oder Polizei und behältst es ohne Zwang in deiner Obhut.
Zum Thema Umgang mit Jugendlichen →
Umgang mit älteren Menschen
Wie sprichst du eine schwerhörige ältere Person am besten an?
- A) Von hinten auf die Schulter tippen und laut rufen
- B) Von vorn, mit sichtbarem Gesicht und deutlicher Aussprache
- C) Möglichst schnell, damit sie sich nicht zu lange anstrengen muss
- D) Mit vereinfachter Babysprache, damit sie dich sicher versteht
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Richtig: B. Wer schlecht hört, profitiert vom Blick auf Gesicht und Mund und von deutlicher Sprache. Schreien, Hast und Babysprache helfen nicht und wirken herablassend.
Eine verwirrte ältere Frau sagt, sie müsse dringend zur Arbeit. Sie ist seit Jahren in Rente. Wie reagierst du?
- A) Du erklärst ihr deutlich, dass sie seit Jahren nicht mehr arbeitet
- B) Du schickst sie in die Richtung, in die sie gehen will
- C) Du lenkst ruhig um und bietest ihr an, sich erst kurz zu setzen
- D) Du bleibst bei ihr und verständigst bei Orientierungslosigkeit die Polizei
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Richtig: C und D. Menschen mit Demenz zu korrigieren, verunsichert sie. Umlenken, begleiten und Hilfe holen ist richtig. Allein weiterschicken kann sie gefährden.
Welche Anzeichen deuten auf einen Schlaganfall hin?
- A) Herabhängender Mundwinkel
- B) Starkes Schwitzen nach dem Treppensteigen
- C) Verwaschene Sprache
- D) Rötung im Gesicht nach einem warmen Getränk
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Richtig: A und C. Typische Warnzeichen sind ein hängender Mundwinkel, plötzliche Schwäche eines Arms oder Beins und verwaschene Sprache. Dann sofort 112 rufen.
Ein älterer Herr ist im Foyer gestürzt und liegt am Boden. Was tust du zuerst?
- A) Ihn schnell an beiden Armen hochziehen
- B) Ihm sofort etwas zu trinken geben
- C) Ihn liegen lassen und weitergehen, damit er sich nicht schämt
- D) Ihn fragen, ob und wo er Schmerzen hat
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Richtig: D. Nach einem Sturz können Knochenbrüche vorliegen. Erst fragen und einschätzen, bei Schmerzen oder Unsicherheit den Rettungsdienst rufen.
In der Bankfiliale, die du bewachst, will eine ältere Dame nervös telefonierend 20.000 Euro abheben, weil ein Polizist sie abholen wolle. Was ist richtig?
- A) Du hältst sie gegen ihren Willen fest, bis die Polizei da ist
- B) Du nimmst ihr das Telefon ab
- C) Du sprichst sie diskret an und informierst Bankpersonal oder Polizei
- D) Du mischst dich nicht ein, weil es ihr Geld ist und sie selbst darüber entscheiden darf
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Richtig: C. Das ist ein typisches Muster für Betrug durch falsche Polizeibeamte. Diskretes Ansprechen und Information an Bank und echte Polizei sind richtig, Zwang ist nicht gedeckt.
Was gilt bei einer Räumung für ältere Menschen mit Rollator?
- A) Sie brauchen oft mehr Zeit und sollten begleitet werden
- B) Sie werden als Letzte geräumt, damit sie niemanden aufhalten
- C) Im Brandfall nutzen sie bevorzugt den Aufzug
- D) Sie bleiben grundsätzlich im Gebäude und warten auf die Feuerwehr
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Richtig: A. Ältere Menschen mit Gehhilfen brauchen mehr Zeit und Unterstützung. Aufzüge sind im Brandfall tabu, wer nicht gehen kann, kommt nach Räumungsplan in einen sicheren Bereich.
Zum Thema Umgang mit älteren Menschen →
Umgang mit Betrunkenen und Berauschten
Welche Verhaltensweisen sind im Umgang mit einem stark Betrunkenen sinnvoll?
- A) Kurze, einfache Sätze verwenden
- B) Ausführlich erklären, warum er nicht reindarf
- C) Abstand halten, mehr als eine Armlänge
- D) Ihn mit einem Witz über seinen Zustand auflockern
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Richtig: A und C. Betrunkene nehmen nur einfache Botschaften auf und sind schwer berechenbar. Lange Erklärungen kommen nicht an, und Witze über den Zustand wirken kränkend.
