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Grundzüge der Sicherheitstechnik

Prüfungsfragen: Grundzüge der Sicherheitstechnik

Alle Übungsfragen zum Sachgebiet Grundzüge der Sicherheitstechnik mit Lösung und Erklärung. Selbst formuliert, nach dem IHK-Format mit einer oder zwei richtigen Antworten.

Stand: 06.11.2026Von Oliver Misch

Kurz gesagt: 216 Fragen aus 36 Themen. Lösung aufklappen, Erklärung lesen, bei Lücken direkt zur Themenseite springen.

Hier findest du alle 216 Übungsfragen zum Sachgebiet Grundzüge der Sicherheitstechnik, sortiert nach Themen. Wie in der IHK-Prüfung sind bei jeder Frage eine oder zwei Antworten richtig. Überleg dir deine Antwort, bevor du die Lösung aufklappst. Unter jeder Themenüberschrift kommst du zur ausführlichen Erklärung.

Wenn du lieber unter Prüfungsbedingungen üben willst, starte die Übung nur für dieses Sachgebiet oder gleich die Prüfungssimulation mit 82 Fragen in 120 Minuten.

Wie die schriftliche Prüfung bewertet wird

Seit dem 1. Juli 2025 besteht der schriftliche Teil aus 82 Fragen. Es gibt Teilpunkte: Bei einer Frage mit zwei richtigen Antworten bringt jede richtig angekreuzte Antwort einen Punkt. Insgesamt sind 120 Punkte möglich, zum Bestehen brauchst du 60. Mehr dazu auf der Seite zur Prüfung.

Grundzüge der Sicherheitstechnik

Welche Aufgaben erfüllt Sicherheitstechnik im Objektschutz?

  • A) Sie soll Täter abschrecken und ihren Angriff erschweren
  • B) Sie ersetzt die Wachperson vollständig, wenn sie VdS-anerkannt ist
  • C) Sie soll Angriffe erkennen und an eine hilfeleistende Stelle melden
  • D) Sie gibt dem Betreiber polizeiliche Befugnisse gegenüber Eindringlingen
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Richtig: A und C. Sicherheitstechnik schreckt ab, erschwert, erkennt, meldet und dokumentiert. Sie ersetzt aber nie die Reaktion durch Menschen und verleiht keinerlei hoheitliche Befugnisse.

Was beschreibt das Schalenprinzip?

  • A) Jedes Gebäude braucht genau eine besonders starke Außentür
  • B) Mehrere Sicherungsschichten hintereinander, die ein Täter nacheinander überwinden muss
  • C) Die Einteilung von Alarmanlagen in die Klassen A, B und C
  • D) Die Reihenfolge, in der eine Wachperson Meldungen abarbeitet
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Richtig: B. Beim Schalenprinzip liegen Grundstücksgrenze, Außenhaut, Innenbereich und Einzelobjekt wie Schalen hintereinander. Jede Schale kostet den Täter Zeit.

Ein Kollege schlägt vor, einen ständig auslösenden Bewegungsmelder mit Klebeband abzudecken. Wie beurteilst du das?

  • A) Zulässig, wenn es mit Uhrzeit und Grund im Wachbuch vermerkt wird
  • B) Zulässig, wenn der Melder in der letzten Woche mehrfach Fehlalarm ausgelöst hat
  • C) Unzulässig ohne Freigabe, die Störung wird gemeldet
  • D) Zulässig, solange die übrigen Melder im Raum einwandfrei funktionieren
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Richtig: C. Eigenmächtiges Abdecken oder Überbrücken hebt den Schutz an dieser Stelle auf. Störungen meldest du, Abschaltungen erfolgen nur mit ausdrücklicher Freigabe des Verantwortlichen.

Wofür steht VdS im Zusammenhang mit Sicherheitstechnik?

  • A) Für eine Prüfstelle der Versicherungswirtschaft
  • B) Für den Verband der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern
  • C) Für eine Rechtsverordnung des Bundes zur Sicherheitstechnik
  • D) Für eine Abteilung der IHK, die Sachkundeprüfungen abnimmt
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Richtig: A. Die VdS Schadenverhütung GmbH gehört zum Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Sie prüft und zertifiziert Produkte, Anlagen und Errichter, ist aber weder Behörde noch Gesetzgeber.

Welche Normen gehören zur Sicherheitstechnik für Gebäude und Wertbehältnisse?

  • A) DIN EN 1627 für einbruchhemmende Türen und Fenster
  • B) DIN EN 2 für Wertschutzschränke und Tresorräume
  • C) DIN EN 1143-1 für Wertschutzschränke und Wertschutzräume
  • D) DIN EN 356 für Schließzylinder und Schließanlagen
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Richtig: A und C. DIN EN 1627 regelt die RC-Klassen einbruchhemmender Bauteile, DIN EN 1143-1 die Wertbehältnisse. DIN EN 2 betrifft Brandklassen, DIN EN 356 angriffhemmende Verglasung.

Welche Aussage zur Wirkung einer Einbruchmeldeanlage stimmt?

  • A) Sie verhindert einen Einbruch, weil der Täter das Gebäude nicht betreten kann
  • B) Sie macht mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern überflüssig
  • C) Sie erkennt und meldet einen Angriff, aufhalten muss ihn die Mechanik
  • D) Sie wirkt nur, wenn sie direkt bei der Polizei aufgeschaltet ist
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Richtig: C. Elektronik meldet, Mechanik hält auf. Damit jemand rechtzeitig eingreifen kann, müssen beide zusammenwirken. Eine Aufschaltung auf eine Leitstelle ist ebenso möglich wie die bei der Polizei.

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Das Drei-Säulen-Modell: Mechanik, Elektronik, Organisation

Welche Maßnahmen gehören zur mechanischen Säule?

  • A) Ein Gitter vor dem Kellerfenster
  • B) Ein Schlüsselbuch an der Pforte
  • C) Eine einbruchhemmende Tür der Klasse RC 3
  • D) Ein Bewegungsmelder im Treppenhaus
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Richtig: A und C. Gitter und einbruchhemmende Türen leisten Widerstand und gehören zur Mechanik. Das Schlüsselbuch ist Organisation, der Bewegungsmelder Elektronik.

Zu welcher Säule gehört eine elektronische Zutrittskontrolle mit Ausweiskarte?

  • A) Zur mechanischen Säule, weil am Ende ein Schloss öffnet
  • B) Zur organisatorischen Säule, weil Berechtigungen vergeben werden
  • C) Zur elektronischen Säule
  • D) Zu keiner Säule, weil sie nur dem Komfort dient
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Richtig: C. Die Zutrittskontrolle erkennt Berechtigte, gibt frei und protokolliert. Das sind elektronische Aufgaben. Die Vergabe der Berechtigungen ist zwar Organisation, die Anlage selbst aber Elektronik.

Was ist die typische Schwäche einer rein elektronischen Sicherung ohne Mechanik?

  • A) Sie löst bei Einbruch keinen Alarm aus
  • B) Sie hält den Täter nicht auf, er kann vorher fliehen
  • C) Sie darf nach dem Datenschutzrecht nicht betrieben werden
  • D) Sie funktioniert nur während der Geschäftszeiten zuverlässig
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Richtig: B. Elektronik erkennt und meldet, leistet aber keinen Widerstand. Ohne Mechanik bleibt dem Täter genug Zeit, bevor Interventionskräfte eintreffen.

Ein Mitarbeiter hält die Notausgangstür mit einem Keil offen, um draußen zu rauchen. Welche Säule versagt hier in erster Linie?

  • A) Die mechanische Säule, weil die Tür offensichtlich zu schwach gebaut ist
  • B) Die elektronische Säule, weil kein Melder verbaut ist
  • C) Die organisatorische Säule, weil Regeln nicht eingehalten werden
  • D) Keine, weil Notausgänge immer offen stehen dürfen
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Richtig: C. Die Tür und ihre Technik können funktionieren. Das Problem ist menschliches Verhalten, also die organisatorische Säule. Notausgänge müssen benutzbar sein, dürfen aber nicht offen gehalten werden.

Welche Aussagen zum Drei-Säulen-Modell treffen zu?

  • A) Die Säulen müssen aufeinander abgestimmt sein
  • B) Eine gute Mechanik macht organisatorische Maßnahmen überflüssig
  • C) Die Wachperson gehört zur organisatorischen Säule
  • D) Die Elektronik ist immer die wichtigste der drei Säulen
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Richtig: A und C. Die Säulen wirken nur gemeinsam und müssen abgestimmt sein, die Wachperson gehört zur Organisation. Keine Säule macht eine andere überflüssig, und keine ist grundsätzlich die wichtigste.

Welche Maßnahme ist der organisatorischen Säule zuzuordnen?

  • A) Ein Alarmplan, der festlegt, wer bei einer Meldung informiert wird
  • B) Eine Kamera mit Aufzeichnung an der Laderampe
  • C) Ein Rollgitter mit Hochschiebesicherung vor dem Schaufenster des Ladens
  • D) Ein Glasbruchmelder an der Schaufensterscheibe
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Richtig: A. Der Alarmplan regelt Abläufe und Zuständigkeiten. Kamera und Glasbruchmelder sind Elektronik, das Rollgitter ist Mechanik.

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Widerstandszeitwert und Interventionszeit

Wann ist ein Sicherungskonzept nach der Grundregel wirksam?

  • A) Wenn die Interventionszeit größer ist als die Widerstandszeit
  • B) Wenn die Widerstandszeit ab der Meldung größer ist als die Interventionszeit
  • C) Wenn Widerstandszeit und Interventionszeit genau gleich lang sind
  • D) Wenn die Alarmanlage direkt und ohne jeden Umweg bei der Polizei aufgeschaltet ist
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Richtig: B. Die Mechanik muss den Täter ab dem Moment der Meldung so lange aufhalten, bis Hilfe eingreift. Ist die Interventionszeit länger, hat der Täter Zeit, sein Ziel zu erreichen.

Welche Abschnitte gehören zur Interventionszeit?

  • A) Die Bearbeitung der Meldung in der Leitstelle
  • B) Die Herstellungszeit der einbruchhemmenden Tür
  • C) Die Anfahrt der Interventionskraft zum Objekt
  • D) Die Zeit, die der Täter zum Auskundschaften braucht
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Richtig: A und C. Zur Interventionszeit gehören Übertragung, Bearbeitung in der Leitstelle, Anfahrt und Zugang. Die Vorbereitung des Täters und die Herstellung von Bauteilen gehören nicht dazu.

Warum ist eine Außenhautüberwachung für die Rechnung Widerstandszeit gegen Interventionszeit günstig?

  • A) Weil sie den Angriff früh meldet, solange die Mechanik noch hält
  • B) Weil sie die Widerstandsklasse der Tür automatisch um eine Stufe erhöht
  • C) Weil sie ohne Aufschaltung auf eine Leitstelle auskommt
  • D) Weil sie nur bei Anwesenheit von Personen scharf geschaltet wird
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Richtig: A. Wird der Angriff früh gemeldet, beginnt die Interventionszeit, während die Mechanik noch hält. Melder innen schlagen erst an, wenn die Widerstandszeit der Außenhaut bereits verbraucht ist.

Was gibt die Widerstandszeit einer Tür der Klasse RC 2 nach DIN EN 1627 an?

  • A) Die gesamte Zeit eines Einbruchs einschließlich Flucht
  • B) Die Zeit, bis die Polizei nach einem Alarm vor Ort ist
  • C) Mindestens 3 Minuten reine Arbeitszeit mit einfachem Werkzeug im Prüflabor
  • D) Mindestens 10 Minuten Widerstand gegen elektrische Bohrmaschinen und Winkelschleifer
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Richtig: C. RC 2 bedeutet 3 Minuten Werkzeugkontaktzeit für einen Gelegenheitstäter mit Schraubendreher, Zange und Keilen. 10 Minuten gelten für RC 4, leistungsfähige Elektrowerkzeuge wie Winkelschleifer kommen erst ab RC 5 zum Einsatz.

Du bist als Interventionskraft auf dem Weg zu einem Alarm und die vereinbarte Zeit wird knapp. Was gilt für dich im Straßenverkehr?

  • A) Du darfst die Geschwindigkeit überschreiten, wenn der Kunde zustimmt
  • B) Du hast dieselben Rechte wie die Polizei auf Einsatzfahrt
  • C) Du musst die StVO einhalten, Sonderrechte hast du nicht
  • D) Du darfst ein gelbes Warnlicht als Blaulichtersatz nutzen
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Richtig: C. Wachpersonen haben keine Sonderrechte im Straßenverkehr. Ein Vertrag oder die Zustimmung des Kunden ändert daran nichts.

Mit welchen Maßnahmen lässt sich eine zu lange Interventionszeit ausgleichen?

  • A) Mehrere mechanische Hindernisse hintereinander, deren Zeiten sich addieren
  • B) Bewegungsmelder nur im innersten Raum statt an der Außenhaut
  • C) Frühere Detektion, zum Beispiel schon am Zaun
  • D) Verzicht auf die Aufschaltung, damit der Täter nicht gewarnt wird
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Richtig: A und C. Mehr Widerstand durch hintereinanderliegende Schalen und frühere Detektion verschaffen Zeit. Melder nur innen oder der Verzicht auf die Meldung verschlechtern die Lage.

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Einfriedungen: Zäune, Mauern, Tore

Welche Aufgaben hat eine Einfriedung?

  • A) Den Zugang auf kontrollierte Stellen wie Tore und Pforten lenken
  • B) Einen Einbruchsversuch automatisch an die Leitstelle melden
  • C) Täter beim Übersteigen oder Durchtrennen verzögern
  • D) Eindringlinge so lange festhalten, bis die Polizei eintrifft
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Richtig: A und C. Eine Einfriedung lenkt den Zugang, markiert die Grenze und verzögert. Melden kann sie nur mit zusätzlicher Detektion, und festhalten kann sie niemanden.

Warum kann ein Stabgitterzaun mit Durchsicht sicherungstechnisch günstiger sein als eine Mauer?

  • A) Weil ein Zaun grundsätzlich schwerer zu überwinden ist als jede Mauer gleicher Höhe
  • B) Weil Täter auf dem Gelände gesehen werden und nicht verdeckt arbeiten können
  • C) Weil Mauern nach dem Baurecht nicht höher als ein Meter sein dürfen
  • D) Weil ein Gitterzaun keinen Hausfriedensbruch ermöglicht
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Richtig: B. Eine Mauer verdeckt den Täter, sobald er auf dem Gelände ist. Ein Zaun mit Durchsicht lässt Streife, Passanten und Kameras hineinsehen.

Du findest beim Rundgang einen Container, der direkt am Zaun steht. Wie gehst du vor?

  • A) Du ignorierst ihn, weil er dem Kunden gehört
  • B) Du meldest und dokumentierst die Kletterhilfe und kontrollierst öfter
  • C) Du lässt den Container auf eigene Faust abschleppen
  • D) Du verschiebst den Container allein mit dem Stapler, auch ohne Fahrberechtigung
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Richtig: B. Kletterhilfen sind Mängel der Einfriedung. Du meldest und dokumentierst sie und reagierst mit häufigeren Kontrollen. Eigenmächtige Maßnahmen ohne Auftrag oder Befähigung sind nicht deine Aufgabe.

Was gilt für ein Tor in einer Einfriedung?

  • A) Es darf schwächer sein, weil es tagsüber ohnehin offen steht
  • B) Es muss mindestens so widerstandsfähig sein wie der Zaun daneben
  • C) Ein großer Bodenspalt ist unproblematisch, wenn das Tor abgeschlossen ist
  • D) Querstreben auf der Außenseite erhöhen die Sicherheit des Tors
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Richtig: B. Ein Tor ist Teil der Einfriedung und darf keine Schwachstelle sein. Bodenspalte und Querstreben außen erleichtern das Überwinden.

Welche Aussagen zu Zaunarten treffen zu?

  • A) Ein Stacheldraht-Weidezaun ist ein Sicherheitszaun
  • B) Maschendraht grenzt ab, bietet aber kaum Widerstand
  • C) Ein Doppelstabmattenzaun 8/6/8 ist widerstandsfähiger als 6/5/6
  • D) Je enger die Maschen, desto leichter lässt sich ein Zaun übersteigen
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Richtig: B und C. Maschendraht ist schnell durchtrennt. Die Zahlen bei Doppelstabmatten nennen Drahtstärken in Millimetern, dickere Drähte halten mehr aus. Enge Maschen bieten weniger Halt zum Klettern.

Welche rechtliche Bedeutung hat eine erkennbare Einfriedung?

  • A) Sie gibt der Wachperson das Recht, Eindringlinge zu durchsuchen
  • B) Sie macht das Grundstück zum befriedeten Besitztum im Sinne des Hausfriedensbruchs
  • C) Sie macht jedes Betreten strafbar, auch wenn der Berechtigte es erlaubt hat
  • D) Sie erlaubt den Einsatz von Fallen gegen Eindringlinge
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Richtig: B. Ein erkennbar abgegrenztes Grundstück ist befriedetes Besitztum nach §123 StGB. Weitergehende Rechte wie Durchsuchung oder Fallen ergeben sich daraus nicht, und wer mit Erlaubnis des Berechtigten hineingeht, dringt nicht ein.

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Einfriedungen mit besonderem Schutz

Wozu dient ein Untergrabschutz an einem Sicherheitszaun?

  • A) Er verhindert das Überklettern des Zauns
  • B) Er verhindert das Durchkriechen unter dem Zaun
  • C) Er schützt die Zaunpfosten vor Rost
  • D) Er meldet Erschütterungen am Zaun direkt an die Leitstelle
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Richtig: B. Untergrabschutz durch Betonsockel, Bodengitter oder in den Boden reichende Matten verhindert das Durchkriechen. Gegen Überklettern hilft der Übersteigschutz.

Welche Bauteile zählen zum Übersteigschutz?

  • A) Y-Ausleger mit Stacheldraht
  • B) Ein durchgehender Betonsockel
  • C) Rollen aus Klingendraht auf der Zaunkrone
  • D) Ein eingegrabenes Bodengitter
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Richtig: A und C. Ausleger mit Stacheldraht und Klingendraht erschweren das Klettern über den Zaun. Betonsockel und Bodengitter sind Untergrabschutz.

