Wer im Bewachungsgewerbe arbeitet, kommt am Bewacherregister nicht vorbei. Ohne Eintrag darf niemand in den Dienst. Was das Register ist, wozu die Bewacher-ID dient und wie die Anmeldung läuft, erfährst du hier.
Was das Bewacherregister ist
Das Bewacherregister ist ein zentrales, bundesweites Verzeichnis, in dem Bewachungsunternehmen und ihr Personal erfasst werden. Es wurde eingeführt, um mehr Transparenz und Kontrolle in der Sicherheitsbranche zu schaffen. Behörden können darüber nachvollziehen, wer im Gewerbe tätig ist und ob die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. Geführt wird es zentral, die Eintragungen nehmen aber die zuständigen Behörden vor.
Warum es Pflicht ist
Vor dem ersten Einsatz muss jede Wachperson im Register gemeldet und überprüft werden. Erst wenn die Zuverlässigkeitsprüfung abgeschlossen ist und keine Bedenken bestehen, darfst du eingesetzt werden. Das ist keine Formsache, sondern Voraussetzung für die Tätigkeit. Wer ohne abgeschlossene Überprüfung arbeitet oder arbeiten lässt, riskiert empfindliche Konsequenzen, sowohl die Wachperson als auch das Unternehmen.
Die Bewacher-ID
Bei der Registrierung erhält jede Person eine Bewacher-ID, eine bundesweit eindeutige Nummer. Sie begleitet dich durch dein Berufsleben im Gewerbe, unabhängig davon, bei welchem Unternehmen du gerade arbeitest. Wechselst du den Arbeitgeber, bleibt deine Bewacher-ID dieselbe. Sie ist sozusagen dein dauerhafter Schlüssel im System des Bewacherregisters.
Merke: Ohne abgeschlossene Überprüfung und Eintrag im Bewacherregister darf niemand im Bewachungsgewerbe eingesetzt werden. Die Bewacher-ID bleibt auch bei einem Arbeitgeberwechsel gleich.
Wie die Anmeldung läuft
Die Meldung ins Register übernimmt in der Regel dein Arbeitgeber, also das Bewachungsunternehmen. Er gibt deine Daten ein und stößt damit die Zuverlässigkeitsüberprüfung durch die zuständige Behörde an. Du selbst musst meist nur die nötigen Unterlagen und Nachweise beibringen, etwa zu deiner Qualifikation, also zur Unterrichtung oder zur bestandenen Sachkundeprüfung. Wie die Qualifikation aussieht, hängt von deiner Tätigkeit ab, siehe dazu den Vergleich von Unterrichtung und Sachkundeprüfung.
Was du beachten solltest
Plane ein, dass die Überprüfung Zeit braucht. Du kannst nicht am selben Tag gemeldet werden und loslegen. Sprich rechtzeitig mit deinem Arbeitgeber, damit die Registrierung vor dem geplanten Arbeitsbeginn abgeschlossen ist. Achte außerdem darauf, dass deine Qualifikation zur vorgesehenen Tätigkeit passt, denn für die verantwortungsvollen Aufgaben reicht die Unterrichtung nicht.
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