Durch die Sachkundeprüfung zu fallen fühlt sich erstmal mies an, ist aber kein Drama und schon gar nicht das Ende. Die Prüfung gilt nicht ohne Grund als anspruchsvoll, und viele schaffen sie erst im zweiten Anlauf. Wichtig ist, dass du jetzt die richtigen Schritte gehst.
Wiederholung ist möglich
Die gute Nachricht zuerst: Die Sachkundeprüfung lässt sich wiederholen, und es gibt keine starre Obergrenze, die dich nach einem Fehlversuch dauerhaft ausschließt. Du meldest dich einfach erneut bei deiner IHK für einen Termin an. Wer den schriftlichen Teil bestanden, aber den mündlichen nicht geschafft hat, muss in vielen Fällen nur den mündlichen Teil wiederholen. Die genauen Regeln dazu legt deine zuständige IHK fest, deshalb lohnt dort eine kurze Nachfrage.
Was die Wiederholung kostet
Für die Wiederholung fällt in der Regel erneut eine Gebühr an, oft anteilig für den Teil, den du wiederholst. Das ist ärgerlich, aber überschaubar. Genau deshalb lohnt es sich, den zweiten Anlauf wirklich gut vorzubereiten, statt schnell noch einmal anzutreten. Mehr zu den Gebühren steht im Ratgeber zu den Kosten.
Ehrliche Fehleranalyse
Bevor du den nächsten Termin buchst, schau ehrlich hin, woran es lag. War es der schriftliche Teil, dann hattest du wahrscheinlich Lücken in bestimmten Sachgebieten. War es der mündliche, lag es oft daran, dass der Stoff nur auswendig gelernt und nicht verstanden war oder dass die Nervosität zu groß wurde. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie bestimmt, woran du arbeiten musst.
Aus der Praxis: Die meisten scheitern nicht an fehlendem Fleiß, sondern an einzelnen schwachen Sachgebieten oder daran, dass sie im mündlichen Teil nicht frei über Situationen sprechen konnten. Beides lässt sich gezielt nacharbeiten.
So bereitest du den zweiten Anlauf vor
Geh gezielt an deine Schwächen. Nutze die Prüfungssimulation und schau dir die Auswertung nach Sachgebieten an, dann siehst du schwarz auf weiß, wo es hakt. Die wackeligen Felder arbeitest du mit den Sachgebiet-Seiten und den Lernkarten nach. War der mündliche Teil das Problem, übe das freie Sprechen über Situationen, am besten laut und mit einer zweiten Person. Gegen reine Nervosität hilft der Ratgeber zur Prüfungsangst.
Kopf hoch
Ein Fehlversuch sagt nichts über deine Eignung für den Beruf aus. Viele, die heute erfolgreich im Sicherheitsgewerbe arbeiten, sind beim ersten Mal durchgefallen. Du gehst beim zweiten Anlauf mit Erfahrung und einem klaren Bild davon hinein, was dich erwartet. Das ist ein echter Vorteil, den du beim ersten Mal nicht hattest.
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