Du hast einem stark Betrunkenen den Zutritt verweigert. Draußen sind minus fünf Grad, er kann kaum stehen und ist allein. Was ist richtig?
- A) Du hast deine Pflicht erfüllt, weil er sich jetzt außerhalb des Objekts befindet
- B) Du rufst ihm ein Taxi und lässt ihn dann allein auf den Fahrer warten
- C) Du sorgst dafür, dass jemand übernimmt, notfalls Rettungsdienst oder Polizei
- D) Du lässt ihn doch wieder herein, damit er sich aufwärmen kann
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Richtig: C. Die Abweisung ist erlaubt, aber eine hilflose Person darf nicht sich selbst überlassen werden. Sonst droht eine Strafbarkeit wegen unterlassener Hilfeleistung, unter Umständen sogar wegen Aussetzung nach §221 StGB.
Ein Gast wirkt betrunken, riecht aber nicht nach Alkohol und ist plötzlich sehr verwirrt. Woran musst du denken?
- A) An eine Unterzuckerung oder einen Schlaganfall
- B) Daran, dass er sich verstellt, um Ärger zu machen
- C) An eine mögliche Betäubung durch K.-o.-Tropfen
- D) Daran, dass Verwirrtheit ohne Alkohol immer harmlos ist
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Richtig: A und C. Scheinbare Trunkenheit kann ein medizinischer Notfall oder eine Betäubung sein. Im Zweifel rufst du den Rettungsdienst, bei Verdacht auf K.-o.-Tropfen auch die Polizei.
Eine betrunkene Person ist bewusstlos, atmet aber normal. Was tust du?
- A) Sie aufsetzen und ihr Kaffee geben
- B) Ihr kaltes Wasser ins Gesicht spritzen
- C) Sie ausschlafen lassen und in einer Stunde noch einmal nachsehen
- D) Sie in die stabile Seitenlage bringen und 112 rufen
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Richtig: D. Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung schützt die stabile Seitenlage vor dem Ersticken an Erbrochenem. Dazu Notruf, warm halten, nicht allein lassen.
Ein erkennbar schwer betrunkener Gast schlägt unkoordiniert nach dir. Was gilt für deine Verteidigung?
- A) Gegen Betrunkene ist Notwehr ausgeschlossen
- B) Du musst dich schlagen lassen, bis er erschöpft ist
- C) Du solltest zuerst ausweichen oder dich auf Schutz beschränken, wenn das ohne Gefahr geht
- D) Du darfst sofort mit voller Kraft zurückschlagen, weil auch Betrunkene rechtswidrig angreifen
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Richtig: C. Auch ein Betrunkener greift rechtswidrig an. Gegenüber erkennbar schuldlos Handelnden ist die Notwehr aber eingeschränkt: Ausweichen und Schutzwehr gehen vor.
Wem verbietet das Gaststättenrecht, an erkennbar Betrunkene Alkohol auszuschenken?
- A) Dem Gastwirt nur dann, wenn die Polizei es vorher angeordnet hat
- B) Dem Gewerbetreibenden, der die Getränke ausgibt
- C) Nur dem Sicherheitsdienst, der den Einlass kontrolliert
- D) Nur Kiosken und Tankstellen, nicht aber Gaststätten
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Richtig: B. Das Verbot richtet sich an den Gewerbetreibenden, der Alkohol ausgibt, im Bundesrecht in §20 Nr. 2 GastG. Eine polizeiliche Anordnung ist dafür nicht nötig.
Zum Thema Umgang mit Betrunkenen und Berauschten →
Umgang mit psychisch auffälligen Personen
Ein Besucher erzählt dir aufgeregt, er werde über die Lautsprecher im Einkaufszentrum verfolgt. Wie reagierst du am besten?
- A) Du erklärst ihm ausführlich, dass das technisch unmöglich ist
- B) Du bestätigst ihm, dass er tatsächlich verfolgt wird
- C) Du nimmst seine Angst ernst, ohne über die Verfolgung zu streiten
- D) Du bittest ihn ruhig, sich mit dir an einen ruhigeren Ort zu setzen
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Richtig: C und D. Wahninhalte weder bestätigen noch bestreiten. Das Gefühl ernst nehmen und Reize reduzieren hilft, Diskussionen über die Inhalte verschärfen die Lage.
