Wenn Leute fragen, was die 34a-Prüfung kostet, meinen sie oft zwei verschiedene Dinge: die Prüfungsgebühr bei der IHK, an der du nicht vorbeikommst, und die freiwilligen Kosten für einen Vorbereitungskurs. Diese beiden Posten werden oft in einen Topf geworfen, und genau dadurch wirkt die Prüfung teurer, als sie sein muss. Schauen wir sie einzeln an.
Die Prüfungsgebühr bei der IHK
Die Prüfungsgebühr ist der einzige Betrag, der wirklich fest ist. Sie wird von deiner zuständigen IHK erhoben und deckt den schriftlichen und den mündlichen Teil ab. Die genaue Höhe legt jede Kammer selbst fest, deshalb gibt es keine bundesweit einheitliche Zahl. In der Praxis bewegt sie sich im mittleren dreistelligen Bereich. Wichtig: Du zahlst für den Versuch, nicht fürs Bestehen. Wer einen Teil wiederholen muss, zahlt dafür in der Regel erneut.
Der Vorbereitungskurs als großer Hebel
Hier wird es individuell. Ein Vorbereitungskurs ist nicht vorgeschrieben, viele buchen aber einen. Die Preise schwanken stark, weil das Angebot so unterschiedlich ist. Ein reiner Online-Kurs ist günstiger als ein mehrwöchiger Präsenz-Intensivkurs mit kleiner Gruppe. Das ist der Posten, der die Gesamtkosten nach oben treibt, und gleichzeitig der, bei dem du den meisten Spielraum hast. Ob du den Kurs brauchst, entscheidest du, nicht die Prüfung.
Kurz gesagt: Die Prüfungsgebühr ist Pflicht und überschaubar. Der Kurs ist der Kostentreiber, und der ist freiwillig.
Förderung über den Bildungsgutschein
Je nach persönlicher Situation kann ein Vorbereitungskurs über einen Bildungsgutschein gefördert werden, etwa durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Dann übernimmt der Kostenträger den Kurs ganz oder teilweise. Ob das für dich infrage kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Die Details und den Weg zum Antrag findest du im Ratgeber zur Förderung.
Kleinere Posten und die teure Wiederholung
Dazu kommen kleinere Kosten, etwa für Lernmaterial oder Fahrt und je nach Wohnort eine Anreise zur IHK. Der ärgerlichste Kostenfaktor ist aber eine nicht bestandene Prüfung, denn dann zahlst du die Gebühr für den Wiederholungsteil noch einmal. Genau deshalb ist gute Vorbereitung kein Luxus, sondern Kostensenkung. Unsere Übungsfragen und Lernkarten sind kostenlos, und für den schriftlichen Teil reicht das vielen schon, um sicher zu bestehen.
Wer zahlt?
Wenn dein Arbeitgeber will, dass du die verantwortungsvollen Tätigkeiten übernimmst, ist die Sachkundeprüfung auch eine Investition in seinen Betrieb. Viele Unternehmen übernehmen die Kosten, gerade wenn sie dich langfristig einsetzen wollen. Einen Rechtsanspruch darauf hast du nicht, aber fragen kostet nichts und bringt oft mehr, als man denkt. Hinweis: Wir sind keine Steuerberater. Ob sich Kosten steuerlich geltend machen lassen, klärst du am besten mit dem Finanzamt oder einem Steuerberater.
Kostenlos üben: Teste dein Wissen schon jetzt in der Prüfungssimulation und mit den Lernkarten.