Was ist der Vorteil eines Doppelzauns mit Sicherheitsstreifen?

  • A) Er macht eine Beleuchtung des Geländes und eine Videoüberwachung überflüssig
  • B) Er braucht weniger Platz als ein einzelner Zaun
  • C) Wer im Streifen steht, ist als Eindringling erkannt und noch nicht am Ziel
  • D) Er ersetzt die Zufahrtskontrolle am Haupttor
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Richtig: C. Im freien, überwachten Streifen wird der Täter erkannt, bevor er am Ziel ist. Beleuchtung und Zufahrtskontrolle bleiben trotzdem nötig, und Platz braucht ein Doppelzaun mehr.

Welches Detektionsverfahren reagiert auf Erschütterung oder Durchtrennen direkt am Zaun?

  • A) Das Zaunmeldesystem mit Sensoren oder Lichtwellenleitern im Zaun
  • B) Die Infrarot-Lichtschranke zwischen zwei Säulen
  • C) Die Bodendetektion mit erdverlegten Sensoren neben dem Zaunfundament
  • D) Der Glasbruchmelder an der Pforte
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Richtig: A. Zaunmeldesysteme sitzen im Zaun selbst. Lichtschranken überwachen eine Linie davor oder dahinter, Bodendetektion den Untergrund.

In der Leitstelle meldet das Zaunmeldesystem einen Alarm. Auf der Kamera siehst du eine Person mit Bolzenschneider am Zaun. Was tust du?

  • A) Du wartest ab, ob die Person den Zaun tatsächlich überwindet
  • B) Du verständigst die Polizei und schickst die Streife nicht allein in den Sektor
  • C) Du schaltest den Sektor ab, damit keine weiteren Meldungen kommen
  • D) Du forderst die Person über den Lautsprecher auf, stehen zu bleiben und sich auszuweisen
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Richtig: B. Ein erkennbarer Angriff wird sofort an die Polizei gemeldet. Eigensicherung geht vor, die Streife geht nicht allein gegen einen möglicherweise bewaffneten Täter vor.

Welche Aussagen zur Freigeländeüberwachung treffen zu?

  • A) Witterung wie Nebel, Schnee oder Sturm kann Meldungen auslösen
  • B) Eine Meldung, die vermutlich von einem Tier stammt, darf ungeprüft gelöscht werden
  • C) Das Gelände wird in Sektoren eingeteilt, damit der Ort einer Meldung bekannt ist
  • D) Bewuchs im Sicherheitsstreifen verbessert die Tarnung der Detektoren
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Richtig: A und C. Freigeländesysteme sind witterungsanfällig und arbeiten mit Sektoren. Jede Meldung wird bewertet und dokumentiert, und der Sicherheitsstreifen muss frei bleiben.

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Durchlässe

Welche dieser Stellen sind ungewollte Durchlässe in einer Einfriedung?

  • A) Ein Regenwasserrohr, das unter dem Zaun hindurchführt
  • B) Die Pforte am Haupteingang
  • C) Ein Bachlauf, der das Gelände durchquert
  • D) Die Feuerwehrzufahrt mit Drehflügeltor
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Richtig: A und C. Rohre und Bachläufe entstehen durch Technik und Gelände und sind nicht als Zugang geplant. Pforte und Feuerwehrzufahrt sind gewollte Durchlässe.

Was ist mit Mitlaufen oder Mitfahren an einem Tor gemeint?

  • A) Eine Wachperson begleitet Besucher über das Gelände
  • B) Ein Fahrzeug fährt nach der Kontrolle der Papiere ordnungsgemäß auf das Gelände
  • C) Eine unberechtigte Person folgt einem Berechtigten dicht durch das offene Tor
  • D) Zwei Wachpersonen kontrollieren gemeinsam ein Fahrzeug
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Richtig: C. Beim Mitlaufen oder Mitfahren nutzt ein Unberechtigter die Öffnung für einen Berechtigten aus. Dagegen helfen Vereinzelung, Schließen hinter jedem Fahrzeug und aufmerksame Kontrolle.

Was gilt für einen Notausgang in der Einfriedung eines Veranstaltungsgeländes?

  • A) Er wird während der Veranstaltung abgeschlossen, damit niemand ohne Ticket hereinkommt
  • B) Er muss von innen ohne Schlüssel zu öffnen sein und darf nicht zugestellt werden
  • C) Er darf nur von der Wachperson mit dem Generalschlüssel geöffnet werden
  • D) Er braucht außen einen Griff, damit die Feuerwehr hineinkommt
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Richtig: B. Notausgänge müssen im Notfall sofort und ohne Hilfsmittel benutzbar sein. Einen Außengriff schreibt keine Regel vor, meist fehlt er bewusst, und ein Öffnungsmelder zeigt die Benutzung an.

Warum müssen Gitter an Bachdurchlässen nach einem Unwetter kontrolliert werden?

  • A) Weil Treibgut sie zusetzen oder aus der Verankerung drücken kann
  • B) Weil sie bei Regen elektrisch leitend werden
  • C) Weil Hochwasser die Widerstandsklasse des Gitters automatisch senkt
  • D) Weil die Versicherung nach jedem Regen einen Nachweis verlangt
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Richtig: A. Gitter in Gewässern müssen Wasser durchlassen. Treibgut und Strömung können sie verstopfen oder lösen, dann entsteht ein offener Durchlass oder ein Rückstau.

Welche Anforderungen gelten für ein kraftbetätigtes Schiebetor an der Werkszufahrt?

  • A) Es muss gegen Einklemmen gesichert sein, etwa durch Lichtschranken oder Schließkantensicherung
  • B) Es darf nur bei Dunkelheit fernbedient werden
  • C) Wer es fernbedient, muss den Torbereich einsehen können
  • D) Es muss tagsüber dauerhaft offen stehen
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Richtig: A und C. Kraftbetätigte Tore müssen nach DIN EN 12453 für Nutzer sicher sein. Fernbedienung ohne Sicht auf den Torbereich gefährdet Menschen und Fahrzeuge.

Welche Grundregel gilt für jeden Durchlass?

  • A) Er darf schwächer sein, wenn er nur selten benutzt wird
  • B) Er muss mindestens so gut gesichert sein wie die Einfriedung, in der er liegt
  • C) Er braucht nur dann Schutz, wenn er größer als ein Garagentor ist
  • D) Er wird ausschließlich elektronisch überwacht und nicht zusätzlich mechanisch gesichert
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Richtig: B. Täter suchen den leichtesten Weg. Ein schwach gesicherter Durchlass entwertet die ganze Einfriedung, auch wenn er klein ist oder selten genutzt wird.

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Durchfahrtssperren: Schranken, Poller, Rampen

Was leistet eine normale Schranke an einer Werkszufahrt?

  • A) Sie stoppt auch ein Fahrzeug, das absichtlich durchbricht
  • B) Sie ordnet den Verkehr und lässt nur berechtigte Fahrzeuge kontrolliert einfahren
  • C) Sie ist als Zufahrtsschutz gegen Rammangriffe zugelassen
  • D) Sie ersetzt die Fahrzeug- und Ausweiskontrolle durch die Wachperson an der Pforte vollständig
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Richtig: B. Eine Schranke kontrolliert die Durchfahrt, hält aber kein Fahrzeug auf, das Gas gibt. Gegen Durchbrechen helfen nur geprüfte Fahrzeugsicherheitsbarrieren.

Woran erkennst du, ob eine Sperre als Zufahrtsschutz gegen Rammangriffe geeignet ist?

  • A) Am Gewicht der Sperre, denn ab einer Tonne Masse gilt sie als ausreichend sicher
  • B) Daran, dass sie aus Beton besteht
  • C) An einem bestandenen Anpralltest nach einem anerkannten Prüfstandard
  • D) An der auffälligen rot-weißen Farbe
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Richtig: C. Nur der Anpralltest zeigt, ob eine Sperre ein Fahrzeug stoppt. Masse oder Material allein sagen das nicht, ungeprüfte Blöcke werden oft weggeschoben.

Welche Normen und Standards betreffen Fahrzeugsicherheitsbarrieren?

  • A) DIN SPEC 91414-1 für mobile Fahrzeugsicherheitsbarrieren
  • B) DIN EN 1627 für Schranken und Poller
  • C) ISO 22343-1 als Nachfolger von IWA 14-1
  • D) DIN EN 1143-1 für versenkbare Poller
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Richtig: A und C. Fahrzeugsicherheitsbarrieren werden nach DIN SPEC 91414-1, IWA 14-1 beziehungsweise ISO 22343-1 oder PAS 68 geprüft. DIN EN 1627 betrifft Türen und Fenster, DIN EN 1143-1 Wertbehältnisse.

Ein Rettungswagen muss durch eine mit Pollern gesicherte Zufahrt. Was gilt?

  • A) Der Rettungswagen muss einen anderen Zugang suchen, die Sperre bleibt aus Sicherheitsgründen zu
  • B) Die Wachperson an der Sperre muss sie sofort öffnen können und weist den Wagen ein
  • C) Der Poller darf nur von der Polizei geöffnet werden
  • D) Die Durchfahrt ist erst nach Rücksprache mit dem Veranstalter erlaubt
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Richtig: B. Rettungswege müssen frei oder sofort zu öffnen sein. Wer an einer Sperre Dienst hat, muss die Notöffnung kennen und den Schlüssel greifbar haben.

Ein Fahrer ohne Genehmigung fährt an deiner Zufahrtssperre bedrohlich auf dich zu. Was ist richtig?

  • A) Du stellst dich vor das Fahrzeug, um es aufzuhalten
  • B) Du gehst aus dem Gefahrenbereich und meldest den Vorfall sofort
  • C) Du wirfst einen Gegenstand auf die Windschutzscheibe
  • D) Du öffnest die Sperre, weil der Fahrer offensichtlich auf jeden Fall durchwill
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Richtig: B. Eigensicherung geht vor. Du hältst nie ein Fahrzeug mit deinem Körper auf und meldest sofort, damit Einsatzleitung und Polizei reagieren können.

Welche Aussagen zu Durchfahrtssperren treffen zu?

  • A) Automatische Poller brauchen Sicherungen, damit sie nicht unter einem Fahrzeug ausfahren
  • B) Wachpersonen dürfen öffentliche Straßen in eigener Verantwortung sperren
  • C) Reifenkrallen lassen Fahrzeuge nur in einer Richtung passieren
  • D) Pflanzkübel aus Beton sind ein geprüfter Zufahrtsschutz
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Richtig: A und C. Automatische Sperren müssen Personen und Fahrzeuge schützen, Reifenkrallen wirken nur in eine Fahrtrichtung. Über Sperren im öffentlichen Raum entscheiden Behörden, und Pflanzkübel sind ohne Prüfung kein Zufahrtsschutz.

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Türschutz: Aufbau einer Tür und Schwachstellen

Welche Methode nutzen Täter an Türen am häufigsten?

  • A) Das Aufbohren des Schließzylinders mit einer Akku-Bohrmaschine
  • B) Das Aufhebeln an der Schlossseite
  • C) Das Sprengen des Schlosses mit Pyrotechnik
  • D) Das Durchsägen der Bänder mit einer Metallsäge
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Richtig: B. Am häufigsten wird mit einfachem Hebelwerkzeug an der Schlossseite gehebelt, bis Falle oder Riegel aus dem Schließblech rutschen. Aufbohren und Sägen kommen deutlich seltener vor.

Was ist der Unterschied zwischen Falle und Riegel?

  • A) Die Falle rastet beim Zuziehen von selbst ein
  • B) Der Riegel fährt nur beim Abschließen mit dem Schlüssel aus
  • C) Die Falle ist stärker als der Riegel und sichert allein ausreichend
  • D) Der Riegel wird mit dem Türdrücker betätigt
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Richtig: A und B. Die Falle schnappt beim Zuziehen ein und wird mit dem Drücker bewegt. Der Riegel fährt nur beim Abschließen aus und ist die eigentliche Sicherung.

Wie weit darf ein Profilzylinder höchstens über einen Schutzbeschlag hinausstehen?

  • A) Höchstens 10 Millimeter
  • B) Höchstens 3 Millimeter
  • C) Höchstens 15 Millimeter, damit der Schlüssel gut greift
  • D) Das ist egal, solange der Zylinder Bohrschutz hat
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Richtig: B. Steht der Zylinder weiter als etwa 3 Millimeter über, kann er mit einer Zange gefasst und abgebrochen oder gezogen werden. Bohrschutz allein hilft dagegen nicht.

Du findest bei der Nachtkontrolle eine nur zugezogene Tür mit frischen Hebelspuren am Schließblech. Was tust du zuerst?

  • A) Du schließt die Tür sofort ab und setzt den Rundgang fort
  • B) Du wischst die Spuren ab, damit der Kunde nicht beunruhigt wird
  • C) Du lässt die Spuren unberührt und informierst die Leitstelle
  • D) Du betrittst das Gebäude allein und suchst den Täter
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Richtig: C. Spuren bleiben unberührt, die Leitstelle wird informiert und entscheidet über die Polizei. Allein ins Gebäude zu gehen widerspricht der Eigensicherung.

Was gilt für einen Schutzbeschlag nach DIN 18257?

  • A) Er wird von außen verschraubt, damit er leicht zu wechseln ist
  • B) Er wird von innen verschraubt und deckt den Zylinder möglichst ab
  • C) Er ersetzt den Schließzylinder vollständig
  • D) Er wird in Widerstandsklassen eingeteilt
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Richtig: B und D. Der Schutzbeschlag wird von innen verschraubt, damit niemand ihn außen abschrauben kann, und schützt den Zylinder. Die Norm teilt Schutzbeschläge in die Klassen ES 0 bis ES 3 ein.

In einem Einkaufszentrum mit vielen ortsunkundigen Besuchern sollen Fluchttüren mechanisch gesichert werden. Welcher Verschluss passt?

  • A) Ein Notausgangsverschluss nach DIN EN 179 mit Drücker
  • B) Ein Zusatzschloss mit Querriegel, das abends abgeschlossen wird
  • C) Ein Paniktürverschluss nach DIN EN 1125 mit waagerechter Griffstange
  • D) Ein Schutzbeschlag der Klasse ES 3 mit Knauf außen und innen
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Richtig: C. Bei vielen ortsunkundigen Menschen und möglicher Panik ist ein Paniktürverschluss nach DIN EN 1125 vorgesehen. DIN EN 179 gilt für Nutzer, die die Tür kennen.

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Widerstandsklassen einbruchhemmender Türen (RC 1 bis RC 6)

Welche Mindestwiderstandszeit hat eine Tür der Klasse RC 3 nach DIN EN 1627?

  • A) 3 Minuten
  • B) 5 Minuten
  • C) 10 Minuten
  • D) 15 Minuten
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Richtig: B. RC 3 bedeutet 5 Minuten Widerstandszeit gegen einen Täter mit zweitem Schraubendreher und Kuhfuß. 3 Minuten gelten für RC 2, 10 Minuten für RC 4.

Welche Aussagen zur Klasse RC 1 N treffen zu?

  • A) Sie bietet Grundschutz gegen körperliche Gewalt wie Treten und Schulterwurf
  • B) Sie hat eine Widerstandszeit von 3 Minuten gegen Schraubendreher
  • C) In Deutschland gibt es für sie keine Anforderung an die Verglasung
  • D) Sie ist für Banken und Juweliere vorgesehen
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Richtig: A und C. RC 1 N schützt gegen körperliche Gewalt, ohne Werkzeugprüfung und ohne Glasanforderung. Die 3 Minuten gelten erst ab RC 2 N und RC 2.

Ab welcher Klasse rechnet DIN EN 1627 mit Elektrowerkzeugen wie Bohrmaschine, Stichsäge und Winkelschleifer?

  • A) Ab RC 2, weil Täter heute immer Akkugeräte dabeihaben
  • B) Ab RC 3, zusammen mit dem Kuhfuß
  • C) Ab RC 5
  • D) Erst ab RC 6, vorher nur Handwerkzeug
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Richtig: C. RC 5 setzt Elektrowerkzeuge wie Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer an. RC 4 kennt bereits die Akku-Bohrmaschine, aber noch keine elektrischen Sägen und Winkelschleifer.

Ein Kunde lässt an eine einfache Holztür einen Schutzbeschlag und einen Zylinder mit Bohrschutz montieren. Was gilt?

  • A) Die Tür erreicht dadurch automatisch die Klasse RC 2
  • B) Die Tür ist verbessert, eine RC-Klasse hat sie aber nicht
  • C) Die Tür erreicht RC 2, wenn der Monteur eine Bescheinigung ausstellt
  • D) Die Tür erreicht RC 1 N, weil der Beschlag geprüft ist
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Richtig: B. Eine RC-Klasse gilt nur für ein komplett geprüftes Element mit fachgerechtem Einbau. Nachgerüstete Einzelteile verbessern den Schutz, ergeben aber keine Klasse.

Welche Verglasung gehört nach DIN EN 1627 zu einem Element der Klasse RC 2?

  • A) P2A
  • B) P4A
  • C) P6B
  • D) Gar keine besondere Verglasung
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Richtig: B. RC 2 verlangt eine durchwurfhemmende Verglasung P4A. Ohne Glasanforderung sind nur RC 1 N und RC 2 N, P6B gehört zu RC 4.

Welche Aussagen zur Widerstandszeit nach DIN EN 1627 treffen zu?

  • A) Sie ist die reine Werkzeugkontaktzeit, Pausen zählen nicht mit
  • B) Sie entspricht genau der Gesamtprüfzeit im Labor
  • C) Bei RC 4 beträgt sie 10 Minuten
  • D) Sie gilt auch dann, wenn die Tür in eine Leichtbauwand eingebaut ist
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Richtig: A und C. Gemessen wird nur die Zeit, in der das Werkzeug am Bauteil arbeitet, bei RC 4 mindestens 10 Minuten. Die Gesamtprüfzeit ist länger, und ohne passende Wand gilt die Klasse praktisch nicht.