Wer darf eine Person gegen ihren Willen in einer psychiatrischen Klinik unterbringen?
- A) Die Wachperson, wenn die Person im Objekt erheblich stört
- B) Der Hausrechtsinhaber des Objekts, in dem sie sich aufhält
- C) Jeder Bürger, der eine akute Gefahr bemerkt
- D) Zuständige Behörden und Gerichte nach Gesetz
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Richtig: D. Unterbringungen regeln die Psychisch-Kranken-Gesetze der Länder und das Betreuungsrecht. Die Wachperson hat dafür keine Befugnis, sie ruft Rettungsdienst oder Polizei.
Eine Frau sagt am Bahnsteig leise, sie wolle nicht mehr leben. Was ist richtig?
- A) Du nimmst die Äußerung ernst und fragst offen nach
- B) Du sprichst das Thema nicht an, um sie nicht auf Ideen zu bringen
- C) Du lässt sie nicht allein und rufst Rettungsdienst oder Polizei
- D) Du bittest sie, das Bahnhofsgelände zu verlassen
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Richtig: A und C. Suizidäußerungen immer ernst nehmen. Direktes Nachfragen schadet nicht, sondern entlastet. Die Person nicht allein lassen und Hilfe holen.
Welche Formulierung gehört in deinen Bericht über einen Einsatz mit einer verwirrten Person?
- A) Person ist offensichtlich schizophren
- B) Person sprach laut mit nicht anwesenden Personen
- C) Person ist im Viertel als psychisch krank bekannt
- D) Person hat vermutlich ihre Tabletten nicht genommen
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Richtig: B. Im Bericht stehen nur Beobachtungen. Diagnosen und Vermutungen über Krankheiten stehen dir nicht zu, und Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt.
Ein Mann steht erkennbar verwirrt an der Bahnsteigkante und macht Anstalten, vor einen einfahrenden Zug zu springen. Du hältst ihn am Arm zurück. Worauf kannst du dich stützen?
- A) Auf das Festnahmerecht nach §127 StPO, weil er den Bahnbetrieb stört
- B) Auf den rechtfertigenden Notstand nach §34 StGB
- C) Auf eine Befugnis zur Unterbringung psychisch kranker Menschen
- D) Auf das Weisungsrecht deines Arbeitgebers
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Richtig: B. Zur Abwendung einer akuten Lebensgefahr kann ein Eingriff durch Notstand gerechtfertigt sein. Eine Straftat liegt nicht vor, deshalb greift §127 StPO nicht, und eine Unterbringungsbefugnis hast du nicht.
Welche Verhaltensweisen sind im Gespräch mit einer Person in einer akuten psychischen Krise hilfreich?
- A) Mehrere Kollegen sprechen gleichzeitig beruhigend auf sie ein
- B) Bewegungen vorher ankündigen
- C) Zeitdruck aufbauen, damit die Lage schnell endet
- D) Ruhig, langsam und in kurzen Sätzen sprechen
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Richtig: B und D. Angekündigte Bewegungen und ruhige, einfache Sprache geben Sicherheit. Mehrere Sprecher und Zeitdruck überfordern und verschärfen die Krise.
Zum Thema Umgang mit psychisch auffälligen Personen →
Umgang mit Menschen mit Behinderung
Ein gehörloser Besucher kommt mit einer Gebärdensprachdolmetscherin zum Empfang. Wen sprichst du an?
- A) Die Dolmetscherin, weil sie dich versteht
- B) Den Besucher selbst, mit Blickkontakt zu ihm
- C) Beide abwechselnd, damit niemand benachteiligt wird
- D) Niemanden, du gibst nur schriftliche Hinweise aus
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Richtig: B. Gesprächspartner ist der Besucher. Die Dolmetscherin überträgt nur. Wer an der Person vorbei spricht, behandelt sie, als wäre sie nicht da.
Eine blinde Frau möchte mit ihrem gekennzeichneten Führhund eine öffentliche Veranstaltung besuchen. Hunde sind laut Hausordnung verboten. Was gilt?
- A) Der Hund muss draußen angebunden werden
- B) Die Frau braucht vorher eine Genehmigung der Polizei
- C) Die Hausordnung hat Vorrang, ohne Ausnahme
- D) Der Hund darf grundsätzlich mit hinein
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Richtig: D. Nach §12e BGG darf Menschen mit Behinderung der Zutritt zu Publikumsbereichen nicht wegen ihres Assistenzhundes verweigert werden, außer bei unverhältnismäßiger Belastung.
