Kurz gesagt: Die Bewacher-ID ist die Identifikationsnummer, die das Bewacherregister jeder Wachperson, jedem Gewerbetreibenden und jedem Bewachungsunternehmen zuteilt. Sie enthält keine persönlichen Angaben. Auf dem Dienstausweis müssen deine ID und die ID des Unternehmens stehen, und bei einem Arbeitgeberwechsel beschleunigt sie die Anmeldung.
Seit es das Bewacherregister gibt, hat jede Wachperson eine eigene Nummer. Im Alltag heißt sie Bewacher-ID, in der Bewachungsverordnung etwas sperriger Bewacherregisteridentifikationsnummer. Die Prüfung fragt danach meist im Zusammenhang mit dem Dienstausweis: Welche Nummern müssen darauf stehen? Und gelegentlich als Verwechslungsfalle mit anderen Nummern, die dir im Berufsleben begegnen.
Was im Gesetz steht
§11b Absatz 3 GewO erlaubt der Registerbehörde, für die gespeicherten Datensätze Identifikationsnummern zu vergeben. Diese Nummern enthalten ausdrücklich keine personenbezogenen Angaben. Aus deiner ID lassen sich also weder dein Geburtsdatum noch dein Wohnort oder deine Qualifikation ablesen. Die BewachV greift die Nummer an mehreren Stellen auf: beim Erlaubnisantrag (§3), bei der Anmeldung (§16) und beim Ausweis (§18).
Wer eine ID bekommt
- Jede Wachperson, sobald sie zum ersten Mal über das Register angemeldet wird.
- Gewerbetreibende und Leitungspersonen, die im Register erfasst sind.
- Das Bewachungsunternehmen selbst.
Du beantragst die ID nicht selbst. Sie entsteht, wenn dein Arbeitgeber dich im Bewacherregister anmeldet. Die zuständige Behörde teilt sie deinem Arbeitgeber zusammen mit dem Ergebnis der Prüfung mit, und der muss dich darüber informieren (§16 Absatz 2 BewachV).
Wo die ID auftaucht
Auf dem Dienstausweis
Nach §18 Absatz 1 Nummer 5 BewachV muss der Dienstausweis die Bewacher-IDs der Wachperson und des Bewachungsunternehmens enthalten. Es sind also zwei Nummern. Fehlt eine davon, ist der Ausweis nicht richtig ausgestellt. Das ist eine Ordnungswidrigkeit des Unternehmers.
Bei der Anmeldung beim nächsten Arbeitgeber
Wechselst du die Firma, nennt der neue Arbeitgeber bei der Anmeldung deine ID. Dann reicht ein verkürzter Datensatz. Stimmen die Angaben mit dem Register überein, bekommt er eine elektronische Bestätigung. Eine komplett neue Zuverlässigkeitsprüfung entfällt in diesem Fall, solange die bisherige noch aktuell ist und die neue Tätigkeit keine weitergehende Prüfung verlangt.
Beim eigenen Erlaubnisantrag
Machst du dich später selbstständig, gibst du deine vorhandene ID im Antrag an (§3 Absatz 1 BewachV).
Wie lange die ID gilt
Die ID begleitet dich, solange deine Daten im Register gespeichert sind. Wechselst du direkt von einer Firma zur nächsten, bleibt sie dieselbe. Wird dein letztes Beschäftigungsverhältnis abgemeldet, werden deine Daten nach einem Jahr gelöscht. Fängst du danach wieder im Bewachungsgewerbe an, läuft die Anmeldung wie beim ersten Mal.
Was die ID nicht ist
- Kein Qualifikationsnachweis: Die ID zeigt nicht, ob du unterrichtet bist oder die Sachkunde hast. Das steht im Register und auf deiner IHK-Bescheinigung.
- Nicht die IHK-Nummer: Auf deiner Unterrichtungs- oder Sachkundebescheinigung stehen eine Identifikationsnummer und ein Validierungscode der IHK. Das sind Angaben zur Bescheinigung, nicht deine Bewacher-ID.
- Nicht zwingend die Kennnummer auf dem Namensschild: §18 Absatz 3 BewachV verlangt dort Namen oder eine Kennnummer und die Bezeichnung der Firma. Dass diese Kennnummer die Bewacher-ID sein muss, sagt die Verordnung nicht.
- Keine öffentliche Prüfnummer: Ein Kunde kann mit deiner ID nicht im Register nachsehen, denn das Register ist nicht öffentlich.
Ein Fall aus dem Dienst
Du arbeitest im Revierdienst und wirst nachts auf einem Firmenparkplatz von einer Polizeistreife kontrolliert. Du zeigst deinen Dienstausweis und deinen Personalausweis. Der Beamte schaut genau hin: Auf dem Dienstausweis stehen dein Name, die Firma mit Anschrift, beide Unterschriften und eine Nummer. Er fragt, ob das deine Bewacher-ID oder die der Firma sei. Es ist nur deine.
Damit fehlt eine Pflichtangabe. Für dich ist das kein eigener Verstoß, denn du hast den Ausweis dabei und vorgezeigt. Der Ausweis ist aber nicht richtig ausgestellt, und das kann dem Unternehmer als Ordnungswidrigkeit angelastet werden. Melde die Kontrolle deiner Einsatzleitung, damit der Ausweis korrigiert wird.
Typische Prüfungsfallen
- Auf den Dienstausweis gehören zwei IDs: deine und die des Unternehmens.
- Die ID enthält keine personenbezogenen Angaben.
- Du beantragst die ID nicht selbst. Sie entsteht mit der ersten Anmeldung durch den Arbeitgeber.
- Bei einem Arbeitgeberwechsel bleibt die ID, und die Anmeldung wird einfacher.
- IHK-Identifikationsnummer und Validierungscode auf der Bescheinigung sind etwas anderes als die Bewacher-ID.
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Welche Bewacher-IDs müssen nach §18 BewachV auf dem Dienstausweis stehen?
Was enthält die Bewacher-ID nach §11b Absatz 3 GewO?
Wie bekommt eine Wachperson ihre Bewacher-ID?
Eine Wachperson mit Bewacher-ID wechselt nahtlos zu einer anderen Sicherheitsfirma. Was gilt?
Auf deiner IHK-Sachkundebescheinigung stehen eine Identifikationsnummer und ein Validierungscode. Was ist das?
Ein Dienstausweis enthält nur die Bewacher-ID der Wachperson, nicht die des Unternehmens. Wer handelt ordnungswidrig?
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