Zum Thema Widerstandsklassen einbruchhemmender Türen (RC 1 bis RC 6) →

Schlösser und Schließanlagen

In einem Mehrfamilienhaus öffnet jeder Wohnungsschlüssel die eigene Wohnung sowie Haustür und Keller. Wie heißt diese Anlage?

  • A) Hauptschlüsselanlage
  • B) Gleichschließung
  • C) Zentralschlossanlage
  • D) Generalhauptschlüsselanlage
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Richtig: C. Bei der Zentralschlossanlage öffnen viele Einzelschlüssel zusätzlich gemeinsame Zentraltüren. Bei der Hauptschlüsselanlage öffnet dagegen ein Schlüssel viele Türen.

Was bedeutet die Kennzeichnung BZ an einem Profilzylinder?

  • A) Bauzulassung durch eine Behörde
  • B) Bohrschutz und Ziehschutz
  • C) Brandschutzzulassung für Feuerschutztüren
  • D) Besonders zuverlässig im Dauerbetrieb
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Richtig: B. BZ steht für Bohr- und Ziehschutz, BS nur für Bohrschutz. Mit Brandschutz oder einer Bauzulassung hat das Kürzel nichts zu tun.

Welche Aussagen zum Profilzylinder treffen zu?

  • A) Er besteht aus einem Gehäuse und einem drehbaren Kern mit Stiftzuhaltungen
  • B) Er ist an Außentüren weniger sicher als ein Buntbartschloss
  • C) Mit Not- und Gefahrenfunktion lässt er sich auch bei innen steckendem Schlüssel öffnen
  • D) Er lässt sich nur mit einem Doppelbartschlüssel bedienen
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Richtig: A und C. Der Profilzylinder arbeitet mit Kern, Gehäuse und Stiftpaaren. Die Not- und Gefahrenfunktion erlaubt das Aufschließen trotz steckendem Schlüssel. Buntbartschlösser sind deutlich unsicherer, Doppelbartschlüssel gehören zu Zuhaltungsschlössern.

Du stellst fest, dass du den Generalhauptschlüssel eines Objekts verloren hast. Was ist richtig?

  • A) Du lässt heimlich einen Ersatz beim Schlüsseldienst anfertigen
  • B) Du wartest bis zum Dienstende, vielleicht taucht er wieder auf
  • C) Du suchst kurz und meldest den Verlust sofort der Einsatzleitung
  • D) Du meldest den Verlust nur, wenn in der Nacht etwas passiert
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Richtig: C. Ein Schlüsselverlust muss sofort gemeldet werden, damit der Kunde Maßnahmen treffen kann. Sicherheitsschlüssel lassen sich ohnehin nicht ohne Sicherungskarte nachmachen.

Was gilt für die Klassen des Angriffswiderstands bei Schließzylindern nach DIN EN 1303 beziehungsweise DIN 18252?

  • A) Die Klassen C und D haben einen Ziehschutz
  • B) Die Klasse 0 ist für den Einbruchschutz am besten geeignet
  • C) Die Klassen A und B haben keinen Ziehschutz
  • D) Die Klasse D ist die schwächste Klasse mit Ziehschutz
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Richtig: A und C. A und B sind Klassen ohne, C und D Klassen mit Ziehschutz, jeweils ist die zweite Klasse die höhere. Die Klasse 0 ist für Einbruchschutz ungeeignet.

Wozu dient die Sicherungskarte bei einer Sicherheitsschließanlage?

  • A) Sie berechtigt die Wachperson, alle Türen des Objekts zu öffnen
  • B) Sie ist Voraussetzung dafür, dass Nachschlüssel angefertigt werden
  • C) Sie ersetzt den Schlüssel, wenn dieser verloren geht
  • D) Sie enthält den Code für die Einbruchmeldeanlage
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Richtig: B. Nachschlüssel für Sicherheitszylinder gibt es nur gegen Vorlage der Sicherungskarte beim Hersteller oder Fachhändler. Die Karte gehört deshalb sicher verwahrt und nicht an den Schlüsselbund.

Zum Thema Schlösser und Schließanlagen →

Fensterschutz

Wie werden Fenster bei Einbrüchen am häufigsten geöffnet?

  • A) Durch Einschlagen der ganzen Scheibe mit einem Stein
  • B) Durch Aufhebeln des Flügels mit einem Schraubendreher
  • C) Durch Aufbohren des Fenstergriffs mit einer Bohrmaschine
  • D) Durch Aufschneiden des Glases mit einem Glasschneider
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Richtig: B. Die meisten Fenster werden mit einfachem Hebelwerkzeug aufgehebelt. Das geht schnell und leise. Einschlagen und Bohren kommen deutlich seltener vor.

Welche Bauteile schützen ein Fenster wirksam gegen Aufhebeln?

  • A) Pilzkopfzapfen, die in Sicherheitsschließstücke greifen
  • B) Ein abschließbarer Fenstergriff ohne weitere Verriegelung
  • C) Mehrere rundum verteilte Verriegelungspunkte
  • D) Glasleisten auf der Außenseite des Fensters
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Richtig: A und C. Pilzkopfzapfen haken sich hinter stählerne Schließstücke, viele Verriegelungspunkte verteilen die Kraft. Ein abschließbarer Griff schützt nur gegen das Durchgreifen, außenliegende Glasleisten sind sogar eine Schwachstelle.

Beim Kontrollgang findest du ein Fenster in Kippstellung. Wie ist das sicherungstechnisch zu bewerten?

  • A) Als gesichert, weil der Griff in Kippstellung verriegelt ist
  • B) Als offenes Fenster
  • C) Als gesichert, wenn das Fenster im ersten Stock liegt
  • D) Als gesichert, wenn ein Bewegungsmelder im Raum hängt
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Richtig: B. Ein gekipptes Fenster lässt sich leicht aushebeln oder durchgreifen und gilt deshalb als offen. Du schließt es nach Dienstanweisung und dokumentierst das.

Wozu dient ein abschließbarer Fenstergriff vor allem?

  • A) Er macht das Fenster zu einem geprüften Fenster der Klasse RC 2
  • B) Er verhindert, dass der Täter nach einem kleinen Glasdurchbruch den Griff dreht
  • C) Er verhindert das Aufhebeln des Flügels zuverlässig
  • D) Er ersetzt die einbruchhemmende Verglasung
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Richtig: B. Der abschließbare Griff hilft gegen Durchgreifen nach einem Glasdurchbruch oder Bohrloch. Gegen Aufhebeln braucht es Pilzkopfzapfen, und eine RC-Klasse entsteht nur durch Prüfung des ganzen Elements.

Welche Aussagen zu einbruchhemmenden Fenstern nach DIN EN 1627 treffen zu?

  • A) Für sie gelten dieselben Widerstandsklassen wie für Türen
  • B) Ein Fenster der Klasse RC 2 braucht eine Verglasung der Klasse P4A
  • C) Für Fenster gibt es nur die Klassen RC 1 N und RC 2 N
  • D) Ein normales Isolierglas reicht für RC 3 aus
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Richtig: A und B. DIN EN 1627 gilt für Türen, Fenster, Gitter und Abschlüsse mit denselben Klassen. RC 2 verlangt P4A, RC 3 sogar P5A. Normales Isolierglas genügt dafür nicht.

Eine Einbruchmeldeanlage mit Verschlussüberwachung lässt sich nicht scharf schalten, weil ein Fenster gekippt ist. Was steckt dahinter?

  • A) Ein technischer Defekt, der Melder muss getauscht werden
  • B) Eine gewollte Sperre, damit nicht mit offenem Fenster scharf geschaltet wird
  • C) Eine Datenschutzregel, die das Scharfschalten bei Anwesenheit verbietet
  • D) Ein Fehlalarm, der von der Leitstelle zurückgesetzt werden muss
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Richtig: B. Die Verschlussüberwachung soll verhindern, dass die Anlage scharf geschaltet wird, obwohl ein Fenster offen ist. Nach dem Schließen lässt sich normal scharf schalten.

Zum Thema Fensterschutz →

Zusätzliche technische Schutzmaßnahmen für Fenster

Was regelt DIN 18104?

  • A) Einbruchhemmende Nachrüstprodukte für Fenster und Türen
  • B) Die Widerstandsklassen kompletter Fenster von RC 1 N bis RC 6
  • C) Die Klassen für durchwurfhemmendes Glas
  • D) Die Anforderungen an Brandschutzfenster
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Richtig: A. DIN 18104 betrifft Nachrüstprodukte, Teil 1 aufschraubbare und Teil 2 im Falz eingelassene. Die RC-Klassen stehen in DIN EN 1627, die Glasklassen in DIN EN 356.

Welche Aussagen zu Sicherheitsfolien auf Fensterscheiben treffen zu?

  • A) Sie halten Splitter zusammen und erschweren den Durchwurf
  • B) Sie verhindern zuverlässig das Aufhebeln des Fensterflügels
  • C) Ihre Wirkung hängt stark von Glas, Rahmen und fachgerechter Montage ab
  • D) Sie machen jedes Fenster automatisch zu einem RC-2-Fenster
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Richtig: A und C. Folien verbessern den Widerstand gegen Wurf und Schlag, wirken aber nur bei richtigem Aufbringen. Gegen Aufhebeln helfen sie nicht, und eine RC-Klasse entsteht dadurch nicht.

Ein Fenster in einem Wohnheim dient als zweiter Rettungsweg. Der Betreiber will davor ein Gitter anbringen. Was gilt?

  • A) Das Gitter muss fest verschweißt sein, damit es nicht geöffnet werden kann
  • B) Das Gitter darf nur von außen mit einem Feuerwehrschlüssel zu öffnen sein
  • C) Das Gitter muss von innen ohne Werkzeug zu öffnen sein
  • D) Ein Gitter ist dort unproblematisch, weil die Feuerwehr eine Drehleiter hat
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Richtig: C. Ein Rettungsweg muss im Notfall benutzbar bleiben. Ein Gitter vor einem solchen Fenster muss sich von innen ohne Hilfsmittel öffnen lassen.

Wie wird ein loser Gitterrost über einem Lichtschacht gesichert?

  • A) Mit einer Abhebesicherung, etwa Ketten oder verspannten Gewindestangen
  • B) Mit einem Bewegungsmelder im Keller, der den Rost ersetzt
  • C) Mit einem Hinweisschild, dass das Abheben verboten ist
  • D) Mit einer Sicherheitsfolie auf dem Kellerfenster allein
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Richtig: A. Lose aufliegende Roste werden mit Abhebesicherungen gegen Anheben gesichert. Melder, Schilder oder Folien ersetzen diese mechanische Sicherung nicht.

Ein Rollladen lässt sich von außen ein Stück hochschieben. Was hilft dagegen?

  • A) Eine Hochschiebesicherung an Welle oder Führungsschiene
  • B) Ein abschließbarer Fenstergriff am dahinterliegenden Fenster
  • C) Ein einbruchhemmender Rollladen, der nach DIN EN 1627 geprüft ist
  • D) Ein dünnerer Rollladenpanzer aus Kunststoff
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Richtig: A und C. Eine Hochschiebesicherung blockiert den Panzer im geschlossenen Zustand. Rollläden können auch als Abschlüsse nach DIN EN 1627 geprüft sein. Der Fenstergriff sichert den Rollladen nicht.

Bei der Kontrolle steht das Zusatzschloss am Lagerfenster offen, der Schlüssel steckt. Wie bewertest du das?

  • A) Als gesichert, weil das Zusatzschloss vorhanden ist
  • B) Als ungesichert, ein Zusatzschloss wirkt nur abgeschlossen und mit abgezogenem Schlüssel
  • C) Als gesichert, solange der Fensterflügel geschlossen ist
  • D) Als gesichert, wenn ein Rollladen davor ist
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Richtig: B. Technik wirkt nur, wenn sie benutzt wird. Ein offenes Zusatzschloss mit steckendem Schlüssel bietet keinen Schutz, das meldest und dokumentierst du.

Zum Thema Zusätzliche technische Schutzmaßnahmen für Fenster →

Sicherheitsglas: ESG, VSG, Panzerglas

Warum bietet Einscheibensicherheitsglas (ESG) keinen Einbruchschutz?

  • A) Weil es nur halb so dick ist wie normales Fensterglas
  • B) Weil es beim Bruch vollständig zerkrümelt und die Öffnung frei wird
  • C) Weil es sich bei starker Sonnenwärme verformt und aus dem Rahmen fällt
  • D) Weil es nur in Innenräumen eingebaut werden darf
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Richtig: B. ESG ist bruchfester als Normalglas, zerfällt aber beim Bruch in kleine Krümel. Das schützt vor Schnittverletzungen, macht die Öffnung aber komplett frei.

Welche Eigenschaften hat Verbundsicherheitsglas (VSG)?

  • A) Es besteht aus mindestens zwei Scheiben mit reißfester Folie dazwischen
  • B) Es zerfällt beim Bruch in stumpfe Krümel wie ESG
  • C) Bei Bruch haften die Splitter an der Folie und die Scheibe bleibt im Rahmen
  • D) Es ist immer auch durchschusshemmend
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Richtig: A und C. VSG hält durch die Folie zusammen und bleibt nach dem Bruch im Rahmen. Durchschusshemmung muss eigens nach DIN EN 1063 geprüft sein.

Wie wird eine Verglasung der Klassen P1A bis P5A nach DIN EN 356 geprüft?

  • A) Mit Hammer- und Axtschlägen einer Prüfmaschine, bis eine große Öffnung entsteht
  • B) Mit einer Stahlkugel von 4,11 Kilogramm, die aus festgelegter Höhe fällt
  • C) Mit Schüssen aus einer Faustfeuerwaffe
  • D) Mit einer Druckwelle aus einem Stoßrohr
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Richtig: B. Die A-Klassen sind durchwurfhemmend und werden im Kugelfallversuch geprüft. Hammer und Axt gehören zu den B-Klassen, Schüsse zu DIN EN 1063, die Druckwelle zu DIN EN 13541.

Welche Aussagen zu den Klassen nach DIN EN 356 treffen zu?

  • A) P8B hält mehr als 70 Hammer- und Axtschläge aus
  • B) P4A ist durchbruchhemmend und wird mit der Axt geprüft
  • C) Bei P5A fällt die Kugel neunmal aus 9 Metern Höhe
  • D) P1A ist die höchste Klasse der durchwurfhemmenden Verglasung
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Richtig: A und C. P8B steht für mehr als 70 Schläge, P5A für dreimal drei Kugelfälle aus 9 Metern. P4A ist durchwurfhemmend und P1A die niedrigste A-Klasse.

Ein Kunde sagt, seine Pfortenverglasung sei aus Panzerglas. Was ist fachlich richtig?

  • A) Panzerglas ist eine eigene Klasse nach DIN EN 356 zwischen den Klassen P5A und P6B
  • B) Es ist ein Alltagswort, entscheidend ist die geprüfte Klasse wie BR4 oder P6B
  • C) Panzerglas ist immer splitterfrei und sprengwirkungshemmend
  • D) Panzerglas ist ESG mit besonders hoher Vorspannung
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Richtig: B. Panzerglas ist kein Normbegriff. Ob eine Scheibe gegen Beschuss, Durchbruch oder Sprengung schützt, ergibt sich nur aus der Prüfklasse nach der jeweiligen Norm.

Du findest nachts eine Schaufensterscheibe aus VSG mit Spinnennetzbruch, aber ohne Loch. Was ist richtig?

  • A) Die Scheibe ist unversehrt geblieben und braucht keine weiteren Maßnahmen, weil kein Loch entstanden ist
  • B) Du klopfst das lose Glas heraus, damit niemand sich verletzt
  • C) Die Scheibe ist geschwächt, du meldest den Schaden und sicherst das Objekt zusätzlich
  • D) Du klebst den Bruch mit Paketband ab und fährst weiter
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Richtig: C. Eine gebrochene VSG-Scheibe hat viel Widerstand verloren. Spuren bleiben unberührt, der Schaden wird gemeldet, und bis zur Notverglasung wird das Objekt zusätzlich gesichert.

Zum Thema Sicherheitsglas: ESG, VSG, Panzerglas →

Wertbehältnisse und Wertschutzräume

Nach welcher Norm werden Wertschutzschränke und Wertschutzräume in Widerstandsgrade eingeteilt?

  • A) DIN EN 1627
  • B) DIN EN 356
  • C) DIN EN 1143-1
  • D) DIN EN 50131-1
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Richtig: C. DIN EN 1143-1 regelt Wertbehältnisse mit den Graden 0 bis XIII. DIN EN 1627 gilt für Türen und Fenster, DIN EN 356 für Glas, DIN EN 50131-1 für Alarmanlagen.

Was gilt für einen freistehenden Wertschutzschrank mit 400 Kilogramm Gewicht?

  • A) Er muss nach Herstellerangabe fest verankert werden
  • B) Er braucht keine Verankerung, weil er zu schwer zum Tragen ist
  • C) Er darf nur im Keller aufgestellt werden
  • D) Er muss zusätzlich feuerfest nach DIN EN 1047-1 sein
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Richtig: A. Freistehende Wertschutzschränke unter 1.000 Kilogramm müssen verankert werden. Ohne Verankerung kann der ganze Tresor abtransportiert werden, und der Versicherungsschutz ist gefährdet.

Welche Aussagen zu den Widerstandsgraden nach DIN EN 1143-1 treffen zu?

  • A) Sie werden mit römischen Zahlen von 0 bis XIII angegeben
  • B) Grad I bietet mehr Widerstand als Grad V
  • C) Je höher der Grad, desto höher der Widerstand gegen Einbruch
  • D) Die Grade sagen aus, wie lange ein Tresor einem Brand standhält
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Richtig: A und C. Die Grade reichen von 0 bis XIII, ein höherer Grad bedeutet mehr Widerstand. Feuerschutz ist eine eigene Eigenschaft und wird nach anderen Normen geprüft.

Wo stehen die Sicherheitsstufen S1 und S2 im Verhältnis zu den Graden nach DIN EN 1143-1?