Welche Verhaltensweisen sind gegenüber einem Rollstuhlnutzer richtig?
- A) Hilfe anbieten und fragen, wie sie aussehen soll
- B) Den Rollstuhl ungefragt schieben, um Zeit zu sparen
- C) Bei längeren Gesprächen auf Augenhöhe gehen
- D) Sich zum Plaudern auf die Armlehne stützen
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Richtig: A und C. Hilfe wird angeboten, nicht aufgedrängt, und Gespräche auf Augenhöhe sind angenehmer. Der Rollstuhl gehört zum persönlichen Bereich und wird nicht ungefragt berührt.
Bei einer Taschenkontrolle findest du bei einem Gast Spritzen und einen Insulinpen. Wie gehst du vor?
- A) Du fragst diskret nach und lässt ihn erklären, wofür er sie braucht
- B) Du behältst die Spritzen ein, weil sie gefährlich sein könnten
- C) Du rufst sofort die Polizei, weil der Verdacht auf Drogenkonsum besteht
- D) Du verweigerst ihm den Zutritt ohne weitere Nachfrage
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Richtig: A. Insulin und Spritzen sind lebenswichtige Hilfsmittel für Menschen mit Diabetes. Diskretes Nachfragen genügt, Einbehalten oder Zutrittsverweigerung wäre eine unzulässige Benachteiligung.
Ein Gast bekommt im Foyer einen Krampfanfall. Was ist richtig?
- A) Gegenstände wegräumen und den Kopf schützen
- B) Ihn festhalten, damit er sich nicht verletzt
- C) Einen Gegenstand zwischen die Zähne schieben
- D) Die Uhrzeit merken, um die Dauer zu kennen
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Richtig: A und D. Während eines Anfalls schützt du vor Verletzungen und merkst dir die Dauer. Festhalten und Gegenstände in den Mund schaden. Dauert der Anfall länger als fünf Minuten, ruf 112.
Welche Aussage zu Behinderungen trifft zu?
- A) Eine Behinderung ist immer auf den ersten Blick zu erkennen
- B) Schwerbehindert ist man ab einem Grad der Behinderung von 30
- C) Behinderung entsteht auch durch Barrieren in der Umwelt
- D) Menschen mit Lernschwierigkeiten werden grundsätzlich geduzt
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Richtig: C. Nach §2 SGB IX entsteht Behinderung in Wechselwirkung mit Barrieren. Viele Behinderungen sind unsichtbar, und Schwerbehinderung beginnt bei einem Grad der Behinderung von 50.
Zum Thema Umgang mit Menschen mit Behinderung →
Interkulturelle Kompetenz
Welche Aussagen zum Begriff Kultur sind richtig?
- A) Kultur ist angeboren und ändert sich nicht
- B) Kultur wird erlernt und kann sich wandeln
- C) Ein Mensch gehört immer nur genau einer Kultur an
- D) Werte und Normen gehören zum weniger sichtbaren Teil einer Kultur
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Richtig: B und D. Kultur ist erlernt und wandelbar. Jeder gehört mehreren Kulturen an. Im Kultur-Eisberg liegen Werte und Normen unter der Wasseroberfläche, sichtbar sind etwa Sprache und Kleidung.
Ein Besucher spricht beim Gespräch mit dir laut und gestikuliert stark. Wie bewertest du das zunächst?
- A) Als sicheres Zeichen dafür, dass er gleich angreifen wird
- B) Als möglichen Kommunikationsstil oder Ausdruck von Aufregung
- C) Als ausreichenden Grund für eine sofortige Zutrittsverweigerung durch dich
- D) Als Beleidigung, die angezeigt werden sollte
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Richtig: B. Lautstärke und Gestik können Engagement, Aufregung oder einfach ein anderer Stil sein. Erst nachfragen, dann bewerten. Eigensicherung bleibt dabei trotzdem wichtig.
Woraus besteht interkulturelle Kompetenz?
- A) Aus Wissen über kulturelle Unterschiede
- B) Aus der Kenntnis möglichst vieler Fremdsprachen
- C) Aus einer offenen Haltung und angepasstem Handeln
- D) Aus festen Verhaltensregeln für jedes Herkunftsland
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Richtig: A und C. Interkulturelle Kompetenz verbindet Wissen, Haltung und Handeln. Feste Regeln pro Herkunftsland führen zu Stereotypen, Fremdsprachen helfen, sind aber nicht der Kern.
