Prüfungsstoff

Die 9 Sachgebiete der Sachkundeprüfung

Die schriftliche und die mündliche Prüfung nach §34a GewO decken bundesweit dieselben neun Sachgebiete ab. Hier bekommst du einen Überblick, worum es in jedem geht. Für die Details klickst du dich in das jeweilige Sachgebiet.

Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
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Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

Die Grundlage des ganzen Berufs: Welche Rechte hat eine Wachperson, wo sind die Grenzen, und wie grenzt sich der private Sicherheitsdienst von der Polizei ab?

Datenschutzrecht
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Datenschutz

Wann darf eine Wachperson Daten erheben, speichern und weitergeben? Die wichtigsten Regeln aus DSGVO und BDSG für den Sicherheitsalltag.

Bürgerliches Gesetzbuch
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Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Eigentum, Besitz, Hausrecht und die zivilrechtlichen Notrechte: das Fundament für rechtssicheres Handeln im Objekt und gegenüber Personen.

Straf- und Strafverfahrensrecht
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Straf- und Strafverfahrensrecht

Die wichtigsten Straftatbestände für den Sicherheitsbereich und die Rechtfertigungsgründe, auf die sich eine Wachperson stützen darf.

Umgang mit Waffen
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Umgang mit Waffen

Was das Waffengesetz erlaubt und verbietet, welche Erlaubnisse es gibt und wie mit Waffen und gefährlichen Gegenständen umzugehen ist.

Unfallverhütungsvorschriften
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Unfallverhütungsvorschriften

Die DGUV Vorschrift 1 und die DGUV Vorschrift 23 für Wach- und Sicherungsdienste: Pflichten, Schutz und sicheres Verhalten im Dienst.

Umgang mit Menschen
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Umgang mit Menschen

Kommunikation, Deeskalation und interkulturelle Kompetenz: der Schwerpunkt der mündlichen Prüfung und das wichtigste Werkzeug im Alltag.

Grundzüge der Sicherheitstechnik
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Grundzüge der Sicherheitstechnik

Mechanische Sicherung, Melde- und Überwachungsanlagen sowie vorbeugender Brandschutz: die technische Seite der Sicherheitsarbeit.

Gewerberecht
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Gewerberecht

Die Spielregeln des Bewachungsgewerbes: §34a GewO, die Bewachungsverordnung, das Bewacherregister und die Pflichten von Unternehmer und Personal.

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Warum die Sachkundeprüfung in neun Sachgebiete gegliedert ist

Die Sachkundeprüfung nach §34a der Gewerbeordnung deckt ein breites Spektrum an Wissen ab, das eine Wachperson für ihre tägliche Arbeit braucht. Damit dieser umfangreiche Stoff überschaubar bleibt, ist er in neun klar abgegrenzte Sachgebiete unterteilt. Jedes dieser Felder steht für einen eigenen Themenbereich, der in der schriftlichen und in der mündlichen Prüfung abgefragt werden kann. Wer die Struktur einmal verstanden hat, merkt schnell, dass sich praktisch jede Prüfungsfrage einem dieser neun Bereiche zuordnen lässt. Das macht die Vorbereitung planbar, denn du kannst dir Bereich für Bereich vornehmen und musst den Stoff nicht als unübersichtlichen Berg vor dir herschieben.

Die neun Sachgebiete bauen inhaltlich aufeinander auf und ergänzen sich gegenseitig. Am Anfang stehen die rechtlichen Grundlagen, also das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, das Gewerberecht mit dem §34a GewO selbst, das Datenschutzrecht und das Bürgerliche Gesetzbuch. Diese Felder klären die Frage, in welchem rechtlichen Rahmen sich eine Wachperson überhaupt bewegt und welche Rechte und Pflichten sie hat. Darauf folgen die Bereiche, die sich mit dem konkreten Handeln im Einsatz befassen, nämlich das Straf- und Strafverfahrensrecht mit den Jedermannsrechten, der Umgang mit Waffen und die Unfallverhütungsvorschriften. Den Abschluss bilden die eher praktischen Felder, der Umgang mit Menschen und die Grundzüge der Sicherheitstechnik.

Die rechtlichen Sachgebiete als Fundament

Ein großer Teil der Prüfung dreht sich um Recht. Das ist kein Zufall, denn die wichtigste Aufgabe einer Wachperson ist es, innerhalb der gesetzlichen Grenzen zu handeln. Wer diese Grenzen nicht kennt, riskiert nicht nur Fehler im Einsatz, sondern macht sich im schlimmsten Fall selbst strafbar. Das Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erklärt das Verhältnis zwischen Staat, Polizei und privaten Sicherheitsdiensten und macht deutlich, dass eine Wachperson keine hoheitlichen Befugnisse hat. Das Gewerberecht regelt die Voraussetzungen für die Ausübung des Bewachungsgewerbes, die Erlaubnispflicht nach §34a GewO und die Vorgaben der Bewachungsverordnung. Das Datenschutzrecht gewinnt durch Videoüberwachung und Dokumentation immer mehr an Bedeutung, und das Bürgerliche Gesetzbuch liefert mit Eigentum, Besitz und Hausrecht die Grundlage für viele typische Situationen im Wachdienst.

Die handlungsorientierten Sachgebiete

Neben dem reinen Rechtswissen prüft die Sachkundeprüfung auch, ob eine Wachperson im Ernstfall richtig reagieren kann. Das Straf- und Strafverfahrensrecht ist hier zentral, denn es enthält die sogenannten Jedermannsrechte wie Notwehr, Nothilfe und die vorläufige Festnahme. Diese Rechte stehen jeder Person zu, sind aber an enge Voraussetzungen geknüpft, die man genau kennen muss. Der Umgang mit Waffen behandelt die rechtlichen Grenzen und den verantwortungsvollen Einsatz von Hilfsmitteln, wobei die meisten Wachtätigkeiten ohnehin unbewaffnet ausgeübt werden. Die Unfallverhütungsvorschriften schließlich schützen die Wachperson selbst, denn sie regeln, wie Arbeit sicher gestaltet wird und was im Fall eines Unfalls zu tun ist.

Die praktischen Sachgebiete

Die letzten beiden Felder sind besonders praxisnah. Der Umgang mit Menschen vermittelt Kommunikation, Deeskalation und interkulturelle Kompetenz. Gerade dieser Bereich entscheidet im Alltag oft darüber, ob eine angespannte Situation ruhig gelöst wird oder eskaliert. Die Grundzüge der Sicherheitstechnik geben einen Überblick über mechanische, elektronische und organisatorische Sicherungsmaßnahmen, von Schlössern über Alarmanlagen bis hin zu Streifengängen. Zusammen ergeben die neun Sachgebiete ein vollständiges Bild der Anforderungen, die der Beruf an eine Wachperson stellt. Auf den verlinkten Einzelseiten findest du zu jedem Sachgebiet eine ausführliche Erklärung mit den wichtigsten Begriffen, Definitionen und Beispielen, sodass du dich gezielt auf jeden Bereich vorbereiten kannst.