  • A) Über Grad XIII, sie sind für Banken gedacht
  • B) Zwischen Grad III und Grad IV
  • C) Unter Grad 0, als einfache Sicherheitsschränke nach DIN EN 14450
  • D) Sie sind gleichbedeutend mit Grad I und Grad II
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Richtig: C. S1 und S2 sind Stufen nach DIN EN 14450 für einfache Sicherheitsschränke. Sie liegen unter dem niedrigsten Grad 0 der DIN EN 1143-1.

Warum wird ein Tresor oft mit Körperschallmeldern an die Einbruchmeldeanlage angeschlossen?

  • A) Damit Bohr- und Schneidarbeiten gemeldet werden, während der Täter noch arbeitet
  • B) Damit der Tresor bei Alarm automatisch verriegelt und erst nach 24 Stunden aufgeht
  • C) Weil die Norm DIN EN 1143-1 jeden Tresor mit Melder vorschreibt
  • D) Damit der Betreiber per App sieht, wie viel Geld im Tresor liegt
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Richtig: A. Körperschallmelder erkennen Vibrationen von Werkzeugen am Tresor. Der Alarm kommt dann früh, und die Widerstandszeit des Tresors steht für die Intervention zur Verfügung.

Bei der Schließkontrolle findest du eine angelehnte Tresortür mit steckendem Schlüssel. Was ist richtig?

  • A) Du zählst den Inhalt und trägst den Betrag ins Wachbuch ein
  • B) Du meldest den Zustand der Leitstelle und gehst nach Dienstanweisung vor
  • C) Du nimmst das Bargeld zur Sicherheit mit ins Fahrzeug
  • D) Du lässt den Tresor unverändert und dokumentierst den Zustand
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Richtig: B und D. Du veränderst nichts am Inhalt, meldest und dokumentierst. Ob der Tresor geschlossen wird, entscheidet der Betreiber nach Dienstanweisung. Zählen oder Mitnehmen von Werten ist nicht dein Auftrag.

Zum Thema Wertbehältnisse und Wertschutzräume →

Gefahrenmeldeanlagen (GMA)

Welche Anlagen gehören zum Oberbegriff Gefahrenmeldeanlage?

  • A) Die Einbruchmeldeanlage
  • B) Die Zutrittskontrollanlage mit Drehkreuz
  • C) Die Brandmeldeanlage
  • D) Die Schließanlage mit Generalhauptschlüssel
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Richtig: A und C. Gefahrenmeldeanlagen erkennen und melden Gefahren. Dazu zählen vor allem Einbruch-, Überfall- und Brandmeldeanlagen. Zutrittskontrolle und Schließanlage regeln dagegen den Zugang.

Was versteht man unter einem Fernalarm?

  • A) Eine laute Außensirene, die auch in der Nachbarschaft deutlich zu hören ist
  • B) Einen Summer, der nur im Büro des Betreibers ertönt
  • C) Eine Meldung an eine hilfeleistende Stelle, die der Täter nicht bemerkt
  • D) Eine Alarmmeldung per Lautsprecher an alle Personen im Gebäude
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Richtig: C. Der Fernalarm geht über die Übertragungseinrichtung an eine Leitstelle, die Polizei oder die Feuerwehr. Der örtliche Alarm ist intern oder extern hörbar.

Welche Normenreihe ist in Deutschland die Grundlage für Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall?

  • A) DIN EN 1627
  • B) DIN VDE 0833
  • C) DIN EN 1143-1
  • D) DIN 18104
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Richtig: B. DIN VDE 0833 regelt Gefahrenmeldeanlagen, Teil 2 für Brand, Teil 3 für Einbruch und Überfall. Die anderen Normen betreffen Bauteile, Tresore und Nachrüstprodukte.

Die Zentrale meldet nachts eine Sabotage an einem Melder, die Anlage ist unscharf. Wie bewertest du das?

  • A) Als bedeutungslos, weil die Anlage unscharf ist
  • B) Als ernst zu nehmende Meldung, die auch unscharf auf eine Manipulation hinweisen kann
  • C) Als normalen Betriebszustand, der ohne Dokumentation gelöscht wird
  • D) Als sicheren Fehlalarm, weil eine Sabotage nur im scharfen Zustand überhaupt möglich ist
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Richtig: B. Sabotage wird rund um die Uhr überwacht und gemeldet, auch im unscharfen Zustand. Sie kann auf einen vorbereiteten Einbruch hindeuten und wird weitergegeben und dokumentiert.

Welche Bestandteile hat jede Gefahrenmeldeanlage?

  • A) Melder, die die Gefahr erfassen
  • B) Eine Zentrale, die Meldungen auswertet und anzeigt
  • C) Eine Videokamera an jedem Eingang
  • D) Einen Generalhauptschlüssel für die Feuerwehr
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Richtig: A und B. Melder und Zentrale sind der Kern jeder GMA, dazu kommen Bedienteil, Signalgeber, Energieversorgung und meist eine Übertragungseinrichtung. Kameras und Schlüssel sind kein Bestandteil.

Am Bedienteil erscheint eine Störung. Was bedeutet Quittieren in diesem Moment?

  • A) Die Ursache der Störung ist damit behoben
  • B) Der akustische Hinweis wird stumm geschaltet, die Ursache besteht weiter
  • C) Die gestörte Meldergruppe wird dauerhaft abgeschaltet
  • D) Die Anlage meldet der Leitstelle automatisch, dass wieder alles in Ordnung ist
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Richtig: B. Quittieren bestätigt nur, dass die Meldung wahrgenommen wurde, und schaltet den Summer ab. Die Störung muss weitergegeben und von der Fachfirma behoben werden.

Zum Thema Gefahrenmeldeanlagen (GMA) →

Einbruchmeldeanlage (EMA)

Was bedeutet Zwangsläufigkeit bei einer Einbruchmeldeanlage?

  • A) Die Anlage lässt sich nur scharf schalten, wenn alle Melder in Ruhe sind
  • B) Die Anlage schaltet sich jeden Abend zu einer festen Uhrzeit automatisch scharf
  • C) Ein scharf geschalteter Bereich kann nicht versehentlich betreten werden
  • D) Jeder Alarm wird zwingend an die Polizei weitergeleitet
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Richtig: A und C. Zwangsläufigkeit verhindert Fehlbedienungen: Scharfschalten nur bei geschlossenen und ruhenden Meldebereichen und kein versehentliches Betreten im scharfen Zustand. Eine Zeitschaltung oder Pflicht zur Polizeimeldung gehört nicht dazu.

Welcher Vorteil spricht für eine Außenhautüberwachung?

  • A) Sie ist immer billiger als eine Fallenüberwachung
  • B) Sie meldet den Täter schon beim Angriff auf Türen und Fenster
  • C) Sie braucht keine Zentrale und keine Energieversorgung
  • D) Sie macht mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern überflüssig
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Richtig: B. Die Außenhautüberwachung meldet, bevor der Täter im Gebäude ist, und erlaubt Anwesenden, sich innen frei zu bewegen. Sie ist meist teurer als eine Fallenüberwachung.

Was ist eine Fallenüberwachung?

  • A) Die Überwachung typischer Laufwege des Täters im Inneren
  • B) Die Überwachung aller Fenster mit Glasbruchmeldern
  • C) Eine Anlage, die den Täter in einem Raum einschließt
  • D) Die Überwachung des Tresors mit Körperschallmeldern an den Wänden
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Richtig: A. Bei der Fallenüberwachung sitzen Bewegungsmelder an typischen Laufwegen wie Fluren oder Treppenhäusern. Sie meldet erst, wenn der Täter schon im Gebäude ist. Einschließen darf eine Anlage niemanden.

Welcher Grad nach DIN EN 50131-1 entspricht grob der VdS-Klasse B?

  • A) Grad 1, geringes Risiko
  • B) Grad 2, geringes bis mittleres Risiko
  • C) Grad 3, mittleres bis hohes Risiko
  • D) Grad 4, hohes Risiko
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Richtig: C. Die Gegenüberstellung lautet grob: Klasse A entspricht Grad 2, Klasse B Grad 3, Klasse C Grad 4. Grad 1 hat keine VdS-Entsprechung.

In einer Wohnung schläft der Bewohner, die Alarmanlage überwacht nur Türen und Fenster und meldet an ihn. Welcher Zustand liegt vor?

  • A) Unscharf
  • B) Extern scharf
  • C) Intern scharf
  • D) Revisionsbetrieb
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Richtig: C. Intern scharf heißt: Personen sind im Objekt, überwacht wird meist die Außenhaut, gemeldet wird an die Anwesenden. Extern scharf setzt ein leeres Objekt voraus.

Welche Aussagen zu den VdS-Klassen von Einbruchmeldeanlagen treffen zu?

  • A) Klasse C bietet den höchsten Schutz der drei Klassen
  • B) Klasse A ist für Banken und Juweliere vorgesehen
  • C) Für einen Anschluss bei der Polizei werden Anlagen ab Klasse B verlangt
  • D) Die Klassen gelten nur für Brandmeldeanlagen
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Richtig: A und C. Klasse C ist die höchste, Klasse A die einfachste VdS-Klasse. Die Polizei schaltet direkt nur Anlagen ab Klasse B auf. Die Klassen betreffen Einbruch- und Überfallmeldeanlagen.

Zum Thema Einbruchmeldeanlage (EMA) →

Überfallmeldeanlage (ÜMA)

Warum wird ein Überfallalarm in der Regel still als Fernalarm übertragen?

  • A) Damit die Nachbarn nicht durch eine Sirene gestört werden
  • B) Damit der Täter nicht in Panik gerät und gewalttätiger wird
  • C) Weil laute Sirenen nur bei Brandmeldeanlagen erlaubt sind
  • D) Weil eine stille Meldung bei der Leitstelle schneller ankommt
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Richtig: B. Bei einem Überfall sind Menschen in der Nähe des Täters. Ein lauter Alarm könnte ihn zu Gewalt oder Geiselnahme treiben. Deshalb erfährt er nicht, dass Hilfe unterwegs ist.

Welche Aussagen zur Überfallmeldeanlage treffen zu?

  • A) Sie ist rund um die Uhr aktiv
  • B) Sie wird von einem Menschen ausgelöst
  • C) Sie wird abends zusammen mit der Einbruchmeldeanlage unscharf geschaltet
  • D) Sie löst vor allem automatisch über Bewegungsmelder aus
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Richtig: A und B. Überfallmelder sind nichtautomatische Melder und bilden eigene Gruppen, die sich nicht unscharf schalten lassen. Bewegungsmelder gehören zur Einbruchmeldeanlage.

Wie funktioniert ein Geldscheinkontakt?

  • A) Er zählt das Bargeld in der Kasse und meldet Fehlbeträge
  • B) Er löst aus, wenn die letzten Scheine aus der Klammer in der Kassenlade genommen werden
  • C) Er färbt die Scheine bei einem Überfall automatisch ein
  • D) Er sperrt die Kassenlade automatisch, sobald an der Anlage ein Überfalltaster gedrückt wird
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Richtig: B. Der Geldscheinkontakt sitzt in der Kassenlade und löst bei Entnahme der letzten Scheine still aus. So kann der Alarm ausgelöst werden, ohne dass jemand einen Taster drückt.

Ein Mitarbeiter wird von Tätern gezwungen, die Alarmanlage unscharf zu schalten. Was kann er tun?

  • A) Er verweigert das Unscharfschalten und drückt für alle hörbar den Taster für die Außensirene
  • B) Er gibt einen Bedrohungscode ein, die Anlage schaltet scheinbar unscharf und meldet still
  • C) Er schaltet die Anlage intern scharf, damit eine Sirene ertönt
  • D) Er zieht den Stecker der Zentrale, damit sie eine Störung meldet
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Richtig: B. Der Bedrohungscode schaltet für den Täter sichtbar normal unscharf, löst aber still einen Überfallalarm aus. Verweigern oder Sabotage würden den Mitarbeiter gefährden.

Ein Täter bedroht dich an der Kasse und beobachtet genau deine Hände. Der Überfalltaster liegt in Reichweite. Was ist richtig?

  • A) Du drückst sofort den Taster, egal ob er es sieht
  • B) Du verzichtest vorerst auf das Auslösen und erfüllst die Forderungen ruhig
  • C) Du versuchst, ihm das Messer abzunehmen
  • D) Du merkst dir Aussehen, Sprache und Fluchtrichtung des Täters
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Richtig: B und D. Auslösen nur, wenn es unbemerkt und ohne Gefahr möglich ist. Leben geht vor Sachwerten. Gute Beobachtung hilft der Polizei später mehr als jede Gegenwehr.

Was unterscheidet eine Personen-Notsignal-Anlage von einer Überfallmeldeanlage?

  • A) Sie meldet vor allem Unfälle und Notlagen alleinarbeitender Personen
  • B) Sie ist nur in Banken vorgeschrieben
  • C) Sie ist ein anderer Name für den Funk-Überfallmelder
  • D) Sie alarmiert ausschließlich die Feuerwehr
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Richtig: A. Die Personen-Notsignal-Anlage ist ein Mittel des Arbeitsschutzes. Sie meldet etwa Sturz oder Bewegungslosigkeit bei Alleinarbeit. Die ÜMA meldet Überfälle und Bedrohungen.

Zum Thema Überfallmeldeanlage (ÜMA) →

Brandmeldeanlage (BMA)

Was löst ein blauer Druckknopfmelder mit der Aufschrift Hausalarm aus?

  • A) Eine direkte Alarmierung der Feuerwehr
  • B) Einen internen Alarm im Gebäude ohne Feuerwehralarmierung
  • C) Die Rauchabzugsanlage im Treppenhaus und in allen Fluren des Gebäudes
  • D) Die Entriegelung aller Fluchttüren
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Richtig: B. Blaue Hausalarm-Melder warnen nur die Menschen im Gebäude. Die Feuerwehr ruft der rote Handfeuermelder, orange steht für Rauchabzug, grün für die Türentriegelung.

Die BMA löst nachts aus. Du findest als Ursache Wasserdampf aus einer Dusche. Was ist richtig?

  • A) Du setzt die Anlage sofort zurück und rufst die Feuerwehr ab
  • B) Du lässt die Anlage im Alarmzustand und empfängst die Feuerwehr
  • C) Du schaltest die Meldergruppe ab, damit es nicht wieder passiert
  • D) Du schilderst der Feuerwehr deine Beobachtung und übergibst die Laufkarte
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Richtig: B und D. Die BMA wird nicht vor Eintreffen der Feuerwehr zurückgesetzt. Ob ein Fehlalarm vorliegt, entscheidet die Feuerwehr. Du unterstützt sie mit deinen Beobachtungen und der Laufkarte.

Wozu dient das Feuerwehrschlüsseldepot (FSD)?

  • A) Es verwahrt Objektschlüssel für den gewaltfreien Zugang der Feuerwehr
  • B) Es bewahrt die Schlüssel der Wachpersonen während der Pause auf
  • C) Es enthält die Laufkarten und das Betriebsbuch der Anlage
  • D) Es ist ein Tresor für Bargeld des Betreibers, den nur die Feuerwehr öffnen darf
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Richtig: A. Das FSD sitzt außen am Gebäude und öffnet sich nur bei ausgelöster Brandmeldeanlage mit dem Schlüssel der Feuerwehr. So kommt sie ohne Gewalt ins Objekt.

Welche Normen gelten für Brandmeldeanlagen?

  • A) DIN 14675 für Planung, Aufbau und Betrieb
  • B) DIN EN 1627 für die Widerstandsklassen der Melder
  • C) DIN VDE 0833-2 für die elektrotechnischen Festlegungen
  • D) DIN EN 356 für das Glas der Handfeuermelder
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Richtig: A und C. Brandmeldeanlagen werden nach DIN 14675 und DIN VDE 0833-2 geplant und betrieben, die Bauteile nach DIN EN 54. DIN EN 1627 und DIN EN 356 betreffen Einbruchschutz.

Was zeigt eine Feuerwehrlaufkarte?

  • A) Den Dienstplan der Wachpersonen im Objekt
  • B) Den Weg vom Feuerwehrzugang zum ausgelösten Melder einer Meldergruppe
  • C) Die Fluchtwege, Sammelstellen und Feuerlöscher für die Besucher des Gebäudes
  • D) Die Telefonnummern aller Mieter im Gebäude
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Richtig: B. Für jede Meldergruppe gibt es eine Laufkarte mit Grundriss und Laufweg zum Melder. Sie liegt am Feuerwehrzugang und wird der Feuerwehr übergeben.

Für Schweißarbeiten soll ein Bereich der BMA abgeschaltet werden. Was gilt?

  • A) Die Wachperson schaltet nach Gefühl ab, wenn die Handwerker darum bitten
  • B) Die Abschaltung erfolgt nach festgelegtem Verfahren mit Ersatzmaßnahme und Eintrag im Betriebsbuch
  • C) Eine Abschaltung ist nie erlaubt, Schweißarbeiten müssen verschoben werden
  • D) Die Melder werden mit Plastiktüten abgedeckt, die Anlage bleibt sonst unverändert
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Richtig: B. Abschaltungen erfolgen nur nach Verfahren durch befugte Personen. Der Bereich braucht eine Ersatzmaßnahme wie eine Brandwache, und alles wird dokumentiert. Danach wird wieder eingeschaltet.

Zum Thema Brandmeldeanlage (BMA) →

Melderarten: Bewegungsmelder, Öffnungsmelder, Glasbruchmelder

Ein Täter schlägt die Scheibe eines geschlossenen Fensters ein und steigt durch die Öffnung, ohne den Flügel zu bewegen. Welcher Melder am Fenster erkennt das nicht?

  • A) Der passive Glasbruchmelder auf der Scheibe
  • B) Das Alarmglas mit eingebauter Leiterschleife
  • C) Der Magnetkontakt zwischen Rahmen und Flügel
  • D) Der akustische Glasbruchmelder, der im Raum an der Decke hängt
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Richtig: C. Der Magnetkontakt meldet nur, wenn sich der Flügel vom Rahmen entfernt. Das Einschlagen der Scheibe erkennen Glasbruchmelder und Alarmglas.