In einer Unterkunft musst du einem Bewohner eine wichtige Nachricht über einen Konflikt mit seinem Nachbarn übermitteln. Er spricht kaum Deutsch. Wen setzt du zum Übersetzen nicht ein?
- A) Seine zehnjährige Tochter
- B) Einen Dolmetscher des Betreibers
- C) Eine Übersetzungs-App für einfache Hinweise
- D) Einen geschulten Sprachmittler
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Richtig: A. Kinder sollen bei heiklen Themen wie Konflikten nicht übersetzen. Das belastet sie und verschiebt Rollen in der Familie. Geschulte Sprachmittler oder Dolmetscher sind die bessere Wahl.
Ein Mann gibt deiner Kollegin zur Begrüßung nicht die Hand, nickt ihr aber freundlich zu. Wie ist das einzuordnen?
- A) Als Beleidigung, die ein Hausverbot rechtfertigt
- B) Als deutliches Zeichen, dass er die Kollegin einschüchtern oder bedrohen will
- C) Möglicherweise als religiös begründete Form der Höflichkeit
- D) Als Verstoß gegen die Pflicht zum Händedruck
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Richtig: C. Manche Menschen geben aus religiösen Gründen Personen des anderen Geschlechts nicht die Hand. Das ist keine Abwertung, und eine Pflicht zum Händedruck gibt es nicht.
Welche Aussagen zu Kultur und Regeln im Dienst sind richtig?
- A) Gewalt kann mit kulturellen Gründen entschuldigt werden
- B) Die Hausordnung gilt für alle Besucher gleich
- C) Strengere Kontrollen nur wegen der Herkunft sind unzulässig
- D) Kulturelle Rücksicht bedeutet, auf Kontrollen ganz zu verzichten
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Richtig: B und C. Regeln gelten für alle gleich. Kultur entschuldigt keine Gewalt, und eine schärfere Behandlung allein wegen der Herkunft ist eine Diskriminierung.
Zum Thema Interkulturelle Kompetenz →
Diversität und gesellschaftliche Vielfalt
Welche Merkmale schützt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ausdrücklich?
- A) Die sexuelle Identität
- B) Die Zugehörigkeit zu einem Fußballverein
- C) Das Alter
- D) Die Höhe des Einkommens
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Richtig: A und C. §1 AGG nennt Rasse und ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität. Vereinszugehörigkeit und Einkommen gehören nicht dazu.
Ein Clubbetreiber weist dich an, heute keine Gäste mit dunkler Hautfarbe einzulassen. Wie ist das zu bewerten?
- A) Zulässig, weil der Betreiber das Hausrecht hat und Gäste frei auswählen darf
- B) Zulässig, wenn es vorher deutlich sichtbar auf der Hausordnung steht
- C) Unzulässig, weil der Einlass ein Massengeschäft im Sinne des AGG ist
- D) Zulässig, solange niemand beleidigt wird
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Richtig: C. Beim Einlass in eine Diskothek handelt es sich um ein Massengeschäft. Eine Benachteiligung wegen der ethnischen Herkunft ist nach §19 AGG unzulässig, das Hausrecht deckt sie nicht.
Nach welchen Kriterien wählst du Personen für eine Taschenkontrolle aus?
- A) Nach einem festen Schema, etwa jede fünfte Person
- B) Nach der vermuteten Herkunft
- C) Nach auffälligem Verhalten oder großem Gepäck
- D) Nach der Religion, die man an der Kleidung erkennt
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Richtig: A und C. Sachliche Kriterien wie ein festes Schema, Verhalten oder Gepäck sind zulässig. Eine Auswahl nach Herkunft oder Religion ist Diskriminierung und lenkt vom tatsächlichen Risiko ab.
Bei einer Einlasskontrolle bist du unsicher, ob eine Person lieber von einem Mann oder einer Frau abgetastet werden möchte. Was tust du?
- A) Du verzichtest ganz auf die Kontrolle
- B) Du fragst sie diskret, wer sie kontrollieren soll
- C) Du entscheidest nach dem Geschlechtseintrag im Ausweis, ohne zu fragen
- D) Du lässt sie von zwei Personen gleichzeitig abtasten
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Richtig: B. Eine diskrete Frage ist respektvoll und praxistauglich. Ein Verzicht auf die Kontrolle wäre unfair gegenüber allen anderen, eine Doppelkontrolle unverhältnismäßig.