Worauf reagiert ein Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder?

  • A) Auf die Veränderung der Wärmestrahlung in seinen Erfassungszonen
  • B) Auf das Geräusch von Schritten im überwachten Raum
  • C) Auf einen Anstieg der Raumtemperatur über einen fest eingestellten Grenzwert
  • D) Auf die Reflexion eines selbst ausgesendeten Funksignals
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Richtig: A. Der PIR-Melder empfängt nur und wertet wechselnde Wärmestrahlung aus, wenn sich ein Körper durch seine Zonen bewegt. Selbst senden tun Mikrowellen- und Ultraschallmelder.

Welche Aussagen zum Dual-Bewegungsmelder sind richtig?

  • A) Er verbindet zwei unterschiedliche Erkennungsprinzipien, meist PIR und Mikrowelle
  • B) Er löst schon aus, wenn eines der beiden Prinzipien anspricht
  • C) Er senkt die Zahl der Falschalarme, weil beide Prinzipien ansprechen müssen
  • D) Er ersetzt die Überwachung der Außenhaut vollständig
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Richtig: A und C. Der Dual-Melder kombiniert zwei Prinzipien und alarmiert erst, wenn beide gleichzeitig ansprechen. Gerade das macht ihn unempfindlicher gegen Störgrößen. Die Außenhaut überwacht er nicht.

Was unterscheidet einen aktiven Glasbruchmelder von einem passiven?

  • A) Der aktive Melder hängt im Raum, der passive klebt direkt auf der Scheibe
  • B) Er sendet selbst ein Signal in die Scheibe und prüft dessen Veränderung
  • C) Der aktive Melder ist nur für Alarmglas mit Leiterschleife zugelassen
  • D) Der aktive Melder reagiert nur auf Geräusche, der passive dagegen nur auf Erschütterungen
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Richtig: B. Aktiv heißt: Der Melder sendet ein Signal in das Glas und erkennt, wenn es sich durch einen Bruch ändert. Der passive Melder sendet nichts und wertet nur die Bruchschwingungen aus.

Welche Vorteile hat die Außenhautüberwachung gegenüber der reinen Raumüberwachung?

  • A) Der Alarm kommt, bevor der Täter vollständig eingedrungen ist
  • B) Sie braucht keine Wartung und keine Begehung durch Fachfirmen
  • C) Sie verschafft der Intervention mehr Zeit bis zum Zugriff auf Werte
  • D) Sie erkennt auch Täter, die sich vor Geschäftsschluss im Gebäude einschließen lassen
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Richtig: A und C. Melder an Türen, Fenstern und Wänden erkennen den Einbruchsversuch früh. Das verlängert die Zeit, die bis zum Eintreffen der Intervention bleibt. Einen Täter, der schon drin ist, erfasst nur die Raumüberwachung, und Wartung braucht jede Anlage.

Was meldet ein Riegelschaltkontakt?

  • A) Ob die Tür geöffnet oder geschlossen ist
  • B) Ob jemand von außen an der Tür rüttelt, hebelt oder kräftig dagegen schlägt
  • C) Ob der Schlossriegel ausgefahren und die Tür damit abgeschlossen ist
  • D) Ob ein berechtigter Schlüssel im Zylinder steckt
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Richtig: C. Der Riegelkontakt im Schließblech erkennt den ausgefahrenen Riegel, also das Verschließen. Ob die Tür nur zu oder offen ist, meldet der Magnetkontakt.

Zum Thema Melderarten: Bewegungsmelder, Öffnungsmelder, Glasbruchmelder →

Falschalarme vermeiden und richtig reagieren

Was versteht man unter einem Täuschungsalarm?

  • A) Ein Alarm, der durch einen Kabelbruch, eine korrodierte Klemme oder eine leere Batterie in der Anlage entsteht
  • B) Ein Alarm, den ein Täter absichtlich auslöst, um die Wachperson wegzulocken
  • C) Ein Alarm, bei dem der Melder korrekt auf eine Kenngröße reagiert, die nicht von einer Gefahr stammt
  • D) Ein Alarm, den die Leitstelle ohne Rückfrage direkt an die Polizei weitergibt
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Richtig: C. Beim Täuschungsalarm funktioniert der Melder richtig, er wird nur von einer harmlosen Ursache wie Dampf oder einem Tier getäuscht. Ein Kabelbruch ist ein technisch verursachter Alarm.

Was bewirkt die Zwangsläufigkeit bei einer Einbruchmeldeanlage?

  • A) Die Anlage lässt sich nur scharf schalten, wenn alle überwachten Türen und Fenster verschlossen sind
  • B) Die Anlage schaltet sich nach Geschäftsschluss zu einer festen Uhrzeit von selbst scharf
  • C) Ein scharf geschalteter Bereich kann nicht versehentlich betreten werden, ohne vorher unscharf zu schalten
  • D) Die Anlage meldet jeden Alarm gleichzeitig an Polizei, Feuerwehr und Betreiber
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Richtig: A und C. Zwangsläufigkeit verhindert zwei typische Bedienfehler: das Scharfschalten bei offenen Zugängen und das Betreten bei scharfer Anlage, etwa durch ein Blockschloss.

Im selben Objekt hat es in dieser Woche schon dreimal Fehlalarm gegeben. Nachts kommt der nächste Alarm. Wie verhältst du dich?

  • A) Du verfolgst den Alarm vollständig nach Dienstanweisung, als wäre er echt
  • B) Du fährst nur hin, wenn die Leitstelle zusätzlich ein Bild von der Kamera hat
  • C) Du klebst den betroffenen Melder ab, damit er bis zur Wartung keinen weiteren Alarm erzeugt
  • D) Du lässt den Alarm bis zum Morgen liegen und informierst dann die Fachfirma
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Richtig: A. Gewöhnung ist die größte Gefahr. Jeder Alarm wird so behandelt, als wäre er echt, bis das Gegenteil feststeht. Melder abkleben schafft eine Lücke in der Überwachung.

Eine zur Feuerwehr aufgeschaltete Brandmeldeanlage hat ausgelöst. Du findest als Ursache Wasserdampf aus einer Dusche. Was tust du?

  • A) Du rufst die Feuerwehr an und sagst den Einsatz ab, weil kein Brand vorliegt
  • B) Du empfängst die Feuerwehr an der vereinbarten Stelle und schilderst deine Feststellungen
  • C) Du setzt die Brandmeldezentrale selbst zurück, damit die Feuerwehr gar nicht erst kommen muss
  • D) Du verlässt das Objekt, weil die Feuerwehr die Lage ohnehin selbst prüft
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Richtig: B. Ob ein Fehlalarm vorliegt, entscheidet die Feuerwehr. Die Wachperson weist die Kräfte ein und berichtet, was sie gesehen hat. Absagen oder eigenmächtiges Zurücksetzen ist nicht ihre Aufgabe.

Welche Maßnahmen helfen, Falschalarme zu vermeiden?

  • A) Melder mit zwei unterschiedlichen Erkennungsprinzipien einsetzen
  • B) Die Empfindlichkeit aller Melder dauerhaft auf das Minimum stellen
  • C) Nutzer und Fremdfirmen in die Bedienung der Anlage einweisen
  • D) Bewegungsmelder grundsätzlich nur in Fensternähe anbringen
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Richtig: A und C. Mehrkriterienmelder und gut eingewiesene Nutzer senken Falschalarme wirksam. Eine pauschal verringerte Empfindlichkeit würde echte Einbrüche übersehen lassen.

Ein Jugendlicher drückt zum Spaß einen Handfeuermelder. Wie nennt man diese Art von Falschalarm?

  • A) Technisch verursachter Alarm
  • B) Täuschungsalarm durch eine Störgröße
  • C) Böswilliger Alarm
  • D) Alarm durch einen Fehler beim Scharfschalten
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Richtig: C. Wer absichtlich einen Melder auslöst, verursacht einen böswilligen Alarm. Das kann als Missbrauch von Notrufen nach §145 StGB strafbar sein.

Zum Thema Falschalarme vermeiden und richtig reagieren →

Notruf- und Serviceleitstelle (NSL)

Welche Norm regelt die Anforderungen an die Alarmempfangsstelle, also den Ort, an dem Alarme technisch ankommen?

  • A) DIN EN 1627
  • B) DIN EN 50518
  • C) DIN VDE 0833-2
  • D) DIN EN 2
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Richtig: B. DIN EN 50518 legt Standort, Bau, Technik und Betrieb der Alarmempfangsstelle fest. DIN EN 1627 betrifft einbruchhemmende Bauteile, DIN VDE 0833-2 Brandmeldeanlagen, DIN EN 2 die Brandklassen.

Welche Aufgaben gehören nach VdS 3138 zum Alarmdienst einer NSL?

  • A) Die eingehende Meldung bewerten und die vereinbarten Maßnahmen einleiten
  • B) Am Objekt eintreffen und Türen und Fenster von außen kontrollieren
  • C) Den Verlauf der Maßnahmen überwachen und das Ergebnis dokumentieren
  • D) Einen Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festhalten
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Richtig: A und C. Der Alarmdienst bewertet, veranlasst, überwacht und dokumentiert. Die Arbeit vor Ort am Objekt ist Aufgabe des Interventionsdienstes.

Woran richtet sich die Leitstellenkraft, wenn aus einem Objekt ein Alarm eingeht?

  • A) An ihrer persönlichen Erfahrung mit vergleichbaren Objekten
  • B) An der Weisung des Polizeibeamten, der gerade Dienst hat
  • C) An dem mit dem Kunden schriftlich vereinbarten Maßnahmenplan
  • D) An der Reihenfolge, in der die Interventionskräfte verfügbar sind
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Richtig: C. Für jedes Objekt ist festgelegt, was bei welcher Meldung zu tun ist. Dieser Maßnahmenplan ist die Arbeitsgrundlage, nicht das Bauchgefühl.

Ein Kunde fragt, ob die NSL bei einem Einbruch selbst Täter verfolgen und festnehmen lässt, weil sie ja eine Leitstelle wie die Polizei sei. Was stimmt?

  • A) Ja, eine zertifizierte NSL hat polizeiähnliche Befugnisse gegenüber Tätern
  • B) Nein, die NSL hat keine hoheitlichen Befugnisse und verständigt bei Bedarf die Polizei
  • C) Ja, wenn der Kunde der NSL schriftlich die entsprechenden Rechte übertragen hat
  • D) Nein, eine NSL darf bei Einbruchalarmen grundsätzlich nur den Kunden selbst informieren, nicht aber die Polizei
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Richtig: B. Leitstellen privater Sicherheitsdienste haben keine polizeilichen Rechte. Sie veranlassen Intervention und verständigen die Polizei. Für Wachpersonen bleiben die Jedermannsrechte.

Warum dokumentiert die NSL jeden Bearbeitungsschritt mit Zeitstempel?

  • A) Weil sie gegenüber Kunde und Versicherer nachweisen muss, was wann veranlasst wurde
  • B) Weil die Daten automatisch an die Bundesnetzagentur übermittelt werden müssen
  • C) Weil Zeitvorgaben für Quittierung und Anrückzeiten nur so überprüfbar sind
  • D) Weil die Dokumentation die spätere Strafanzeige durch die Polizei ersetzt
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Richtig: A und C. Zeitstempel belegen, dass die vereinbarten Maßnahmen rechtzeitig liefen, und machen vereinbarte Zeiten überprüfbar. Eine Strafanzeige ersetzen sie nicht.

Welche Aussage zu Normen und VdS-Richtlinien für Leitstellen trifft zu?

  • A) Sie gelten als Bundesgesetz unmittelbar für jedes Bewachungsunternehmen in Deutschland
  • B) Sie werden verbindlich, wenn Versicherer, Behörden oder Kunden sie verlangen
  • C) Sie gelten nur für Leitstellen von Polizei und Feuerwehr
  • D) Sie ersetzen die Erlaubnis nach §34a GewO für den Betrieb einer Leitstelle
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Richtig: B. Normen und VdS-Richtlinien sind Regeln der Technik, keine Gesetze. Verbindlich werden sie durch Vertrag, Versicherungsbedingungen oder behördliche Vorgaben.

Zum Thema Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) →

Alarmverfolgung und Interventionsdienst

Du fährst nachts zu einem Einbruchalarm. Was gilt für die Anfahrt?

  • A) Du darfst mit Warnblinker rote Ampeln vorsichtig überqueren
  • B) Du fährst zügig, musst aber alle Verkehrsregeln einhalten
  • C) Du darfst die Höchstgeschwindigkeit überschreiten, wenn die Leitstelle es anordnet
  • D) Du hast Sonderrechte, sobald der Kunde einen Interventionsvertrag abgeschlossen hat
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Richtig: B. Interventionsfahrzeuge privater Sicherheitsdienste haben keine Sonderrechte. Weder Leitstelle noch Kunde können sie verleihen.

Bei der Außenkontrolle findest du eine aufgehebelte Tür. Im Gebäude ist es dunkel. Was tust du?

  • A) Du gehst mit Taschenlampe hinein, um mögliche Täter zu stellen
  • B) Du ziehst dich auf einen sicheren Beobachtungspunkt zurück und meldest der Leitstelle
  • C) Du schließt die Tür von außen ab, damit ein Täter im Gebäude festsitzt
  • D) Du lässt über die Leitstelle die Polizei anfordern und wartest auf ihre Freigabe
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Richtig: B und D. Bei Einbruchsspuren geht Eigensicherung vor. Du beobachtest aus sicherer Position, meldest und lässt die Polizei kommen. Wer einen Täter einschließt, provoziert eine gefährliche Konfrontation.

Was versteht man unter der Anrückzeit im Interventionsdienst?

  • A) Die Zeit, die ein Täter braucht, um eine einbruchhemmende Tür oder ein Fenster zu überwinden
  • B) Die Zeit zwischen Scharfschalten der Anlage und dem ersten Kontrollgang
  • C) Die Zeit vom Beginn der Alarmbearbeitung bis zum Eintreffen der Kraft am Objekt
  • D) Die Zeit, die eine Wachperson nach Schichtende noch erreichbar sein muss
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Richtig: C. Die Anrückzeit misst, wie schnell die Interventionskraft nach Beginn der Bearbeitung am Objekt ist. Die Zeit, die ein Täter für eine Tür braucht, ist der Widerstandszeitwert.

Welche Angaben gehören in einen Interventionsbericht?

  • A) Uhrzeiten von Auftrag, Eintreffen und Abmeldung
  • B) Die eigene Vermutung, wer als Täter infrage kommt, mit Namen
  • C) Festgestellte Ursache, Schäden und getroffene Maßnahmen
  • D) Die privaten Telefonnummern aller angetroffenen Mitarbeiter
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Richtig: A und C. Der Bericht dokumentiert Zeiten, Ursache, Schäden und Maßnahmen. Spekulationen über Täter und unnötige personenbezogene Daten gehören nicht hinein.

Was verlangt die DGUV Vorschrift 23 vom Unternehmer, wenn sich bei Sicherungstätigkeiten besondere Gefahren ergeben können?

  • A) Dass das Personal bei dieser Tätigkeit überwacht wird
  • B) Dass das Personal eine Schusswaffe mitführt
  • C) Dass jede Tätigkeit dieser Art vorher der Polizei angezeigt wird
  • D) Dass solche Aufträge ausschließlich tagsüber übernommen werden
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Richtig: A. Bei Tätigkeiten mit besonderen Gefahren muss das Personal überwacht werden, in der Praxis oft über Personen-Notsignal-Geräte oder regelmäßige Statusabfragen. Eine Waffenpflicht gibt es nicht.

Warum muss die vereinbarte Anrückzeit zum Widerstandszeitwert der mechanischen Sicherungen passen?

  • A) Weil die Versicherung sonst automatisch jede Leistung verweigert
  • B) Weil die Intervention eintreffen soll, bevor der Täter die Sicherungen überwunden hat
  • C) Weil die Bewachungsverordnung für alle Objekte eine Anrückzeit von genau zehn Minuten vorschreibt
  • D) Weil die Polizei sonst nicht bereit ist, zu einem Einbruchalarm auszurücken
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Richtig: B. Mechanik soll den Täter so lange aufhalten, bis Hilfe da ist. Eine gesetzlich feste Anrückzeit gibt es nicht, sie wird mit dem Kunden vereinbart.

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Videoüberwachungstechnik (CCTV)

Wovon hängt vor allem ab, ob du eine unbekannte Person auf einem Videobild identifizieren kannst?

  • A) Von der Anzahl der Megapixel, die auf dem Kameragehäuse angegeben ist
  • B) Von der Pixeldichte, also wie viele Bildpunkte am Zielort auf einen Meter fallen
  • C) Davon, ob das Bild in Farbe oder in Schwarz-Weiß aufgezeichnet wurde
  • D) Von der Größe und Auflösung des Monitors am Bedienplatz in der Pforte oder Leitstelle
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Richtig: B. Entscheidend ist die Pixeldichte am Ort der Person. Eine Kamera mit vielen Megapixeln und sehr weitem Bildausschnitt kann trotzdem zu wenig Details für eine Identifizierung liefern.

Wofür eignet sich eine Wärmebildkamera im Objektschutz besonders?

  • A) Zum Erkennen von Personen im Dunkeln und bei Nebel
  • B) Zum sicheren Identifizieren von Gesichtern an der Zufahrt
  • C) Zum Detektieren von Bewegungen am Außenzaun über große Entfernungen
  • D) Zum Lesen von Kennzeichen an einfahrenden Fahrzeugen
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Richtig: A und C. Wärmebildkameras zeigen Wärmestrahlung und eignen sich zum Detektieren bei schlechter Sicht. Gesichter oder Kennzeichen lassen sich damit nicht erkennen.

Welchen Nachteil hat eine Schwenk-Neige-Zoom-Kamera im Vergleich zu einer fest installierten Kamera?

  • A) Sie kann grundsätzlich nur Schwarz-Weiß-Bilder aufnehmen
  • B) Sie lässt sich nicht an eine Videoaufzeichnung anschließen
  • C) Während sie auf einen Bereich gerichtet ist, bleiben andere Bereiche unbeobachtet
  • D) Sie darf aus datenschutzrechtlichen Gründen nur tagsüber betrieben werden, weil sie zoomen kann
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Richtig: C. Die PTZ-Kamera schaut immer nur in eine Richtung. Deshalb gehört sie nach dem Einsatz in die vereinbarte Grundstellung zurück.

Ein Kollege möchte, dass die Kamera an der Pforte auch den Ton aufzeichnet, damit Streit mit Besuchern belegt werden kann. Was stimmt?

  • A) Das ist zulässig, wenn ein Hinweisschild auf die Videoüberwachung hängt
  • B) Das ist zulässig, solange die Aufnahmen nach 72 Stunden gelöscht werden
  • C) Das ist unzulässig, das unbefugte Aufnehmen des nichtöffentlich gesprochenen Worts ist strafbar
  • D) Das ist nur zulässig, wenn der Auftraggeber und der Betriebsrat zuvor schriftlich zugestimmt haben
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Richtig: C. §201 StGB stellt die unbefugte Aufnahme des nichtöffentlich gesprochenen Worts unter Strafe. Weder Hinweisschild noch Zustimmung des Auftraggebers ändern daran etwas.

Was gilt beim Umgang mit Videoaufnahmen am Arbeitsplatz der Wachperson?

  • A) Aufnahmen werden nur nach den Vorgaben der Dienstanweisung herausgegeben
  • B) Auffällige Szenen dürfen zur eigenen Absicherung mit dem Handy abgefilmt werden
  • C) Kameras werden nur auf die Bereiche gerichtet, die überwacht werden dürfen
  • D) Aufnahmen dürfen an Kollegen anderer Objekte weitergeleitet werden, wenn sie lehrreich sind
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Richtig: A und C. Videoaufnahmen sind personenbezogene Daten. Sie werden nur zweckgebunden genutzt und nach festgelegtem Verfahren herausgegeben. Privates Abfilmen und Weiterleiten ist ein Datenschutzverstoß.

Die automatische Videoanalyse meldet nachts einen Alarm am Zaun. Was ist der richtige erste Schritt?

  • A) Du bewertest das Bild selbst, zum Beispiel durch Heranzoomen mit einer steuerbaren Kamera
  • B) Du rufst sofort die Polizei, weil die Analyse sich bei Personen nie irrt
  • C) Du schaltest die Videoanalyse für den Rest der Nacht ab, um Fehlalarme zu vermeiden
  • D) Du gehst sofort allein zum Zaun, um die Person vor Ort anzusprechen und bis zur Polizei festzuhalten
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Richtig: A. Videoanalyse kann durch Tiere, Schatten oder Licht getäuscht werden. Ein Mensch muss bewerten. Erst dann folgen die Maßnahmen nach Alarmplan.

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Zutrittskontrollsysteme

Welche Kombinationen gelten als Zwei-Faktor-Identifikation?

  • A) Ausweiskarte und PIN-Eingabe am Leser
  • B) Zwei verschiedene Ausweiskarten derselben Person
  • C) Transponder und Fingerabdruck
  • D) Zwei PIN-Codes, die nacheinander eingegeben werden
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Richtig: A und C. Zwei-Faktor heißt, zwei verschiedene Arten von Merkmalen zu kombinieren, etwa Besitz und Wissen oder Besitz und Biometrie. Zwei Merkmale derselben Art bringen keinen echten Zusatzschutz.

Was bewirkt die Anti-Passback-Funktion?

  • A) Sie verhindert, dass eine Person ohne eigene Karte direkt hinter einer berechtigten Person mitläuft
  • B) Sie sperrt eine Karte, mit der der Bereich schon betreten wurde, bis sie wieder ausgebucht ist
  • C) Sie meldet einen Alarm, wenn eine Tür länger als die eingestellte Zeit offen steht
  • D) Sie schaltet die Einbruchmeldeanlage scharf, wenn der letzte Mitarbeiter ausbucht
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Richtig: B. Anti-Passback verhindert, dass dieselbe Karte zweimal hintereinander zum Betreten genutzt wird, etwa weil sie zurückgereicht wurde. Gegen Mitlaufen ohne Karte helfen Vereinzelungsanlagen.

Welchen Vorteil hat ein Online-Zutrittskontrollsystem gegenüber einem Offline-System?

  • A) Es kommt ohne Stromversorgung und ohne Verkabelung der Türen aus
  • B) Es ist bei der Nachrüstung in Bestandsgebäuden mit vielen Türen in der Regel deutlich günstiger
  • C) Eine gesperrte Karte ist sofort an allen Türen gesperrt, und Türalarme kommen in Echtzeit an
  • D) Es speichert keine Buchungsdaten und fällt deshalb nicht unter den Datenschutz
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Richtig: C. Online-Leser fragen jede Berechtigung in Echtzeit ab und melden Türzustände sofort. Offline-Komponenten sind leichter nachzurüsten, übernehmen Sperrungen aber erst mit Verzögerung.

Warum sind biometrische Zutrittskontrollsysteme datenschutzrechtlich besonders heikel?

  • A) Weil biometrische Daten zur Identifizierung nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt sind
  • B) Weil biometrische Leser nach dem BDSG grundsätzlich nur von Behörden betrieben werden dürfen
  • C) Weil Fingerabdrücke nach der Bewachungsverordnung nur von der Polizei gespeichert werden dürfen
  • D) Weil biometrische Daten nach der DSGVO nur auf Papier und nicht elektronisch gespeichert werden dürfen
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Richtig: A. Biometrische Daten zur eindeutigen Identifizierung sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt und dürfen nur unter engen Voraussetzungen verarbeitet werden. Ein generelles Verbot für Private gibt es nicht.

Eine Fluchttür ist an das Zutrittskontrollsystem angeschlossen und elektrisch verriegelt. Was muss gewährleistet sein?

  • A) Die Tür lässt sich von innen nur mit einer gültigen Karte öffnen
  • B) Die Verriegelung gibt bei Stromausfall von selbst frei
  • C) Die Tür lässt sich von innen über eine Notöffnung ohne Karte oder Code öffnen
  • D) Die Tür bleibt bei Stromausfall verriegelt, um Einbrüche zu verhindern
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Richtig: B und C. Nach ASR A2.3 müssen Türen im Fluchtweg ohne Hilfsmittel wie Schlüssel, Transponder oder Code zu öffnen sein. Elektrische Verriegelungen brauchen eine Notöffnung und geben bei Stromausfall selbsttätig frei.

Was ist mit Tailgating gemeint?

  • A) Das heimliche Kopieren einer Zutrittskarte mit einem versteckten Lesegerät aus kurzer Entfernung
  • B) Das Ausspähen einer PIN durch einen Blick über die Schulter des Nutzers
  • C) Das unberechtigte Mitlaufen hinter einer berechtigten Person durch eine geöffnete Tür
  • D) Das nachträgliche Löschen von Buchungsdaten aus dem Protokoll der Anlage
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Richtig: C. Tailgating ist das Durchschlüpfen hinter einer berechtigten Person. Es ist die häufigste Methode, eine Zutrittskontrolle zu umgehen. Das Ausspähen einer PIN nennt man Shoulder Surfing.

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Personenvereinzelungsanlagen

Welche Personenvereinzelungsanlage bietet in der Regel das höchste Sicherheitsniveau?

  • A) Die hüfthohe Drehsperre mit drei Armen
  • B) Die Sicherheitsschleuse mit zwei Türen, die nie gleichzeitig offen sind
  • C) Die Schwenktür neben der Drehsperre für Rollstuhlfahrer
  • D) Die Sensorschleuse mit Glasflügeln und Lichtschranken im Foyer eines Bürogebäudes
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Richtig: B. In der Sicherheitsschleuse prüft das System, ob nur eine Person in der Kabine ist, bevor die zweite Tür öffnet. Eine hüfthohe Drehsperre lässt sich überklettern.

Was gilt für Durchgangssperren wie Vereinzelungsanlagen, die betrieblich im Verlauf eines Fluchtwegs nötig sind?

  • A) Sie müssen sich in Fluchtrichtung ohne Hilfsmittel öffnen lassen
  • B) Sie dürfen im Notfall nur von der Pforte aus freigegeben werden
  • C) Der nötige Kraftaufwand darf in Fluchtrichtung höchstens 150 Newton betragen
  • D) Sie müssen bei Stromausfall verriegelt bleiben, um Plünderungen zu verhindern
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Richtig: A und C. Nach ASR A2.3 müssen solche Sperren ohne Hilfsmittel und mit höchstens 150 N in Fluchtrichtung zu öffnen sein. Eine Freigabe nur von der Pforte aus würde Flüchtende vom Personal abhängig machen.

Was erkennt eine Sensorschleuse typischerweise und meldet es an die Pforte?

  • A) Eine zweite Person, die dicht hinter der berechtigten Person durchgehen will
  • B) Eine Person, deren Körpertemperatur über einem eingestellten Grenzwert liegt
  • C) Einen Ausweis, dessen Lichtbild nicht zum Gesicht der Person am Durchgang passt
  • D) Eine Person, die einen verbotenen Gegenstand in der Tasche trägt
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Richtig: A. Sensorleisten und Lichtschranken erkennen Mitlaufen und Durchgang in falscher Richtung. Temperatur, Lichtbildabgleich oder Taschenkontrolle sind keine Aufgaben einer Sensorschleuse.

Ein Mitarbeiter hält einem Bekannten an der Sensorschleuse bewusst den Weg frei, damit dieser ohne eigene Karte mitkommt. Wie nennt man das?

  • A) Anti-Passback
  • B) Shoulder Surfing
  • C) Piggybacking
  • D) Zwangsläufigkeit
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Richtig: C. Mitlaufen mit Zustimmung des Berechtigten nennt man Piggybacking, unbemerktes Mitlaufen Tailgating. Anti-Passback ist eine Funktion gegen das Weiterreichen von Karten.

Warum sind viele Vereinzelungsanlagen mit der Brandmeldeanlage gekoppelt?

  • A) Damit bei Feueralarm der Durchgang automatisch frei wird
  • B) Damit die Anlage bei Feueralarm alle Personen im Gebäude einschließt
  • C) Damit Flüchtende nicht von einer Freigabe durch Personal abhängig sind
  • D) Damit die Feuerwehr nur mit gültiger Zutrittskarte ins Gebäude gelangt
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Richtig: A und C. Die Kopplung sorgt dafür, dass Sperren im Brandfall automatisch auf freien Durchgang schalten. So bleibt der Fluchtweg nutzbar, auch wenn niemand an der Pforte reagiert.

Welchen Nachteil hat eine hüfthohe Drehsperre gegenüber einem mannshohen Drehkreuz?

  • A) Sie lässt pro Freigabe immer gleich zwei Personen hindurch
  • B) Sie kann nicht mit einem Kartenleser verbunden werden
  • C) Sie ist für Rollstuhlfahrer leichter zu passieren als ein Drehkreuz
  • D) Sie lässt sich mit wenig Aufwand überklettern oder unterkriechen
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Richtig: D. Die hüfthohe Drehsperre ordnet den Personenstrom, verhindert aber nicht, dass jemand darüber steigt. Das mannshohe Drehkreuz ist dagegen praktisch nicht zu überklettern. Barrierefrei ist keine der beiden Bauarten.

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Schlüsselverwaltung und Schlüsselbuch

Wie sollen Objektschlüssel im Revierdienst gekennzeichnet sein?

  • A) Mit Firmenname und vollständiger Adresse des Kunden, damit Verwechslungen ausgeschlossen sind
  • B) Mit einer Codierung, die nur über eine getrennte Liste einem Objekt zuzuordnen ist
  • C) Mit dem Namen der Wachperson, die für das Objekt zuständig ist
  • D) Gar nicht, damit niemand weiß, welcher Schlüssel welche Tür schließt
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Richtig: B. Codierte Schlüssel verraten einem Finder nichts. Ganz ohne Kennzeichnung wäre die Verwaltung unmöglich, mit Adresse wäre ein verlorener Bund eine Einladung.

Welche Angaben gehören bei der Schlüsselausgabe ins Schlüsselbuch?

  • A) Schlüsselnummer und Name des Empfängers
  • B) Grund, warum der Empfänger privat ins Objekt möchte
  • C) Datum, Uhrzeit und Unterschrift des Empfängers
  • D) Die Privatanschrift und Telefonnummer des Empfängers
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Richtig: A und C. Das Schlüsselbuch hält fest, wer welchen Schlüssel wann bekommen hat, bestätigt durch Unterschrift. Private Gründe oder Privatanschriften gehören nicht hinein.

Du stellst am Ende deiner Schicht fest, dass du einen Objektschlüssel verloren hast. Was tust du?

  • A) Du suchst am nächsten Tag in Ruhe noch einmal und meldest erst, wenn er nicht auftaucht
  • B) Du lässt dir von einem Schlüsseldienst schnell einen Ersatz anfertigen
  • C) Du meldest den Verlust sofort der Einsatzleitung und schreibst die Umstände auf
  • D) Du trägst im Schlüsselbuch nachträglich ein, dass der Schlüssel zurückgegeben wurde
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Richtig: C. Ein Schlüsselverlust kann die Sicherheit des ganzen Objekts gefährden. Er wird sofort gemeldet, damit der Kunde Maßnahmen treffen kann. Nachschlüssel oder falsche Einträge verschlimmern die Lage.

Was bedeutet es, wenn eine Schließanlage durch eine Sicherungskarte geschützt ist?

  • A) Die Schlüssel lassen sich nur zusammen mit einer zusätzlichen Chipkarte im Zylinder drehen
  • B) Nachschlüssel werden nur gegen Vorlage der Sicherungskarte angefertigt
  • C) Die Schließanlage ist gegen Brand und Wasser versichert
  • D) Die Schlüssel dürfen nur von der Polizei ausgegeben werden
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Richtig: B. Die Sicherungskarte schützt vor unberechtigten Nachschlüsseln. Hersteller oder Fachhändler fertigen nur gegen ihre Vorlage nach.

Wie wird ein Fehler im Schlüsselbuch richtig korrigiert?

  • A) Mit Tipp-Ex überdecken und den richtigen Eintrag darüberschreiben
  • B) Die Seite heraustrennen und sauber neu schreiben
  • C) Den Fehler lesbar durchstreichen und mit Datum und Kürzel korrigieren
  • D) Den falschen Eintrag mit Bleistift überschreiben, damit er später entfernt werden kann
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Richtig: C. Einträge mit Beweiswert müssen nachvollziehbar bleiben. Deshalb wird nur lesbar durchgestrichen und mit Datum und Kürzel berichtigt.

Welche Aussagen zum Feuerwehrschlüsseldepot treffen zu?

  • A) Es enthält einen Objektschlüssel für die Feuerwehr
  • B) Wachpersonen dürfen es nutzen, wenn der Schlüsselschrank leer ist
  • C) Es öffnet sich nur bei ausgelöster Brandmeldeanlage und mit einem Schlüssel der Feuerwehr
  • D) Es ersetzt das Schlüsselbuch für alle Schlüssel, die nachts benötigt werden
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Richtig: A und C. Das Feuerwehrschlüsseldepot verwahrt den Objektschlüssel ausschließlich für die Feuerwehr. Es öffnet erst nach Auslösung der Brandmeldeanlage und mit einem Feuerwehrschlüssel.

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Brandschutz: baulich, anlagentechnisch, organisatorisch

Welche Maßnahmen gehören zum anlagentechnischen Brandschutz?

  • A) Brandmeldeanlage mit automatischen Meldern
  • B) Brandschutzordnung mit Aushang in jedem Stockwerk
  • C) Sprinkleranlage im Lager
  • D) Brandwand zwischen zwei Gebäudeteilen
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Richtig: A und C. Brandmelde- und Löschanlagen sind technische Einrichtungen, also anlagentechnischer Brandschutz. Die Brandschutzordnung ist organisatorisch, die Brandwand baulich.

An wen richtet sich Teil A der Brandschutzordnung nach DIN 14096?

  • A) Nur an die Brandschutzbeauftragten des Betriebs
  • B) An alle Personen, die sich im Gebäude aufhalten
  • C) Nur an die Feuerwehr, die das Gebäude im Einsatz betritt
  • D) An die Geschäftsleitung als verantwortliche Stelle für den Brandschutz
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Richtig: B. Teil A ist der Aushang mit den wichtigsten Verhaltensregeln für alle Personen. Teil B richtet sich an Beschäftigte, Teil C an Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben.

Wie viele Brandschutzhelfer hält die ASR A2.2 bei normaler Brandgefährdung in der Regel für ausreichend?

  • A) Einen pro Stockwerk, unabhängig von der Zahl der Beschäftigten
  • B) 10 Prozent der Beschäftigten jeder Schicht
  • C) 5 Prozent der Beschäftigten
  • D) Zwei pro Betrieb, unabhängig von seiner Größe und Nutzung
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Richtig: C. Die ASR A2.2 nennt einen Anteil von 5 Prozent als in der Regel ausreichend. Je nach Gefährdung, Schichtbetrieb oder Publikumsverkehr können mehr erforderlich sein.

Bei einem Kontrollgang findest du eine Brandschutztür, die mit einem Keil offen gehalten wird. Was ist richtig?

  • A) Du lässt den Keil stecken, weil die Beschäftigten ihn so wollen
  • B) Du entfernst den Keil, damit die Tür schließen kann, und dokumentierst den Mangel
  • C) Du klebst den Türschließer mit Klebeband ab, damit er nicht beschädigt wird
  • D) Du meldest es erst bei der nächsten Brandschau, weil nur die Feuerwehr Mängel beheben darf
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Richtig: B. Brandschutztüren müssen selbsttätig schließen können. Ein Keil hebt ihre Schutzwirkung auf. Dauerhaftes Offenhalten ist nur mit einer zugelassenen Feststellanlage erlaubt.

Was versteht man unter abwehrendem Brandschutz?