Was versteht man unter einer mittelbaren Benachteiligung?
- A) Eine Beleidigung, die über Dritte weitergegeben wird
- B) Eine Benachteiligung, die nur im Internet stattfindet
- C) Eine Benachteiligung, die nicht von der Wachperson, sondern vom Auftraggeber selbst ausgeht und nur weitergegeben wird
- D) Eine scheinbar neutrale Regel, die eine Gruppe ohne sachlichen Grund besonders trifft
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Richtig: D. Mittelbar ist eine Benachteiligung, wenn eine neutral formulierte Regel bestimmte Gruppen ohne sachliche Rechtfertigung besonders benachteiligt. Wer handelt, spielt dafür keine Rolle.
Welche Personengruppen nennt die Bewachungsverordnung als besonders schutzbedürftig, etwa in Unterkünften für Geflüchtete?
- A) Allein reisende Frauen
- B) Homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen
- C) Personen mit hohem Einkommen
- D) Personen, die bereits länger in der Unterkunft leben
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Richtig: A und B. Genannt werden unter anderem allein reisende Frauen, homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen, Menschen mit Behinderung und Opfer schwerer Gewalt.
Zum Thema Diversität und gesellschaftliche Vielfalt →
Kundenorientierung und Auftreten
Wer gehört im Bewachungsgewerbe zu den Kunden, gegenüber denen du kundenorientiert auftrittst?
- A) Der Auftraggeber des Bewachungsvertrags
- B) Nur dein direkter Vorgesetzter
- C) Besucher und Mitarbeiter im bewachten Objekt
- D) Nur Personen, die für den Eintritt bezahlt haben
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Richtig: A und C. Kunde ist der Auftraggeber, und indirekt sind es alle, die im Objekt mit dir zu tun haben. Kundenorientierung hängt nicht davon ab, ob jemand Eintritt bezahlt.
Was gilt nach §18 BewachV für den Dienstausweis?
- A) Er wird zusammen mit einem Personaldokument mitgeführt
- B) Er muss nur auf Wunsch des Auftraggebers gezeigt werden
- C) Er ersetzt den Personalausweis während der Arbeitszeit
- D) Er darf einem amtlichen Ausweis möglichst ähnlich sehen
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Richtig: A. Der Ausweis wird zusammen mit dem im Bewacherregister angegebenen Ausweisdokument mitgeführt und Vollzugsbehörden auf Verlangen gezeigt. Er muss sich deutlich von amtlichen Ausweisen unterscheiden.
Welche Anforderung stellt §19 BewachV an die Dienstkleidung?
- A) Sie muss immer schwarz sein
- B) Sie muss der Polizeiuniform möglichst ähnlich sein, damit sie respektiert wird
- C) Sie muss sich deutlich von Polizei- und Militäruniformen unterscheiden
- D) Sie ist nur bei Veranstaltungen vorgeschrieben
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Richtig: C. Dienstkleidung darf nicht mit Uniformen von Polizei, Bundeswehr oder anderen Vollzugsorganen verwechselbar sein. Pflicht ist sie unter anderem beim Betreten befriedeten Besitztums im Dienst.
Ein Abteilungsleiter des Auftraggebers verlangt, dass du seinen Freund ohne Anmeldung durchlässt. Die Dienstanweisung schreibt Anmeldung vor. Wie handelst du?
- A) Du lässt den Freund durch, weil Mitarbeiter des Auftraggebers dir jederzeit Weisungen erteilen dürfen
- B) Du verweigerst unfreundlich jede weitere Diskussion
- C) Du lässt ihn durch und vermerkst das nicht im Wachbuch
- D) Du meldest den Besucher freundlich an und klärst Abweichungen mit deiner Einsatzleitung
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Richtig: D. Die Dienstanweisung gilt für alle Besucher gleich. Wünsche, die davon abweichen, klärst du über deine Einsatzleitung. Freundlich in der Form, klar in der Sache.
Welche Verhaltensweisen gehören zu einem professionellen Auftreten am Empfang?
- A) Private Telefonate, solange gerade kein Besucher da ist
- B) Aufrechte, offene Haltung und freundlicher Gruß
- C) Keine Zusagen machen, die außerhalb der eigenen Zuständigkeit liegen
- D) Lässiges Anlehnen an den Tresen, um entspannt zu wirken
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Richtig: B und C. Offene Haltung, Gruß und ehrliche Aussagen über die eigene Zuständigkeit schaffen Vertrauen. Private Telefonate und lässige Haltung wirken unprofessionell.