  • A) Die Brandbekämpfung und Rettung durch die Feuerwehr
  • B) Die Einteilung eines Gebäudes in Brandabschnitte
  • C) Die Unterweisung der Beschäftigten im Umgang mit Feuerlöschern
  • D) Die Prüfung der Brandmeldeanlage durch eine Fachfirma
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Richtig: A. Abwehrender Brandschutz ist der Einsatz der Feuerwehr bei einem Brand. Brandabschnitte, Unterweisungen und Anlagenprüfung gehören zum vorbeugenden Brandschutz.

Welche Maßnahmen sind dem organisatorischen Brandschutz zuzuordnen?

  • A) Erlaubnisschein und Brandwache für Schweißarbeiten im Lager
  • B) Feuerbeständige Decke zwischen Keller und Erdgeschoss
  • C) Rauch- und Wärmeabzugsanlage im Treppenhaus
  • D) Regelmäßige Räumungsübungen mit allen Beschäftigten
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Richtig: A und D. Organisatorischer Brandschutz regelt Abläufe und Verhalten, etwa Erlaubnisscheine für Feuerarbeiten oder Räumungsübungen. Decken sind baulich, die RWA ist anlagentechnisch.

Zum Thema Brandschutz: baulich, anlagentechnisch, organisatorisch →

Brandvoraussetzungen: das Verbrennungsdreieck

Welche Voraussetzungen müssen für eine Verbrennung gleichzeitig erfüllt sein?

  • A) Ein brennbarer Stoff und ausreichend Sauerstoff
  • B) Eine Luftfeuchtigkeit unter einem bestimmten Grenzwert
  • C) Ausreichende Zündenergie bei richtigem Mengenverhältnis
  • D) Eine Raumtemperatur von mindestens 20 Grad Celsius
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Richtig: A und C. Für eine Verbrennung braucht es brennbaren Stoff, Sauerstoff und Zündenergie im richtigen Mengenverhältnis. Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur sind keine Grundvoraussetzungen.

Was versteht man unter dem Flammpunkt einer Flüssigkeit?

  • A) Die Temperatur, bei der sich die Flüssigkeit ohne fremde Zündquelle selbst entzündet
  • B) Die niedrigste Temperatur, bei der sich über der Flüssigkeit entflammbare Dämpfe bilden
  • C) Die Temperatur, die eine Flamme der brennenden Flüssigkeit an ihrer heißesten Stelle erreicht
  • D) Die Temperatur, bei der die Flüssigkeit zu sieden beginnt und vollständig verdampft
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Richtig: B. Am Flammpunkt bilden sich genug Dämpfe, die mit einer Zündquelle entflammt werden können. Die Selbstentzündung ohne Zündquelle beschreibt die Zündtemperatur.

Warum ist Holzstaub gefährlicher als ein massiver Holzbalken?

  • A) Weil Holzstaub chemisch ein anderer Stoff ist als Holz
  • B) Weil Staub eine viel größere Oberfläche hat und leichter mit Sauerstoff reagiert
  • C) Weil Holzstaub immer feucht ist und dadurch Gase bildet
  • D) Weil ein Balken grundsätzlich nicht brennbar ist, solange er trocken gelagert wird
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Richtig: B. Der Zerteilungsgrad entscheidet. Fein verteilter Staub hat eine riesige Oberfläche, entzündet sich leicht und kann in der Luft sogar explodieren.

Ein Mitarbeiter stülpt einen Deckel auf einen Topf mit brennendem Fett. Welche Löschwirkung nutzt er?

  • A) Abkühlen
  • B) Ersticken
  • C) Inhibition der Kettenreaktion
  • D) Verdünnen des Brandstoffs
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Richtig: B. Der Deckel schneidet die Sauerstoffzufuhr ab. Das Feuer erstickt. Wasser würde hier eine Fettexplosion auslösen.

Welche Löschwirkungen sind richtig zugeordnet?

  • A) Wasser wirkt vor allem durch Abkühlen
  • B) Kohlendioxid wirkt vor allem durch Abkühlen des Brandstoffs
  • C) Löschpulver unterbricht vor allem die chemische Kettenreaktion
  • D) Schaum wirkt vor allem durch Unterbrechen der Kettenreaktion
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Richtig: A und C. Wasser nimmt viel Wärme auf und kühlt. Pulver wirkt überwiegend inhibitorisch. Kohlendioxid erstickt, Schaum trennt und kühlt.

In einem Raum riecht es stark nach Gas. Warum schaltest du dort kein Licht und kein Funkgerät ein?

  • A) Weil das Licht den Gasgeruch verstärken könnte
  • B) Weil Funkwellen das Gas chemisch verändern
  • C) Weil ein Schaltfunke ein zündfähiges Gas-Luft-Gemisch entzünden kann
  • D) Weil Gas die Batterie eines Funkgeräts sofort beschädigt und es danach unbrauchbar macht
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Richtig: C. Liegt das Gemisch zwischen unterer und oberer Explosionsgrenze, reicht ein kleiner Funke als Zündquelle. Deshalb keine elektrischen Schalter und Geräte betätigen.

Zum Thema Brandvoraussetzungen: das Verbrennungsdreieck →

Brandklassen A, B, C, D, F

Welche Stoffe gehören nach DIN EN 2 zur Brandklasse B?

  • A) Benzin und Diesel
  • B) Holz und Papier
  • C) Wachs, das bei Hitze schmilzt
  • D) Propan und Erdgas
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Richtig: A und C. Klasse B umfasst flüssige und flüssig werdende Stoffe. Holz und Papier sind Klasse A, Gase Klasse C.

Für welche Brände ist die Brandklasse F vorgesehen?

  • A) Für Brände von Fahrzeugen und Fahrzeugreifen
  • B) Für Brände von Speiseölen und Speisefetten in Frittier- und Fettbackgeräten
  • C) Für Brände in elektrischen Anlagen bis 1.000 Volt
  • D) Für Brände von festen Kunststoffen, die beim Verbrennen schmelzen und keine Glut bilden
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Richtig: B. F steht für Speiseöle und Speisefette. Sie haben eine eigene Klasse, weil Wasser darauf eine Fettexplosion auslöst und normale Löscher oft versagen.

Ein Kollege sagt, für Brände an elektrischen Anlagen gebe es die Brandklasse E. Was stimmt?

  • A) Das stimmt, Klasse E gilt für alle elektrischen Anlagen bis 1.000 Volt
  • B) Das stimmt, aber nur für Hochspannungsanlagen über 1.000 Volt
  • C) Das stimmt nicht mehr, Klasse E wurde abgeschafft und auf dem Löscher steht der Mindestabstand
  • D) Das stimmt nur für Lithium-Ionen-Akkus, die seit einer Normänderung im Jahr 2024 als Klasse E gelten
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Richtig: C. Die Brandklasse E gibt es seit 1978 nicht mehr. Ob ein Löscher an elektrischen Anlagen bis 1.000 Volt eingesetzt werden darf und mit welchem Abstand, steht auf dem Gerät.

Woran erkennt man einen Brand der Klasse A?

  • A) Am Verbrennen fester Stoffe, meist unter Glutbildung
  • B) An einer bläulichen Flamme ohne Rauchentwicklung
  • C) Daran, dass der Brandstoff vorher geschmolzen ist
  • D) Daran, dass er sich ausschließlich mit Pulver zuverlässig löschen lässt
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Richtig: A. Klasse A sind feste, meist organische Stoffe, die normalerweise mit Glut verbrennen. Geschmolzene Stoffe gehören zu Klasse B, und für Klasse A ist Wasser oft das beste Mittel.

Aus einer beschädigten Propanflasche brennt eine Stichflamme. Was ist vor dem Löschen entscheidend?

  • A) Die Flamme so schnell wie möglich mit Wasser abkühlen
  • B) Die Gaszufuhr zu unterbrechen, bevor die Flamme gelöscht wird
  • C) Die Flasche hinlegen, damit das Gas langsamer ausströmt
  • D) Die Flamme mit einem Kohlendioxidlöscher löschen und das Gas dann ausströmen lassen
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Richtig: B. Wird die Flamme gelöscht, während weiter Gas ausströmt, entsteht ein explosionsfähiges Gemisch. Deshalb zuerst die Gaszufuhr unterbrechen oder die Flamme kontrolliert brennen lassen.

Welche Löschmittel sind für Metallbrände der Klasse D geeignet?

  • A) Wasser im Sprühstrahl
  • B) Metallbrandpulver
  • C) Kohlendioxid
  • D) Trockener Sand
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Richtig: B und D. Metallbrände werden mit D-Pulver oder trockenem Sand abgedeckt. Wasser kann bei den hohen Temperaturen zu einer Explosion führen.

Zum Thema Brandklassen A, B, C, D, F →

Löschmittel und ihre Eignung

Warum ist Kohlendioxid für Brände der Klasse A, etwa einen Papierstapel, nicht geeignet?

  • A) Weil Kohlendioxid Papier chemisch angreift und dabei giftige Dämpfe entstehen
  • B) Weil das Gas verfliegt und die Glut danach wieder aufflammen kann
  • C) Weil Kohlendioxid bei Feststoffen die Flammen zusätzlich anfacht
  • D) Weil Kohlendioxid nur bei Temperaturen unter null Grad wirksam ist
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Richtig: B. Kohlendioxid erstickt nur kurzzeitig. Glut im Inneren fester Stoffe kühlt es nicht ab, sodass der Brand nach dem Verfliegen des Gases wieder aufflammen kann.

Welche Gefahren bestehen beim Einsatz eines Kohlendioxidlöschers in einem kleinen Raum?

  • A) Erstickungsgefahr durch die hohe Gaskonzentration
  • B) Explosionsgefahr, weil sich Kohlendioxid an heißen Flächen entzündet
  • C) Erfrierungen an Düse und Schneerohr bei falscher Handhabung
  • D) Verätzungen der Haut durch das austretende Pulver
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Richtig: A und C. In engen Räumen baut sich schnell eine gefährliche Konzentration auf, und das austretende Gas kühlt Düse und Schneerohr stark ab. Kohlendioxid brennt nicht und enthält kein Pulver.

Was unterscheidet ABC-Pulver von BC-Pulver?

  • A) ABC-Pulver wirkt auch auf Glutbrände der Klasse A, BC-Pulver nicht
  • B) BC-Pulver ist zusätzlich für Speisefette der Klasse F zugelassen
  • C) ABC-Pulver ist nur für Gasbrände geeignet, BC-Pulver für alle Feststoffe
  • D) BC-Pulver hinterlässt im Gegensatz zu ABC-Pulver keine Rückstände
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Richtig: A. ABC-Pulver schmilzt auf Glut und bildet eine Sperrschicht, deshalb heißt es Glutbrandpulver. BC-Pulver kann das nicht und ist für Klasse A ungeeignet.

Warum darf brennendes Frittierfett nicht mit Wasser gelöscht werden?

  • A) Weil Wasser in heißem Fett schlagartig verdampft und brennendes Fett mitreißt
  • B) Weil Fett elektrisch leitend wird, sobald Wasser hinzukommt
  • C) Weil Wasser die Temperatur des Fetts nicht senken kann
  • D) Weil Wasser in Küchen aus hygienischen Gründen grundsätzlich nicht zum Löschen eingesetzt werden darf
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Richtig: A. Aus einem Liter Wasser werden rund 1.700 Liter Dampf. Der Dampf schleudert das brennende Fett als Feuerball heraus. Das ist die Fettexplosion.

Welche Löschmittel eignen sich für einen Brand von Benzin in einer Werkstatt?

  • A) Wasser im Vollstrahl
  • B) Schaum
  • C) ABC-Pulver
  • D) Metallbrandpulver
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Richtig: B und C. Benzin ist Klasse B. Schaum und ABC-Pulver sind dafür geeignet, auch Kohlendioxid. Ein Wasserstrahl würde die brennende Flüssigkeit verteilen, D-Pulver ist nur für Metalle.

In einem Serverraum brennt ein Gerät. Warum wird hier oft ein Kohlendioxidlöscher statt eines Pulverlöschers eingesetzt?

  • A) Weil Kohlendioxid auch Glutbrände in Kabeln dauerhaft löscht
  • B) Weil Pulver in Serverräumen aus Gründen des Brandschutzes generell verboten ist
  • C) Weil Kohlendioxid rückstandsfrei löscht und die Elektronik nicht verschmutzt
  • D) Weil Kohlendioxid auch bei offener Tür und Durchzug am besten wirkt
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Richtig: C. Kohlendioxid hinterlässt keine Rückstände. Pulver würde die Technik verschmutzen und kann Korrosionsschäden verursachen. Glutbrände löscht Kohlendioxid aber nicht zuverlässig.

Zum Thema Löschmittel und ihre Eignung →

Feuerlöscher richtig einsetzen

Wie greifst du einen Brand im Freien bei Wind an?

  • A) Gegen den Wind, damit das Feuer nicht auf dich zuweht
  • B) Mit dem Wind im Rücken, also in Windrichtung
  • C) Quer zum Wind, damit der Rauch seitlich abzieht
  • D) Die Windrichtung spielt beim Löschen mit Pulver keine Rolle
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Richtig: B. Mit dem Wind im Rücken trägt der Wind das Löschmittel zum Feuer und Rauch und Hitze von dir weg. Gegen den Wind bekommst du beides ab.

Aus einer Maschine läuft brennendes Öl an der Seite herunter. Wie löschst du diesen Fließbrand?

  • A) Von unten nach oben, damit die Lache am Boden zuerst aus ist
  • B) Von oben nach unten, beginnend an der Austrittsstelle
  • C) Von der Seite, die am weitesten von dir entfernt ist
  • D) Mit einem einzigen langen Stoß in die Mitte der Flammen
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Richtig: B. Tropf- und Fließbrände werden von oben nach unten gelöscht. Sonst läuft von oben ständig brennende Flüssigkeit nach.

Welche Löschregeln sind richtig?

  • A) Genügend Löscher gleichzeitig einsetzen, nicht nacheinander
  • B) Wandbrände von oben nach unten löschen
  • C) Flächenbrände von vorn beginnend ablöschen
  • D) Löscher nach kurzem Einsatz sofort wieder an die Wand hängen
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Richtig: A und C. Mehrere Löscher gleichzeitig und Flächenbrände von vorn nach hinten. Wandbrände werden von unten nach oben gelöscht, und benutzte Löscher müssen neu befüllt werden.

Wie oft müssen Feuerlöscher nach der ASR A2.2 mindestens gewartet werden?

  • A) Jedes Jahr nach der Heizperiode
  • B) Alle zwei Jahre durch eine fachkundige Person
  • C) Alle fünf Jahre durch die Feuerwehr
  • D) Nur nach einem tatsächlichen Einsatz durch den Betreiber
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Richtig: B. Die ASR A2.2 sieht eine Wartung mindestens alle zwei Jahre durch Fachkundige vor. Kürzere Fristen des Herstellers gehen vor.

Du hast einen Pulverlöscher nur zwei Sekunden lang benutzt, der Brand war sofort aus. Was machst du mit dem Löscher?

  • A) Du hängst ihn zurück, weil fast noch alles Pulver drin ist
  • B) Du schüttelst ihn kräftig und hängst ihn dann zurück an seinen Platz
  • C) Du meldest ihn als benutzt, damit er von einer Fachfirma neu befüllt wird
  • D) Du stellst ihn in den Keller und hängst dafür einen anderen Löscher hin, ohne es zu melden
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Richtig: C. Auch nach kurzem Einsatz kann Druck fehlen oder das Ventil verunreinigt sein. Benutzte Löscher werden nicht wieder aufgehängt, sondern gemeldet und neu befüllt.

Was prüfst du bei einem Kontrollgang an einem Feuerlöscher?

  • A) Ob er frei zugänglich an seinem gekennzeichneten Platz hängt
  • B) Ob sich der Schlagknopf leicht eindrücken lässt
  • C) Ob Plombe und Prüfplakette intakt und aktuell sind
  • D) Ob das Löschmittel durch kurzes Auslösen noch austritt
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Richtig: A und C. Sichtkontrolle reicht: Platz, Zugänglichkeit, Plombe, Prüfplakette und gegebenenfalls Manometer. Ein Löscher wird zur Kontrolle nie ausgelöst.

Zum Thema Feuerlöscher richtig einsetzen →

Verhalten im Brandfall

In welcher Reihenfolge nennt die Brandschutzordnung Teil A die Maßnahmen im Brandfall?

  • A) Erst Löschversuch unternehmen, dann Brand melden, dann in Sicherheit bringen
  • B) In Sicherheit bringen, Löschversuch unternehmen, Brand melden
  • C) Brand melden, in Sicherheit bringen, Löschversuch unternehmen
  • D) Brand melden, Löschversuch unternehmen, Sachwerte sichern
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Richtig: C. Zuerst wird gemeldet, damit Hilfe kommt, dann werden Menschen in Sicherheit gebracht. Gelöscht wird nur, wenn es ohne Eigengefährdung möglich ist.

Welche Angaben sind beim Notruf 112 besonders wichtig?

  • A) Wo es passiert ist, mit genauer Adresse und Gebäudeteil
  • B) Der Name des Gebäudeeigentümers und seine Telefonnummer
  • C) Wie viele Menschen betroffen oder noch im Gebäude sind
  • D) Die Versicherungsnummer des Objekts für die spätere Abrechnung
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Richtig: A und C. Ort und Zahl der Betroffenen entscheiden über den Einsatz. Danach wartest du auf Rückfragen der Leitstelle.

Warum dürfen Aufzüge im Brandfall nicht benutzt werden?

  • A) Weil sie bei einem Stromausfall stecken bleiben oder in das Brandgeschoss fahren können
  • B) Weil sie automatisch für Polizei und Rettungsdienst reserviert werden, sobald ein Alarm eingeht
  • C) Weil sie nur für Rollstuhlfahrer und deren Begleitpersonen freigegeben sind
  • D) Weil die Fahrkabine im Brandfall stets zu wenig Platz für eine Gruppe bietet
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Richtig: A. Normale Aufzüge können ausfallen oder Menschen direkt in den Rauch bringen. Feuerwehraufzüge sind etwas anderes und werden von der Feuerwehr bedient.

Du willst einen Flur verlassen und vor dir ist eine geschlossene Tür. Woran erkennst du, dass du sie nicht öffnen solltest?

  • A) Daran, dass sie sich von innen nur schwer drücken lässt
  • B) Daran, dass Tür oder Klinke sich mit dem Handrücken heiß anfühlen
  • C) Daran, dass kein Rettungszeichen über der Tür hängt
  • D) Daran, dass die Tür als Brandschutztür mit Obentürschließer und Dichtung gebaut ist
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Richtig: B. Eine heiße Tür deutet auf Feuer dahinter hin. Öffnest du sie, schlagen dir Hitze und Rauch entgegen, und die Sauerstoffzufuhr kann den Brand anfachen.

Welche Aufgaben übernimmt der Sicherheitsdienst häufig nach der Brandschutzordnung Teil C?

  • A) Die Feuerwehr an der Anlaufstelle empfangen und einweisen
  • B) Die Einsatzleitung am Brandort übernehmen, bis die Polizei kommt
  • C) Zufahrten für die Feuerwehr freihalten und Tore öffnen
  • D) Die Brandursache ermitteln und den Schaden für die Versicherung schätzen
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Richtig: A und C. Typisch sind Einweisung der Feuerwehr und Freihalten der Zufahrten. Die Einsatzleitung hat die Feuerwehr, die Brandursache ermitteln Feuerwehr und Polizei.

Ein Mitarbeiter will an der Sammelstelle noch einmal ins brennende Gebäude, um seine Unterlagen zu holen. Was tust du?

  • A) Du lässt ihn gehen, wenn er verspricht, schnell zu sein
  • B) Du begleitest ihn, damit er nicht allein im Gebäude ist
  • C) Du hältst ihn auf und erklärst, dass niemand zurück ins Gebäude darf
  • D) Du gibst ihm deine Taschenlampe mit, damit er sich im Rauch orientieren kann
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Richtig: C. Menschenleben gehen vor Sachwerten. Niemand geht zurück in ein brennendes Gebäude, auch nicht in Begleitung. Wer noch drin ist, meldest du der Feuerwehr.

Zum Thema Verhalten im Brandfall →

Flucht- und Rettungswege

Was gilt nach ASR A2.3 für Türen von Notausgängen?

  • A) Sie schlagen in Fluchtrichtung auf
  • B) Sie dürfen nachts abgeschlossen werden, wenn noch Personen im Gebäude sind
  • C) Sie lassen sich von innen ohne Schlüssel, Karte oder Code öffnen
  • D) Sie müssen als Schiebetür ausgeführt sein, damit sie keinen Platz im Flur brauchen
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Richtig: A und C. Notausgangstüren schlagen in Fluchtrichtung auf und müssen sich ohne Hilfsmittel öffnen lassen, solange Personen im Gebäude sind. Manuelle Schiebetüren sind in Hauptfluchtwegen grundsätzlich unzulässig.

Wie lang darf ein Hauptfluchtweg nach ASR A2.3 in einem Raum mit normaler Brandgefährdung höchstens sein?

  • A) 20 Meter
  • B) 25 Meter
  • C) 35 Meter
  • D) 100 Meter
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Richtig: C. Bei normaler Brandgefährdung sind es höchstens 35 Meter. Bei erhöhter Brandgefährdung ohne selbsttätige Löschanlage sind es 25 Meter, bei explosionsgefährlichen Stoffen 10 Meter.

Wo dürfen Rettungszeichen für Notausgänge nicht angebracht werden?

  • A) Hoch über der Tür des Notausgangs
  • B) Auf dem Türflügel, weil sich die Richtung beim Öffnen ändert
  • C) Als Fahnenschild quer zur Laufrichtung im Flur, damit man es von weitem sieht
  • D) An Richtungsänderungen im Verlauf des Fluchtwegs
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Richtig: B. Auf einem geöffneten Türflügel zeigt der Pfeil in die falsche Richtung. Deshalb gehören Rettungszeichen über die Tür oder an Wände.

Was unterscheidet einen Rettungsweg von einem Fluchtweg?

  • A) Der Rettungsweg dient zusätzlich der Feuerwehr zur Rettung von Menschen
  • B) Der Rettungsweg ist nur für Rettungsdienst und Polizei bestimmt, nicht für Flüchtende
  • C) Der Rettungsweg muss immer als Außentreppe gebaut sein
  • D) Der Rettungsweg ist im Arbeitsstättenrecht geregelt, der Fluchtweg in der Bauordnung
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Richtig: A. Rettungswege nach Bauordnungsrecht dienen der Flucht und der Rettung durch die Feuerwehr. Der Begriff Fluchtweg stammt aus dem Arbeitsstättenrecht, also genau umgekehrt wie in der letzten Antwort.

Welche Anforderungen stellt die ASR A2.3 an einen Flucht- und Rettungsplan?

  • A) Er muss aktuell sein
  • B) Er darf nur im Büro der Geschäftsleitung ausliegen
  • C) Er muss lagerichtig zum Standort des Betrachters aushängen
  • D) Er muss jedes Jahr von der Feuerwehr unterschrieben werden
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Richtig: A und C. Der Plan muss aktuell sein und lagerichtig an geeigneten Stellen aushängen, etwa im Eingangsbereich oder vor Treppen. Eine jährliche Unterschrift der Feuerwehr ist nicht vorgeschrieben.

Bei einem Kontrollgang findest du vor einem Notausgang außen abgestellte Mülltonnen. Wie verhältst du dich?

  • A) Gar nicht, weil nur die Innenseite eines Notausgangs freigehalten werden muss
  • B) Du lässt die Tonnen stehen und meldest den Mangel bei der nächsten Brandschau
  • C) Du sorgst nach Dienstanweisung für das Freiräumen und dokumentierst den Mangel
  • D) Du schließt den Notausgang ab, bis die Tonnen von der Müllabfuhr geleert wurden
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Richtig: C. Notausgänge müssen auch von außen frei bleiben, sonst lässt sich die Tür nicht öffnen. Der Mangel wird beseitigt und dokumentiert. Außen hilft das Zeichen P023 gegen erneutes Zustellen.

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Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Welches Ziel verfolgt eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage im Brandfall?

  • A) Sie löscht den Brand durch einen kräftigen Luftstrom
  • B) Sie hält eine raucharme Schicht in Bodennähe für Flucht und Löschangriff frei
  • C) Sie alarmiert automatisch die Polizei und die Feuerwehr
  • D) Sie schließt alle Türen, damit kein Sauerstoff an das Feuer gelangt und es erstickt
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Richtig: B. Die RWA führt Rauch und Wärme ab, damit unten eine raucharme Schicht bleibt. Löschen kann sie nicht, und eine Alarmierung übernimmt die Brandmeldeanlage.

Welche Farbe haben Handauslösestellen für Rauchabzugsanlagen in der Regel?

  • A) Rot
  • B) Blau
  • C) Orange
  • D) Signalgelb
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Richtig: C. RWA-Taster sind orange mit der Aufschrift Rauchabzug. Rot sind Handfeuermelder, blau oft Hausalarmtaster, gelb Auslösestellen von Löschanlagen.

Warum braucht eine natürliche Rauchabzugsanlage Zuluftöffnungen im unteren Gebäudebereich?

  • A) Weil sonst kein Rauch oben abziehen kann, da keine Luft nachströmt
  • B) Weil die Feuerwehr nur durch Zuluftöffnungen in das Gebäude gelangen darf
  • C) Weil die Zuluft das Feuer gezielt anfacht, damit es schneller ausbrennt
  • D) Weil die Zuluft den Rauch ansaugt und durch die unteren Öffnungen ins Freie leitet
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Richtig: A. Rauch kann oben nur abziehen, wenn unten Frischluft nachströmt. Zugestellte Tore oder Türen verringern die Wirkung der Anlage erheblich.

Was gilt für das Rückstellen einer ausgelösten RWA?

  • A) Jede Wachperson darf sie sofort zurückstellen, damit es nicht hereinregnet
  • B) Sie wird erst nach Freigabe der Feuerwehr zurückgestellt
  • C) Sie darf nur von eingewiesenen Personen zurückgestellt werden
  • D) Sie stellt sich nach fünf Minuten von selbst zurück
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Richtig: B und C. Rückstellen erfolgt durch eingewiesene Personen und erst, wenn die Feuerwehr den Einsatz freigegeben hat. Vorher könnte Rauch im Gebäude bleiben oder ein Brand wieder aufleben.

Wie funktioniert eine Rauchschutz-Druckanlage in einem Treppenraum?

  • A) Ein Gebläse saugt den Rauch aus dem Treppenraum nach außen ab
  • B) Ein Gebläse baut Überdruck auf, sodass kein Rauch in den Treppenraum eindringt
  • C) Sie öffnet automatisch alle Fenster im Treppenraum gleichzeitig
  • D) Sie flutet den Treppenraum mit einem Löschgas, das den Rauch nach außen verdrängt
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Richtig: B. Die Druckanlage hält Rauch durch Überdruck fern. Deshalb lassen sich Türen zum Treppenraum im Alarmfall manchmal schwerer öffnen.

Welche Aussagen zu RWA-Anlagen sind richtig?

  • A) Sie können automatisch über Rauchmelder oder die Brandmeldeanlage auslösen
  • B) Ein oranger RWA-Taster alarmiert in der Regel unmittelbar die Feuerwehr
  • C) Sie senken die Temperatur unter der Decke und schonen so die Konstruktion
  • D) Sie dürfen im Alltag nicht zum Lüften genutzt werden
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Richtig: A und C. RWA lösen automatisch oder von Hand aus und senken die Temperatur im Deckenbereich. Der RWA-Taster öffnet die Abzüge, alarmiert aber nicht die Feuerwehr. Viele Anlagen haben zusätzlich eine Lüftungsfunktion.

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Kontrollgang und Wächterkontrollsysteme

Warum sollen Kontrollgänge nicht jede Nacht zur gleichen Zeit auf dem gleichen Weg stattfinden?

  • A) Weil das Wächterkontrollsystem gleiche Routen technisch nicht speichern kann
  • B) Weil Täter sonst nach kurzer Beobachtung wissen, wann ein Bereich unbewacht ist
  • C) Weil die DGUV Vorschrift 23 für jeden Rundgang eine andere Uhrzeit vorschreibt
  • D) Weil gleiche Routen die Akkus der Lesegeräte stärker belasten als wechselnde Routen
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Richtig: B. Regelmäßige Abläufe sind berechenbar. Wechselnde Zeiten und Reihenfolgen machen es Tätern schwerer, eine Lücke zu planen. Vollständig bleibt der Rundgang trotzdem.

Was dokumentiert ein elektronisches Wächterkontrollsystem in erster Linie?

  • A) Wann die Wachperson welchen Kontrollpunkt erreicht hat
  • B) Ob die Wachperson an jedem Punkt aufmerksam war
  • C) Bei vielen Systemen zusätzlich gemeldete Ereignisse wie Mängel mit Foto
  • D) Den Puls und die Körpertemperatur der Wachperson
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Richtig: A und C. Das System belegt Ort und Zeit der Buchungen, oft auch Ereignismeldungen. Ob jemand aufmerksam kontrolliert hat, kann es nicht messen.

Was verlangt die DGUV Vorschrift 23 zur Objekteinweisung?

  • A) Eine Einweisung nur einmal bei Vertragsbeginn, egal zu welcher Tageszeit
  • B) Eine Einweisung durch die örtlich zuständige Polizei vor dem ersten Nachtdienst im neuen Objekt
  • C) Eine Einweisung in Objekt und Gefahren zu den Zeiten, in denen die Tätigkeit ausgeübt wird
  • D) Eine schriftliche Einweisung, die die Wachperson zu Hause selbst durcharbeitet
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Richtig: C. Die Einweisung soll die tatsächlichen Bedingungen zeigen. Wer nachts arbeitet, muss das Objekt auch bei Dunkelheit kennen.

Welche Ausrüstung ist bei Kontrollgängen in der Dunkelheit nach DGUV Vorschrift 23 vorgeschrieben?

  • A) Eine leistungsfähige Handleuchte
  • B) Ein Diensthund
  • C) Eine Schutzweste der Schutzklasse 1
  • D) Ein Reizstoffsprühgerät
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Richtig: A. Bei Dunkelheit muss das Wach- und Sicherungspersonal mit leistungsfähigen Handleuchten ausgerüstet sein. Hund, Weste oder Reizstoff sind keine allgemeine Pflicht.

Ein neues Wächterkontrollsystem mit Ortung soll eingeführt werden. Welche Aussagen treffen zu?

  • A) Die Daten dürfen nur für den festgelegten Zweck wie Nachweis und Sicherheit genutzt werden
  • B) Ein Betriebsrat hat bei der Einführung mitzubestimmen
  • C) Die Daten dürfen beliebig für Leistungsrankings der Wachpersonen veröffentlicht werden
  • D) Datenschutz spielt keine Rolle, weil nur Kontrollpunkte und keine Personen erfasst werden
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Richtig: A und B. Kontrolldaten zeigen, wann eine bestimmte Person wo war, und sind damit Beschäftigtendaten. Sie sind zweckgebunden, und der Betriebsrat bestimmt bei solchen Überwachungseinrichtungen mit.

Beim Rundgang buchst du einen Kontrollpunkt und bemerkst Brandgeruch aus einem Nebenraum, der nicht auf deiner Route liegt. Was tust du?

  • A) Du setzt den Rundgang fort, weil der Raum nicht zu deinen Kontrollpunkten gehört
  • B) Du gehst dem Geruch nach Dienstanweisung nach und meldest ihn sofort
  • C) Du wartest bis zum Ende der Schicht und schreibst den Geruch dann in den Bericht
  • D) Du buchst den Kontrollpunkt noch einmal, damit die Leitstelle eine Auffälligkeit sieht
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Richtig: B. Die Route ist ein Mindestprogramm, kein Scheuklappenplan. Ein Hinweis auf Brand wird sofort verfolgt und gemeldet.

Zum Thema Kontrollgang und Wächterkontrollsysteme →

Funk und Kommunikationstechnik im Dienst

Welche Funksysteme darf ein privater Sicherheitsdienst üblicherweise nutzen?

  • A) Betriebsfunk mit einer Frequenzzuteilung der Bundesnetzagentur
  • B) Den BOS-Digitalfunk der Polizei, wenn er mit ihr zusammenarbeitet
  • C) Lizenzfreie PMR446-Funkgeräte
  • D) Die Einsatzkanäle der Feuerwehr bei Veranstaltungen
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Richtig: A und C. Sicherheitsdienste funken über eigenen Betriebsfunk, PMR446 oder Mobilfunk. BOS-Netze sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vorbehalten, auch bei gemeinsamen Einsätzen.

Wie beginnst du einen Funkspruch an die Zentrale richtig?

  • A) Hier Streife 2, ich rufe die Zentrale
  • B) Zentrale von Streife 2
  • C) Achtung, Achtung, an alle Stationen im Netz
  • D) Streife 2 an alle, bitte melden, wer mich hört
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Richtig: B. Zuerst wird die gerufene Stelle genannt, dann die rufende. So weiß die Zentrale sofort, dass sie gemeint ist.

Warum solltest du nach dem Drücken der Sprechtaste kurz warten, bevor du sprichst?

  • A) Weil sonst der Akku des Funkgeräts beschädigt werden kann
  • B) Weil Gerät und Relais einen Moment brauchen und sonst der Anfang des Spruchs fehlt
  • C) Weil die Bundesnetzagentur vor jedem Funkspruch eine Pause von fünf Sekunden vorschreibt
  • D) Weil die anderen Teilnehmer erst ihre Geräte auf Empfang umschalten müssen
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Richtig: B. Viele Geräte und Relaisstellen brauchen einen kurzen Moment, bis die Verbindung steht. Wer sofort losspricht, verliert oft das erste Wort, zum Beispiel den Rufnamen.

Was gilt für lizenzfreie PMR446-Funkgeräte?

  • A) Sie dürfen höchstens 0,5 Watt Sendeleistung haben
  • B) Sie sind abhörsicher, weil nur registrierte Geräte senden dürfen
  • C) Jeder darf die Kanäle nutzen, und jeder mit einem PMR-Gerät kann mithören
  • D) Sie dürfen nur mit einer Frequenzzuteilung betrieben werden
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Richtig: A und C. PMR446 ist lizenzfrei und auf 0,5 Watt begrenzt. Weil jeder diese Kanäle nutzen darf, ist der Funk offen und kann technisch von jedem mit einem PMR-Gerät gehört werden. Erlaubt ist das Abhören fremder Gespräche nach §5 TDDDG trotzdem nicht.

Du hast einen Ladendieb festgehalten. Wie gibst du seine Personalien an die Zentrale weiter, wenn ihr analogen Funk nutzt?

  • A) Vollständig über Funk, damit die Zentrale alles sofort mitschreiben kann
  • B) Über Funk, aber buchstabiert nach der Buchstabiertafel
  • C) Nicht über Funk, sondern telefonisch oder persönlich
  • D) Über Funk, aber nur in einer Fremdsprache, die Mithörer nicht verstehen
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Richtig: C. Analoger Funk kann mitgehört werden. Personenbezogene Daten gibst du deshalb auf einem sichereren Weg weiter. Buchstabieren ändert an der Abhörbarkeit nichts.

Über dein Funkgerät empfängst du zufällig ein Gespräch, das erkennbar nicht für dich bestimmt ist, etwa zwischen Mitarbeitern einer anderen Firma über deren Objekt. Was gilt?

  • A) Du darfst es deinen Kollegen erzählen, weil du es nicht absichtlich gehört hast
  • B) Du darfst den Inhalt nicht weitergeben, auch wenn der Empfang unbeabsichtigt war
  • C) Du musst es sofort deinem Auftraggeber und der Leitstelle melden, damit alle gewarnt sind
  • D) Du darfst es weitergeben, solange du keine Namen nennst
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Richtig: B. Nach §5 TDDDG dürfen Nachrichten, die nicht für dich bestimmt sind, nicht abgehört und ihr Inhalt auch bei zufälligem Empfang nicht anderen mitgeteilt werden.

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