Was bedeutet der Grundsatz freundlich in der Form, klar in der Sache?
- A) Regeln höflich durchsetzen, ohne sie aufzugeben
- B) Bei freundlichen Besuchern auf Regeln verzichten
- C) Unfreundliche Besucher strenger behandeln als freundliche
- D) Immer lächeln und keine Regeln ansprechen
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Richtig: A. Die Regel bleibt bestehen, die Art der Durchsetzung ist respektvoll. Ungleichbehandlung je nach Sympathie widerspricht dem Grundsatz.
Zum Thema Kundenorientierung und Auftreten →
Beschwerden annehmen
Was ist der erste Schritt, wenn ein aufgebrachter Besucher sich bei dir beschwert?
- A) Ihm sofort erklären, warum die Regel richtig ist
- B) Zuhören und ihn ausreden lassen
- C) Ihn an die Geschäftsleitung verweisen, ohne nachzufragen
- D) Ihn auf seinen eigenen Fehler hinweisen
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Richtig: B. Wer ausreden darf, beruhigt sich schneller. Sofortige Rechtfertigungen oder Gegenvorwürfe verschärfen die Lage.
Ein Besucher beschwert sich über einen Kratzer an seinem Auto, den angeblich ein Schlagbaum verursacht hat. Was ist richtig?
- A) Du sagst ihm zu, dass die Firma den Schaden bezahlt
- B) Du nimmst seine Daten und den Sachverhalt auf und gibst den Fall weiter
- C) Du erklärst ihm, dass er selbst schuld ist
- D) Du bedauerst die Unannehmlichkeit, ohne eine Haftung anzuerkennen
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Richtig: B und D. Bedauern ist möglich, eine Haftungszusage aber nicht deine Entscheidung. Daten aufnehmen und weitergeben, die Klärung übernehmen Arbeitgeber und Versicherung.
Welche Reaktionen gelten als typische Fehler im Beschwerdegespräch?
- A) Danke für den Hinweis sagen
- B) Da kann ich nichts für
- C) Ja, der Kollege ist immer so
- D) Den Sachverhalt mit offenen Fragen klären
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Richtig: B und C. Rechtfertigen und Kollegen schlechtmachen sind klassische Fehler. Danken und mit offenen Fragen klären gehören zu einem guten Gesprächsablauf.
Was bedeutet es, wenn du sagst: Ich verstehe, dass Sie sich ärgern?
- A) Du gibst damit zu, dass dein Unternehmen einen Fehler gemacht hat und dafür haftet
- B) Du verpflichtest dich, eine Lösung zu liefern
- C) Du zeigst Verständnis für das Gefühl, ohne Schuld anzuerkennen
- D) Du beendest damit das Gespräch höflich
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Richtig: C. Verständnis für das Gefühl ist kein Schuldeingeständnis. Es signalisiert, dass du zuhörst, und senkt die Spannung.
Eine Beschwerde betrifft eine Entscheidung, für die du nicht zuständig bist. Wie gehst du vor?
- A) Du sagst nur, dass du nicht zuständig bist
- B) Du entscheidest trotzdem selbst, damit der Besucher zufrieden nach Hause geht
- C) Du ignorierst die Beschwerde, weil sie dich nicht betrifft
- D) Du nennst die zuständige Stelle und gibst die Beschwerde verbindlich weiter
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Richtig: D. Nicht zuständig zu sein, ist kein Grund zum Abwimmeln. Du sagst, wer zuständig ist, und sorgst dafür, dass die Beschwerde dort ankommt.
Ein Gast beschwert sich über dein Verhalten und kündigt eine Anzeige an. Was tust du?
- A) Du bleibst sachlich und dokumentierst den Vorfall
- B) Du informierst zeitnah selbst deinen Vorgesetzten
- C) Du verweigerst jede Auskunft über dich und deinen Arbeitgeber
- D) Du versuchst, ihn mit einem Gutschein umzustimmen
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Richtig: A und B. Ruhig bleiben, genau dokumentieren und den Vorgesetzten selbst informieren ist richtig. Name oder Kennnummer und Unternehmen nennst du nach den Vorgaben deines Arbeitgebers.
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